Nach einem Unwetter hat Schutt und Geröll die Bob- und Rodelbahn am Königssee völlig zerstört.
+
Nach einem Unwetter hat Schutt und Geröll die Bob- und Rodelbahn am Königssee völlig zerstört.

Gute Wetter-Prognosen

Leichte Entspannung in Katastrophengebieten: Rückgang des Hochwassers offenbart Bild der Zerstörung

Mit Unwettern dürfte erstmal Schluss sein, von den Hochwasserfronten im Land kommen auch einige gute Nachrichten. Vor Ort will sich ein weiterer Spitzenpolitiker einen Eindruck von der Lage machen.

Update vom 19. Juli, 10.29 Uhr: Die Lage in den Hochwassergebieten in Deutschland hat sich etwas entspannt. In Passau (Bayern) lag der Pegelstand der Donau am frühen Montagmorgen bei 8,18 Metern und damit unterhalb der höchsten Hochwasserwarnstufe von 8,50 Metern. Von katastrophalen Zuständen sei man zum Glück noch entfernt, sagte ein Polizeisprecher. Auch aus anderen Regionen kamen gute Nachrichten. Im Tagesverlauf will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die von der Flutkatastrophe und großen Zerstörungen besonders betroffenen Gebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz besuchen.

Die Stadt Erftstadt (Nordrhein-Westfalen) informierte derweil, dass die mehr als 100 auf einer Bundesstraße vom Hochwasser eingeschlossen Fahrzeuge bis auf zwei Lastwagen geborgen seien. Dabei wurden keine Toten entdeckt. Auch im besonders stark von Unwettern getroffenen Berchtesgadener Land im Südosten Bayerns konnten die Menschen etwas aufatmen. „Die Nacht verlief ruhig“, hieß es bei der Feuerwehr.

Wetter-Prognosen geben Anlass zur Hoffnung

Anlass zur Hoffnung geben zudem die Wetteraussichten: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte zum Wochenstart für die Nordhälfte „nur selten ein paar Tropfen“ voraus. Auch in der Südhälfte sei es oft freundlich. Nur südlich der Donau sind laut Prognose nachmittags einzelne Gewitter möglich, örtlich allerdings auch mit Starkregen.

+++ 19.23 Uhr: Nach den verheerenden Unwettern in Westdeutschland hat sich Kanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch im Katastrophengebiet erschüttert gezeigt und schnelle Hilfen versprochen. Es herrsche eine „surreale, gespenstische Situation“, sagte die CDU-Politikerin am Sonntag nach einem Rundgang durch die Eifelgemeinde Schuld, wo die Fluten Trümmerberge und zerstörte Häuser hinterließen.

Merkel im Flutgebiet: „Deutsche Sprache kennt kaum ein Wort für diese Verwüstung“

„Die deutsche Sprache kennt kaum ein Wort für die Verwüstungen, die hier angerichtet wurden.“ Anschließend besuchte sie mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) den nahe gelegenen Ort Adenau, der ebenfalls schwer getroffen wurde.

Kanzlerin im Katastrophengebiet: Begleitet von Rheinland-Pfalz' Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat Angela Merkel den Hochwasser-Hotspot Schuld besucht.

Die Zahl der bestätigten Todesopfer in Deutschland stieg am Wochenende auf fast 160. Während die Wassermassen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vielerorts zurückgingen und die Aufräumarbeiten laufen, verursachten heftige Regenfälle in Südostbayern, in der Sächsischen Schweiz und in Österreich weitere Überschwemmungen und Erdrutsche. Sie hatten zwar nicht die Ausmaße wie im Westen - allerdings ist in Bayern keine Entspannung in Sicht.

Update vom 18. Juli, 9.43 Uhr: Unwetter hatten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine Schneise der Verwüstung hinterlassen - mehr als 150 Menschen starben durch die Fluten. Nachdem sich das verheerende Wasser aus vielen Flutgebieten allmählich zurückgezogen hat, wird in den Trümmern weiterhin nach Todesopfern und Verletzten gesucht.

