Der Campus der Hochschule Fulda Leipziger Straße
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Der Campus der Hochschule Fulda

50 Ausbildungsplätze

Hochschule Fulda bietet Hebammenausbildung an - als eine der ersten in Deutschland

Die Hochschule Fulda startet die neue Hebammenausbildung in diesem Jahr: Erfahrungen im Modellstudiengang ermöglichen eine schnelle Umstellung auf ein duales Studium als Regelform der Hebammenausbildung.

Fulda - Mit elf Kliniken in Hessen, Thüringen und Bayern bietet die Hochschule Fulda ab Oktober 2020 die Hebammenausbildung nach dem neuen Ausbildungskonzept an. Damit zählt sie zu den ersten Hochschulen in Deutschland, die das duale Studium als Regelform der künftigen Hebammenausbildung umsetzen.

Die elf Partnerkliniken, die im Studiengang Hebammenkunde mit der Hochschule Fulda zusammenarbeiten, stellen zunächst insgesamt 50 Ausbildungsplätze zur Verfügung. „Regional sind Kliniken in Nord- und Osthessen naturgemäß wichtige Partner, aber wir kooperieren zum Beispiel auch mit Kliniken in Mittelhessen, im Main-Kinzing-Gebiet, Wetteraukreis, Unterfranken und im Südwesten Thüringens, sagt Professorin Dr. Beate Blättner, Studiengangsleitung für Hebammenkunde an der Hochschule Fulda.

Dualer Studiengang für Hebammen an der Hochschule Fulda: 2200 Stunden für Praxis und 2400 Stunden für die Theorie

Einige Kliniken hätten sich zu Verbünden zusammengeschlossen, um alle Bereiche der Ausbildung abdecken zu können. „Idealerweise erfahren die Studierenden Geburten in Häusern unterschiedlicher Level, in der außerklinischen Geburtshilfe und der Wochenbett- sowie Schwangerenbetreuung, um die Breite der Hebammenarbeit kennenzulernen“, erläutert die Professorin. Mit Kassel ist auch eine Hebammenschule in das neue Ausbildungskonzept integriert.

Das duale Studium sieht 2200 Stunden praktische Ausbildung vor. Die Verantwortung dafür liegt bei den geburtshilflichen Kliniken. 2400 Stunden sind für die theoretische und fachpraktische, wissenschaftliche Ausbildung vorgesehen. Hierfür wie für den Studiengang insgesamt trägt die Hochschule Fulda, an der das Semester digital stattfindet, die Verantwortung.

Hochschule Fulda hat seit acht Jahren Erfahrung mit Studienangebot für Hebammen

„Für uns war die schnelle Umstellung im Interesse der Studierenden alternativlos. Das neue Konzept ermöglicht es, den Studierendenstatus zu haben und zugleich eine Ausbildungsvergütung für das gesamte Studium zu erhalten“, unterstreicht Prof. Blättner.

„In der Konzeption des Studienangebotes hat es uns sehr geholfen, dass wir bereits acht Jahre Erfahrungen mit einem Studienangebot für Hebammen vorweisen können und sowohl personell als auch im Zugang zur Literatur und den Möglichkeiten für die fachpraktische Ausbildung im Skills-Lab sehr gut aufgestellt sind. Dennoch sind wir dabei, uns noch weiterzuentwickeln, und das ist auch notwendig, um eine solide Ausbildung bieten zu können.“

Durch dualen Studiengang an Fuldaer Hochschule können Hebammen promovieren

Mit dem neuen Ausbildungskonzept erwerben Hebammen einen europaweit anerkannten Abschluss, der auch eine Berufstätigkeit im Ausland sowie die Weiterqualifizierung über einen Master-Abschluss bis hin zur Promotion erlaubt. „Aber auch für die Versorgung schwangerer Frauen und junger Mütter hat es nur Vorteile, wenn Hebammen von Beginn an lernen, ihre Entscheidungen nach Abwägung von wissenschaftlichem Erkenntnisstand, ihrer klinischen Erfahrungen und den Bedürfnissen der Schwangeren zu treffen“, betont Beate Blättner. Hebamme sein ist schließlich häufig auch ein Knochenjob.

Der Landkreis Fulda fördert Hebammen ebenfalls mit dem Programm „Hebammen für Fulda“.

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