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IKEK-Programm: Hilders hat Prioritätenliste aufgestellt

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hilders - Ein Thema wird im kommenden Jahr eine große Rolle in der Hilderser Gemeindepolitik spielen: Es ist die Umsetzung der IKEK-Projekte.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Die Marktgemeinde ist eine der wenigen Kommunen im Landkreis, die in das Förderprogramm des Landes Hessen aufgenommen wurden. Vor eineinhalb Jahren kam Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) persönlich nach Hilders, um den Anerkennungsbescheid zu überreichen. Ziel von IKEK, dem integriertem kommunalen Entwicklungskonzept ist es, die Dörfer im ländlichen Raum als attraktiven Lebensraum zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Mittlerweile ist mehr als ein Jahr lang ausführlich über mögliche Projekte beraten worden. Und im neuen Jahr soll es jetzt endlich an die Umsetzung gehen. Darauf ging auch Bürgermeister Hubert Blum (SPD) in seiner Haushaltsrede ein, als er den Etatplan vorstellte. „Die Konzeptphase im Rahmen von IKEK wird Ende des Jahres 2019 beendet sein. Ein bereits stattgefundener Zwischentermin bei der WI-Bank verlief erfolgreich“, erklärte der Bürgermeister.

Erste Förderanträge im Frühjahr 2020

Anfang des Jahres 2020 soll dann die Gemeindevertretung über die kommunalen Projekte, die umgesetzt werden sollen, entscheiden. Im Frühjahr – im April oder Mai – könnte dann nach der Zustimmung der WI-Bank die ersten Förderanträge gestellt werden.

Mit den Ortsvorstehern beziehungsweise den Mitgliedern des Ortsbeirates und der Arbeitsgruppen wurden im Laufe des Jahres die Ortsteile besichtigt und dabei Projekte vorgestellt, die für eine Förderung infrage kommen.

Viele Maßnahmen kommen infrage

Es hätten mittlerweile viele Treffen stattgefunden und es sei viel diskutiert worden. Die möglichen Projekte sind aufgenommen und in Arbeitsgruppen besprochen und gewichtet worden, berichtet der Bürgermeister. Danach soll eine Prioritätenliste aufgestellt werden. Doch welche Projekte gefördert werden, stehe noch nicht fest. Das müsse die Gemeindevertretung entscheiden.

Infrage kommen dabei viele Maßnahmen: Blum nannte die Sanierung der Bürgerhäuser in Batten, Eckweisbach und Brand. Ein Thema könnte die Sanierung der Ulsterwelle sein. Nachdem das Hilderser Allwetterbad beim SWIM-Programm nicht berücksichtigt wurde, könnte mit IKEK-Mitteln die Fassade saniert und das Dach erneuert werden.

IKEK-Projekt interessant für Gemeinde

Im Gespräch sind auch kleinere Maßnahmen wie ein Mehrgenerationenplatz in Simmershausen und eine Freilichtbühne am Buchwäldchen für Konzerte oder Theateraufführungen.

Einige Maßnahmen sind bereits im Haushaltsplan 2020 aufgeführt – zumindest mit einem Ansatz der Planungskosten. Anträge können aber noch bis zum Jahr 2024 gestellt werden. Die Projekte werden mit bis zu 70 Prozent Landeszuschuss gefördert, und die Obergrenze der Gesamtförderrahmen, die bis vor einem Jahr noch bei 600.000 Euro gelegen hat, sei weggefallen, berichtet der Bürgermeister. Insofern sei das IKEK-Programm sehr interessant für die Gemeinde.

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