Hochwasser nun auch in Bayern und Sachsen - Laschet erntet massive Kritik

Bei neuen Unwettern im Süden und Osten Deutschlands hat am späten Samstagabend der Landkreis Berchtesgadener Land in Oberbayern den Katastrophenfall ausgerufen. Auch in der Sächsischen Schweiz gingen gewaltige Regenmassen nieder.

Blick auf die Berchtesgadener Ache. Der Landkreis hat wegen Hochwassers den Katastrophenfall ausgerufen.

Ein Besuch im nordrhein-westfälischen Hochwassergebiet hat für Unionskanzlerkandidat Laschet ein Nachspiel: Wegen seines Verhaltens während eines Auftritts des Bundespräsidenten muss er ordentlich Kritik einstecken. Der CDU-Politiker äußert sein Bedauern.

Auf Fernsehbildern und Aufnahmen von Fotografen steht Armin Laschet während einer Rede des Bundespräsidenten in Erftstadt im Hintergrund. In einer Sequenz scherzen der CDU-Politiker und seine Begleiter. Zu sehen ist, wie er sich lachend zu seinen Gesprächspartnern dreht.

Die Bilder hatten deutliche Kritik ausgelöst. „Wie Armin Laschet im Hintergrund rumalbert, während der Bundespräsident zu den Opfern spricht, ist ohne Anstand und empörend“, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil der Bild am Sonntag. „In Krisenzeiten zeigt sich der Charakter, heißt es. Wer ohne Gespür in solch schwierigen Situationen herumfeixt, der disqualifiziert sich selbst.“

Für seinen Lacher im NRW-Hochwassergebiet erntet Unionskanzlerkandidat Armin Laschet massive Kritik.

Laschet hat sich für den Eindruck entschuldigt, den sein Lachen während einer Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Hochwassergebiet erweckt hatte. „Dies war unpassend und es tut mir leid“, schrieb der nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Samstagabend auf Twitter. „Uns liegt das Schicksal der Betroffenen am Herzen, von dem wir in vielen Gesprächen gehört haben.“

+++ 19.57 Uhr: Nach dem langsamen Rückzug der Wassermassen wird in den Überschwemmungsgebieten nach und nach das Ausmaß der Schäden sichtbar. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach am Samstag bei einem Besuch in dem von den Fluten besonders stark heimgesuchten Erftstadt von Schäden, „die unsere Vorstellungskraft übersteigen“. Es gebe „Gemeinden, die von Verwüstung, von Zerstörung gezeichnet sind“.

Der Bundespräsident hatte sich zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über die Lage in Erftstadt informiert. Zur Stadt gehört die Ortschaft Blessem, wo es zu gewaltigen Erdrutschen gekommen war. Laschet sprach von einer „Jahrhundertkatastrophe“. Es sei eine „nationale Aufgabe“, der betroffenen Region zu helfen.

Hochwasser in NRW und RLP: Zahl der Toten steigt auf 143

Insgesamt lag die Zahl der bestätigten Todesopfer am Samstagabend bei 143 - 45 davon in Nordrhein-Westfalen, 98 in Rheinland-Pfalz. Es wird befürchtet, dass noch weitere hinzukommen, weil einige Autowracks und vollgelaufene Keller noch nicht kontrolliert werden konnten. Hunderte Menschen wurden laut Polizei verletzt. Während sich das verheerende Hochwasser aus vielen Flutgebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz langsam zurückzieht, wird in den Trümmern weiterhin nach Todesopfern und Verletzten gesucht. Unter den Opfern in Nordrhein-Westfalen sind vier Feuerwehrleute, wie am Samstag bekannt wurde.

Update vom 17. Juli, 9.50 Uhr: Nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands ist die Zahl der Toten auf mehr als 130 gestiegen. Die Polizei bezifferte allein die Zahl der Todesopfer im Großraum Ahrweiler bis Samstagmorgen auf über 90. Es sei zu befürchten, dass noch weitere hinzukämen, teilte die Polizei Koblenz am Samstag mit. Insgesamt liege dem Polizeipräsidium die Meldung über 618 Verletzte vor. Auch diese Zahl könne sich noch weiter erhöhen.

