Fotos: Marcel Blumöhr

Interkulturelle Woche mit Friedensgebet eröffnet – Bühnenprogramm des Familientags bereichert

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Mit einem interreligiösen Friedensgebet hat der Runde Tisch der Religionen Fulda am Samstagmorgen die Interkulturelle Woche eröffnet. Beim Auftakt des Hessischen Familientags sprachen Vertreter des Christentums, des Islams, des Judentums und der Bahai´-Gemeinde ein gemeinsamen Segen. Zahlreiche Akteure der Interkulturellen Wochen beteiligten sich mit Informations- und Essensständen an dem Familienfest. Außerdem bereicherten Gruppen verschiedener Nationalitäten das Bühnenprogramm.

Mathilda Haller war die jüngste Vertreterin des Runden Tischs der Religionen Fulda. Die Christin betonte in ihrem Gebet, dass Gott alle Menschen liebt. „Vor Allah sind alle Menschen gleich. Ein Araber ist nicht mehr oder weniger wert als ein Nicht-Araber“, bekräftigt Danniya Farooqi als Vertreterin des Islams.

Wolfgang Hengstler, der Vertreter des Judentums, sprach den Segen, den jüdische Eltern normalerweise ihren Kindern geben. Zum Abschluss sprach Ulrich Jell, Vertreter der Bahai´-Gemeinde, ein Gebet für alle Anwesenden auf dem Universitätsplatz.

Viele Gruppen in traditionellen Gewändern

Mit diesem interreligiöses Friedensgebet haben die Vertreter des Runden Tisches die Interkulturelle Woche eröffnet. Bis zum 29. September laden 60 Akteure zu mehr als 40 Veranstaltungen unter dem Motto „zusammen leben, zusammen wachsen“ ein.

Anlässlich des Hessischen Familienfestes begann die Interkulturelle Woche gleich mit einem großen Programm. Dutzende Stände in der Fuldaer Innenstadt informierten über Traditionen, Religionen und Kulinarik aus verschiedensten Kulturen. Viele Teilnehmer kleideten sich in traditionellen Gewändern und wurden insbesondere von neugierigen Kindern angesprochen.

Auch auf den vier Bühnen des Familientags gab es viele interkulturelle Auftritte, etwa indonesischem Tanz, US- Cheerleading und kurdischer Musik.

Programm für die nächsten 14 Tage

Nach diesem großen Auftakt finden in den nächsten 14 Tagen über das gesamte Stadtgebiet verteilt kulturelle, informative und gesellige Veranstaltungen statt. Einige Beispiele: eine eritreische Kaffeezeremonie, ein Speaker-Slam, ein integratives Cricket-Spiel, ein afghanischer Kochabend und ein Workshop zum Thema Diskriminierung.

Andere Veranstaltungen sind bereits fester Bestandteil der Interkulturellen Woche, so der interreligiöse Stadtspaziergang, das Integrations- und Freizeit-Fußballturnier, ein Asylrecht-light-Workshop oder der Tag der offenen Moschee.

Veranstaltungen meist kostenlos

Die Veranstaltungen stehen prinzipiell allen Interessierten offen und können in der Regel kostenlos und ohne vorherige Anmeldung besucht werden. /mbl

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