Fotos: Michel Ickler, Ralph Leupolt

Hochstifts Seele findet Pächter: Swen Bachmann übernimmt den Felsenkeller

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Die Gaststätte Felsenkeller in der Leipziger Straße steht für Tradition. Nach der Schließung Ende Oktober hat die Brauerei Hochstift nun einen neuen Pächter gefunden. Swen Bachmann, der Inhaber vom Doppeldecker, wird die Gaststätte übernehmen. Ab Ostern soll das renovierte Haus eröffnen.

Von unserem Redaktionsmitglied Michel Ickler

Als „unsere Seele“ betitelt Steffen Leib, Prokurist der Brauerei Hochstift, den Felsenkeller. Nachdem Christian Steska und Dirk Hillenbrand nach drei Jahren den Pachtvertrag haben auslaufen lassen, habe die Brauerei einen Profi für die Traditionsgaststätte gesucht. Diesen haben sie nun mit Swen Bachmann gefunden, der seit 2004 den Doppeldecker in der Brauhausstraße betreibt. „Ich bin bereit, etwas Neues auszuprobieren“, freut sich Bachmann.

Mehrere Interessenten

„Ich kann bestätigen, dass der Vertrag unterschrieben ist. Wir arbeiten bereits lange mit Swen Bachmann zusammen. Er hat gezeigt, dass er eine gute Arbeit macht“, erklärt Leib. Für Bachmann sei die Entscheidung eine reine Herzenssache gewesen. „Ich kenne den Felsenkeller aus meiner Jugend und bin in der Nähe großgeworden“, freut sich der neue Pächter auf die Aufgabe.

Als potenzielle Pächter haben sich mehrere Interessenten bei der Brauerei gemeldet. Da Hochstift eine langfristige Lösung anstrebe, haben sie sich für Bachmann entschieden. „Es ist sehr schwer geworden Köche und Angestellte in dem Bereich der Gastronomie zu finden. Das Team um Swen Bachmann ist aber kein kleiner Betrieb und in diesem Milieu Profi“, sagt der Prokurist. Über die Laufzeit des Vertrages wollte die Brauerei keine Auskünfte machen.

„Der Gast kann sich auf runderneuerten Keller freuen“

Bis zur Eröffnung ist aber noch viel zu tun. Der Biergarten mit 120 Plätzen und die Küche werden erneuert, die Gaststätte (100 Plätze) wird neu bestuhlt. „Wir renovieren eigentlich die Gaststätte komplett. Der Gast kann sich auf einen runderneuerten Felsenkeller freuen, der dem Brauhausgeist entspricht aber gleichzeitig modern ist“, informiert die Hochstift. Über die Kosten der Renovierung möchte das Brauhaus keine Aussagen machen. Beide Parteien beteiligen sich aber daran.

Für Bachmann ist das neue Abenteuer Chance und Herausforderung zugleich. „Der Felsenkeller steht für viel Tradition. Etwas Neues zu etablieren wird daher nicht leicht. Aber wie man so schön sagt, muss auch mal der alte Putz abgeschlagen werden und etwas Neues drüber gemacht werden.“

Sollte alles nach Plan laufen, wird der Felsenkeller Ostern eröffnet. „Mit der Gaststätte wollen wir Regionalität und Verbundenheit verdeutlichen. Der Gast soll sich hier wohlfühlen“, ergänzt Leib.

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