Hochwasser: 130 Tote in NRW und RLP - Merkel und Steinmeier kommen

Mehr als zwei Tage nach dem Unglück werden immer noch Menschen vermisst. In Nordrhein-Westfalen gab es nach Angaben des NRW-Innenministeriums landesweit mindestens 43 Todesopfer und viele Verletzte. Am Freitag hatte Innenminister Roger Lewentz (SPD) noch von 63 Todesopfern in Rheinland-Pfalz gesprochen. Die Zahl der Verletzten lag am Freitag noch bei 362. In der Region gehen unterdessen die Such- und Rettungsarbeiten weiter. Noch immer sind Tausende Rettungskräfte in der Eifel, wo in der Nacht zum Donnerstag die Wassermassen ganze Orte verwüstet hatten.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt am Samstag in den von der Flutkatastrophe besonders hart getroffenen Rhein-Erft-Kreis (Nordrhein-Westfalen), Bundeskanzlerin Angela Merkel plant einen baldigen Besuch in der schwer verwüsteten Region in Rheinland-Pfalz. Bei einer Videokonferenz mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte sie am Freitag kurz- und langfristige Unterstützung durch den Bund für die betroffenen Menschen zugesichert.

+++ 21.10 Uhr: In den Katastrophengebieten ist noch immer kaum Entspannung in Sicht. Mehr als 100.000 Menschen haben keinen Strom und bis zum Freitagabend wurden 106 Todesopfer gezählt.

Besonders dramatisch entwickelte sich die Lage am Freitag in Erftstadt-Blessem südwestlich von Köln: Dort kam es zu gewaltigen Erdrutschen, es bildeten sich Krater im Erdreich. Nach Stand Freitagabend stürzten drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg ein. Es war unklar, wie viele Opfer es gab. Der zuständige Landrat, Frank Rock, sagte im Fernsehsender ntv, 50 Menschen seien mit Booten gerettet worden.

+++ 13.52 Uhr: Bei der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands steigt die Opferzahl weiter. Bis Freitagmittag wurden 103 Tote als Folge der Überschwemmungen gezählt. In Rheinland-Pfalz kamen nach offiziellen Angaben mindestens 60 Menschen ums Leben, in Nordrhein-Westfalen waren es 43.

Es stehe zu befürchten, dass sich die Opferzahlen weiter erhöhen, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag nach einer Sondersitzung des Landeskabinetts. (Lesen Sie auch: Ein Meteorologe aus Arzell erklärt, warum sich Tiefs aktuell verstärkt über Deutschland entladen)

Tief Bernd verursacht Hochwasser-Katastrophe: Katastrophenalarm ausgelöst

Das Verteidigungsministerium löste wegen der Notlage einen militärischen Katastrophenalarm aus. Damit könnten Entscheidungen von den Verantwortlichen an Ort und Stelle schneller getroffen werden, erläuterte ein Ministeriumssprecher. Es seien bereits mehr als 850 Soldaten im Einsatz.

In den Katastrophengebieten gingen die Bergungs- und Aufräumarbeiten weiter. Zugleich deutete sich bei sinkenden Pegelständen in einigen Orten etwas Entspannung an. Über Hilfen für die betroffenen Menschen und Unternehmen berieten unter anderem die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Die Bundesregierung will in der kommenden Woche über Aufbauhilfen für Bürger und Kommunen entscheiden, wie ein Sprecher des Finanzministeriums sagte.

+++ 9.12 Uhr: Auch in den Überschwemmungsgebieten in Nordrhein-Westfalen ist die Lage am Freitag angespannt geblieben. Dramatische Berichte kamen aus Erftstadt: In Erftstadt-Blessem sei eine Reihe von Häusern ganz oder teilweise eingestürzt, teilte die Bezirksregierung Köln am Freitagmorgen mit. Ursache seien massive und schnell fortschreitende Unterspülungen der Häuser.

