Eine Leitstellenmeldung führte die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hofbieber-Mitte am Donnerstagmorgen auf ihr eigenes Gelände.
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Eine Leitstellenmeldung führte die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hofbieber-Mitte am Donnerstagmorgen auf ihr eigenes Gelände.

35 Einsatzkräfte

Leitstellenmeldung schockt Feuerwehr Hofbieber: Einsatz auf dem eigenen Gelände

Eine Meldung der Leitstelle Fulda hat am Donnerstagmorgen die Feuerwehr Hofbieber-Mitte geschockt. Der Einsatz führte die Brandschützer auf ihr eigenes Gelände.

Hofbieber - Wie muss sich die Feuerwehr fühlen, wenn die Adresse in einer Leitstellenmeldung die des eigenen Feuerwehrhauses ist? Die Feuerwehr Hofbieber-Mitte hat diese Erfahrung nun gemacht: Am Donnerstagmorgen war ein Brand in der Straße „An St. Florian“ in Hofbieber gemeldet worden - die Straße, in der sich das Haus der Feuerwehr Hofbieber-Mitte befindet.

„Man hat ein ungutes Gefühl“, beschreibt der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Matthias Kümmel seine ersten Gedanken, als er die Meldung sah. „Man fragt sich sofort, ob man die Feuerwehr-Fahrzeuge noch aus der Halle bekommt und ob man überhaupt noch etwas machen kann“, erzählt Kümmel.

Schock für Feuerwehr Hofbieber: Meldung der Leitstelle Fulda führt zu eigenem Gelände

Als die Feuerwehrleute den Einsatzort erreichten, konnten sie zunächst aufatmen. Es stellte sich heraus, dass nicht das eigene Feuerwehrhaus gelöscht werden musste, sondern die Werkstatt des benachbarten Bauhofs. Die Feuerwehr Hofbieber-Mitte und der Bauhof teilen sich das Gelände.

Die Hallen der Feuerwehr (rechte Seite) sind brandschutztechnisch von der Werkstatt des Bauhofs (linke Seite) abgetrennt.

Mathias Kümmel berichtet, dass ein Mitarbeiter des Bauhofs den Brand in der Werkstatt zu seinem Dienstbeginn gegen 6.20 Uhr entdeckt und die Feuerwehr alarmiert hatte. Nach den Angaben des Gemeindebrandinspektors handelte es sich um einen Schwelbrand.

Alarm auf dem eigenen Gelände: Feuerwehr Hofbieber-Mitte mit 35 Mann im Einsatz

In der Werkstatt waren laut Feuerwehr unter anderem Lacke gelagert, die gelöscht und aus der stark verrauchten Halle geholt werden mussten. Außerdem ist dort ein Unimog des Bauhofs untergebracht, der durch die enorme Hitze in Mitleidenschaft gezogen wurde. „Die Nummernschildhalterung und die Sonnenblende waren bereits weggeschmort“, berichtet Matthias Kümmel.

Die Hallen der Feuerwehr sind brandschutztechnisch von den Hallen des Bauhofs abgetrennt. Sie blieben von dem Feuer verschont. Die Einsatzkräfte sowie die Mitarbeiter des Bauhofs, die die Feuerwehr beim Öffnen der Decke mit einem Radlader unterstützten, blieben unverletzt.

Nach dem Ablöschen und Ablüften musste die Feuerwehr, die mit rund 35 Einsatzkräften der Feuerwehr Hofbieber-Mitte vor Ort war, die Decke der Halle nach Glutnestern absuchen. Wie es zu dem Schwelbrand kommen konnte, ist bislang unklar. (lio)

Am Montag gab es gleich zwei Brände in Osthessen: Flammen zerstörten die Raiffeisen-Lagerhalle in Hünfeld, und ein Sägewerk in Lauterbach hat gebrannt.

Eine Woche zuvor hielt ein Großbrand in Kohlhaus die Region in Atem. Fast zeitgleich brannte es in Petersberg-Steinau. Die Feuerwehren im Kreis Fulda wurden deswegen vor eine logistische Herausforderung gestellt.

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