Carsten Schütz aus Dipperz.
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Carsten Schütz aus Dipperz hat sein Wissen schon bei vielen Quiz-Shows unter Beweis gestellt.

„Die Jackpot-Jäger“

Carsten Schütz aus Dipperz glänzt in hr-Quizsendung mit fundiertem Wissen

  • Harry Wagner
    vonHarry Wagner
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Eigentlich ist Dr. Carsten Schütz schon ein alter Quiz-Hase. Doch erst seit Beginn dieses Jahres tritt der Direktor des Fuldaer Sozialgerichts als Protagonist einer allwöchentlichen Show auf – als „Jackpot-Meister“ in der Sendung „Die Jackpot-Jäger“.

  • Carsten Schütz aus Dipperz ist häufig Gast in Quiz-Sendungen.
  • Aktuell tritt er als „Jackpot-Meister“ in der hr-SendungDie Jackpot-Jäger“ auf.
  • Er spricht über sein Casting und seine Erfahrungen.

Fulda - Über 19 Folgen, ausgestrahlt jeweils sonntags ab 21.45 Uhr im dritten hr-Fernsehprogramm, hatte der gebürtige Fuldaer Carsten Schütz eine einfache Aufgabe zu lösen: zu verhindern, dass ein Team von drei Kandidaten die angehäufte Jackpot-Summe als Gewinn mit nach Hause nehmen darf. 14 Mal gelang ihm das, fünf Mal hatten seine Gegner mehr Punkte auf dem Konto.

Wer mit dem 48-Jährigen Familienvater spricht, begreift sehr schnell: Da ist einer Quizzer mit viel Herzblut und Leidenschaft. Vor seinem längerfristigen Engagement war Schütz schon in anderen hr-Formaten zu sehen, als Kandidat beim „Hessenquiz“, bei „Wer weiß es?“ und schließlich auch im ZDF beim von Johannes B. Kerner moderierten „Quiz Champion“.

„Die Jackpot-Jäger“: Wie wurde Carsten Schütz gecastet?

Die Fernsehtauglichkeit des promovierten Juristen ist also unbestritten – und darauf wird selbstverständlich bei der Rekrutierung für derlei Sendungen auch geachtet. Wie kommt man überhaupt in die Auswahl? Natürlich sei er, erzählt Schütz, durch sein Mitwirken in anderen Formaten schon auf dem Zettel der Castingfirma.

Für gewöhnlich läuft es so ab: „Jemand ruft Sie an und stellt 30 Fragen. Dann fährt man gegebenenfalls irgendwohin und muss vor laufender Kamera fünf Minuten frei reden. Und dann noch mal fünf Minuten Fragen beantworten.“ So reduziert sich der Kreis der Anwärter sukzessive. Für die „Jackpot-Jäger“ blieben zunächst drei „Jackpot-Meister“ übrig, am Ende war es nur noch Schütz.

Ob er dort allerdings auch künftig mit Fach- und Allgemeinwissen glänzen kann, ist fraglich. Die Staffel ist soeben abgelaufen, neue Folgen wurden bis dato noch nicht aufgezeichnet. Die Zukunft der Sendung sei noch offen, weiß Carsten Schütz und spricht von finanziellen Gründen. Immerhin sei auch bei einer Studioproduktion dieser Art stets 60 bis 70 Personen involviert.

Geld ist nicht der Anreiz für die „Jackpot-Meister“

Er würde sehr gerne weitermachen: „Man trifft extrem nette Menschen und hat sehr interessante Begegnungen.“ Das Geld kann der Anreiz nicht sein, denn mit dem Jackpot hat der „Meister“ nichts zu tun. Schütz erhält pro Aufzeichnung 200 Euro – und dafür muss er ordentlich „ackern“. Die gesamte Staffel wurde binnen acht Tagen abgedreht – drei Folgen pro Tag.

Einmal hat Carsten Schütz, in seiner Freizeit auch begeisterter Karnevalist und Tischtennis-Spieler, beim Fragen-Pingpong mit den Kandidaten den Jackpot in Höhe von 16.000 Euro dem Team überlassen müssen – der bisher höchste Gewinn, den er nicht verhindern konnte. „Manche Kandidaten sind schon extrem ehrgeizig und man merkt ihnen dann auch an, dass sie sauer sind, nicht gewonnen zu haben.“

Carsten Schütz‘ Schwächen: Technik und zeitgenössische Musik

Mit Fragen zu technischen Dingen und zu zeitgenössischer Musik erwischt man den „Meister“ hin und wieder auf dem falschen Fuß, seine Stärken sieht er in Politik, Tagesgeschehen und Geschichte. Auf die Quizrunden bereitet er sich mit dem intensiven Studium von Zeitung und Internet vor, die Hessenquiz-Bücher helfen ebenso, landestypisches Wissen zu vermitteln. Und außerdem ist das vielzitierte Bauchgefühl eine nicht zu unterschätzende Komponente bei der korrekten Beantwortung einer Frage.

Günther Jauchs RTL-Klassiker „Wer wird Millionär?“ hat die Quizformate in Deutschlands Fernsehlandschaft salonfähig gemacht, man spricht über die handelnden Figuren. Warum sind die Ratespiele hier zu Lande so populär? „Es könnten die teilweise riesigen Gewinnsummen sein, die beim Zuschauen den gewissen Kick geben“, vermutet Carsten Schütz, der alte Quiz-Hase.

Doch Wissen hin, Wissen her, und mag auch die Vorbereitung noch so gut gewesen sein – eines lässt sich nicht steuern: das Lampenfieber vor den TV-Kameras. „Man kann bei den Proben entspannt gewesen sein, aber sobald zur Aufzeichnung das Licht angeht und das Publikum ist im Studio, kommt die Nervosität.“

Die nächste Sendung der Reihe „Die Jackpot-Jäger“ wird heute Abend zu später Stunde (0.30 Uhr) im hr-Fernsehen ausgestrahlt.

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