Aus den Häusern kämen immer wieder Notrufe. Menschen könnten derzeit nur mit Booten vom Wasser aus gerettet werden. Dazu erschwere ein Gasaustritt die Rettungsarbeiten. Mehrere Pflegeheime würden geräumt. Die Feuerwehr hatte am Donnerstagabend im Kreis Heinsberg drei schwer verletzte Menschen aus dem Fluss Wurm retten können, die dort zu ertrinken drohten.

Wetter: 80 Tote nach Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und NRW

Das NRW-Innenministerium sprach am späten Donnerstagabend von mindestens 30 Toten. Der Landrat von Euskirchen, Markus Ramers (SPD), sagte, er rechne mit weiteren Toten, die entdeckt würden, wenn das Wasser abgeflossen sei.

Update vom 16. Juli, 8.41 Uhr: Nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Toten auf 50 gestiegen. „Die Befürchtung ist, dass es noch mehr werden“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Koblenz am Freitagmorgen. Die Bergungsarbeiten liefen weiter.

Wie viele Menschen insbesondere in der Region um Bad Neuenahr-Ahrweiler noch vermisst werden, konnte der Sprecher nicht genau sagen. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte am Donnerstagabend davon gesprochen, dass das Schicksal von 40 bis 60 Menschen weiterhin ungeklärt sei.

Zahl der Hochwasser-Toten im Westen Deutschlands steigt weiter

Der Kreis Ahrweiler hatte sogar von 1300 noch vermissten Menschen im Kreisgebiet gesprochen. Eine Sprecherin erklärte das auch mit einem teilweise lahmgelegten Mobilfunknetz. Daher gebe es keinen Handy-Empfang und viele Menschen seien nicht erreichbar.

Stundenlanger Starkregen hatte zu einem verheerenden Hochwasser geführt. Schwerpunkt der Katastrophe ist der Kreis Ahrweiler. Allein im 700 Einwohner-Dorf Schuld an der Ahr wurden mehrere Häuser von den Wassermassen mitgerissen, zahlreiche weitere Gebäude teils schwer beschädigt. Erhebliche Schäden gab es auch in weiteren Regionen der Eifel sowie im Landkreis Trier-Saarburg.

Die Aufräum- und Bergungsarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz wurden am Freitagmorgen fortgesetzt. Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sind zur Unterstützung in die Hochwasserregionen gekommen. Auch aus Fulda und Hünfeld sind Kräfte vor Ort.

Update vom 15. Juli, 13.26 Uhr: Nach der Unwetterkatastrophe in Teilen Deutschlands mit mindestens 20 Toten entsendet Hessen zahlreiche Helfer und Spezialisten in die Unwetterregionen. Es seien bereits vier Höhenrettungsteams der Berufsfeuerwehr Wiesbaden sowie die Bergwacht Hessen und die Polizeifliegerstaffel mit drei Hubschraubern in Rheinland-Pfalz im Einsatz, um Rettungsmaßnahmen in der Region Eifel zu unterstützen, erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU).

Nach einem Hilfsersuchen des Landes Nordrhein-Westfalen bereiteten sich auch 600 Spezialisten aus Dutzenden hessischen Katastrophenschutzzügen für schnelle Hilfe im Nachbarland vor. Die Einheiten sollen die örtlichen Kräfte bei der Bekämpfung der Folgen von Starkregen und Hochwasser unter anderem mit Hochleistungspumpen und Wasserrückhaltesystemen unterstützen, teilte Beuth mit.

Wetter: Mindestens 20 Tote nach heftigen Unwettern

Ganze Landstriche sind im Westen Deutschlands überflutet, Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten. Im Ort Schuld in der Eifel wurden in der Nacht zum Donnerstag vier Häuser komplett und zwei weitere zur Hälfte weggespült. 50 bis 70 Menschen werden nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums vermisst.

