Insbesondere Rehe gehen über die Grünbrücke über der A7

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Michelsrombach - Das Forstamt Fulda und Hessen-Mobil sind durchweg zufrieden, wenn es um die Grünbrücke über der A 7 geht. Vor dreieinhalb Jahren wurde die Querungshilfe zwischen den Autobahnanschlussstellen Fulda-Nord und Hünfeld/Schlitz fertiggestellt. Der erhoffte Wechsel von Tieren links und rechts der Autobahn findet problemlos statt.

„Die Grünbrücke zeigt eine erfreulich schnelle und gute Wirkung – mit steigender Tendenz", erklärt Daniela Czirjak, Pressesprecherin von Hessen-Mobil. Der gleichen Ansicht ist Fuldas Forstamtsleiter David Nöllenheidt: „Durchaus positiv und auch überraschend" – das ist seine Zwischenbilanz. Die Tiere hätten die Querungshilfe gut angenommen. Das zeigen die Bilder der Kameras, die dort installiert wurden, und auch Spuren, die sich im Sandbett der Brücke lesen lassen. „Besonders überrascht hat mich, dass zum Beispiel das Rotwild als sehr sensible und vorsichtige Tierart die Brücke bereits nach wenigen Tagen und Wochen angenommen hat", erklärt Nöllenheidt.

Auch Schwarz- und Rehwild nutzen die Grünbrücke regelmäßig. „Vor allem im Sommer, in den Wochen vor der Brunftzeit, sind die Tiere vermehrt unterwegs", weiß der Forstamtsleiter. Darüber hinaus finden sich Spuren von Rotfuchs, Feldhase, Dachs und Iltis. Die Auswertungen mit genauen Zahlen pro Jahr laufen noch, erklärt Czirjak. Bisher am häufigsten nutzen Reh- und Schwarzwild die Brücke, gefolgt vom Fuchs.

Mit dem Bau der A 7 in den 1960er Jahren wurden der 5000 Hektar große Michelsrombacher Wald und die angrenzenden Naturräume zerschnitten. Mit dem Bau der Brücke sollte der Lebensraum der Tiere wieder vereint werden. „Natürlich ist die Barriere durch die A 7 nicht komplett aufgehoben, aber abgepuffert. Ein genetischer Austausch ist nun generell möglich", betont Nöllenheidt.

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