Erstmeldung vom 13. Juli, 11.25 Uhr: Kreis Fulda - Die Warnung der Meteorologen aus Offenbach (Hessen) gilt von Dienstag, 16 Uhr, bis Mittwoch, 2 Uhr morgens, und kündigt für diesen Zeitraum schwere Gewitter für den Kreis Fulda an. Diese zögen sich zunächst linienhaft zusammen und könnten über Nacht teilweise zusammenwachsen, heißt es vonseiten der Experten.

„Dabei treten Starkregen zwischen 30 und 60, vereinzelt auch bis 80 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit auf“, teilt die Vorhersagezentrale mit. Vor allem zu Beginn des Unwetters könne es zu Hagelkörnern mit einer Größe von bis zu 5 Zentimetern und schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern kommen. Lokal könnten Böen eine Geschwindigkeit von 110 Stundenkilometer erreichen.

Wetter in Hessen: Schwere Gewitter können zu Hochwasser führen

Zum Vergleich: Am Dienstagmorgen wurde über das Wetternetz Osthessen für eine Spitzenböe in Künzell (Fulda) eine Geschwindigkeit von 23 Stundenkilometern gemessen. Auf der Wasserkuppe waren es am Vormittag 19 Stundenkilometer. (Stand 10.06 Uhr)

Im Laufe der Nacht werden die Gewitter laut des DWD zwar schwächer, die Warnung solle aber vor allem dazu dienen, eine rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen zu treffen. Denn: Meteorologe Dominik Jung warnte zuletzt sogar mit einem „Jetzt säuft der Westen ab“ vor den Schauern.

Oliver Reuter, Meteorologe aus Arzell, wird auf seiner Website (Osthessen-Wetter.de) noch einmal konkreter, was die Vorhersagen für Osthessen angehen. So beschreibt Reuter, dass am Dienstag eine Kombination aus Tiefdruck und schwülwarmer Luftmasse für die Wetterkapriolen sorgen wird. Während erste Schauer Osthessen zwar schon am Vormittag streifen könnten, bestätigen Reuter und sein Team die Prognose des DWD für den Nachmittag. Für das letzte große Unwetter im Kreis Fulda lieferte Reuter ebenfalls eine Erklärung.

Unwetter rollt über Hessen: Was ist mit dem Vogelsberg und dem Main-Kinzig-Kreis?

„In unserer Region beginnt es zu brodeln. Ob es dann Klausmarbach oder Neuswarts oder eben Fulda trifft, kann man jetzt noch nicht sagen, außer dass wir mitten in der Gefahrenzone liegen“, heißt es auf der Website.

Der an den Kreis Fulda angrenzende Vogelsbergkreis ist von der Warnung des DWD übrigens auch betroffen. Auch hier kann es am Nachmittag zu schweren Gewittern kommen, die bis in die Morgenstunden des Mittwoch anhalten können. Hingegen hat der Main-Kinzig-Kreis nur wenig bis gar nichts zu befürchten. Zusammen mit Teilen Frankfurts und Gießen zählt der Kreis zu einem breiten Streifen auf der Hessen-Karte des Deutschen Wetterdienstes, bei dem es nach aktuellem Stand ruhig bleiben wird.

Video: Unwetter: Sintflut im Westen bringt schweres Hochwasser

Wegen der angekündigten Regenschauer befürchtet das Hessische Umweltamt in den nächsten Tagen mit einem Anstieg der Pegelstände in den Flüssen. „Am östlichen Rand von Hessen ist aufgrund von starken Niederschlägen noch am Dienstag mit erhöhten Wasserständen zu rechnen“, teilte die Behörde am Dienstagmorgen in Wiesbaden mit. Vor allem im Werra- und Ulstergebiet rechne man mit Überschreitungen der Meldestufen.

Am Rhein sei aufgrund von angekündigten Regenfällen zunächst mit einem leichten Anstieg am Mittwoch, am Donnerstag dann mit einem kräftigen Plus zu rechnen. Derzeit liegt der Wasserstand am Pegel Mainz bei Meldestufe Eins. Bei dieser Stufe kann es stellenweise passieren, dass Wasser übers Ufer tritt und Flächen überschwemmt. (dpa, akh, lio)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema