Katharina Rossbach, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt (links) und das Fuldaer Hessentagspaar, Vera Vogt und Max Dudyka.
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Katharina Rossbach, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt (links) und das Fuldaer Hessentagspaar, Vera Vogt und Max Dudyka.

„Frei Leben ohne Gewalt“

Flagge zeigen gegen Gewalt an Frauen - Fuldaer Hessentagspaar unterstützt Aktion des Frauenbüros 

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen hat die Stadt Fulda wieder Flagge gezeigt: Organisiert vom Frauenbüro der Stadt Fulda, wurden vor der Stadtwache am Stadtschloss Fahnen mit dem Motto „Frei Leben ohne Gewalt“ gehisst. Zudem gab es eine Plakataktion und einen Online-Vortrag zu diesem Thema. 

Fulda - Bundesweit beteiligen sich viele Frauenbüros, Initiativen, Organisationen und Frauengruppen am Aktionstag, um ein sichtbares Zeichen gegen die tägliche Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Fulda.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Fulda, Katharina Rossbach, betonte die Bedeutung des Themas: „Laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums haben 40 Prozent der Frauen in Deutschland seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Das macht mehr als deutlich, wie nötig bessere Prävention, Intervention und Unterstützung sind.“

Fuldaer Hessentagspaar unterstützt Aktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Ihr Dank galt allen Engagierten in Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen und auch bei der Polizei, die im Kampf gegen Gewalt eine zentrale Rolle spielten. Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) unterstrich anlässlich des Gedenktags das Gewicht des Themas, teilt die Stadt in der Pressenotiz weiter mit. Ebenfalls Flagge zeigten Mitwirkende des Runden Tisches gegen häusliche und sexualisierte Gewalt sowie die Unterstützerinnen von Soroptimist Fulda.

Auch das Fuldaer Hessentagspaar 2021, Vera Vogt und Max Dudyka, unterstützen die Aktion vor Ort. Vera Vogt erläuterte: „Aus meiner Arbeit als Polizeibeamtin ist mir das Thema Gewalt an Frauen leider nicht fremd. Es ist mir ein Anliegen, das Problem an die Öffentlichkeit zu bringen.“ Und ihr Partner Max Dudyka ergänzte: „Als Mann darf ich nicht die Augen verschließen vor der Tatsache, dass es Männer gibt, die Gewalt gegen ihre Partnerinnen und Kinder ausüben. Der Hessentag ist ein friedliches Fest, und deshalb stehen wir hinter der Botschaft dieses Tages: Gewalt ist keine Lösung für Probleme.“

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Flaggen und Plakate in Fulda aufgehängt

In diesem Jahr hisste das Frauenbüro in Fulda zum Gedenktag nicht nur Flaggen, sondern beteiligte sich auch an der Plakataktion „Stärker als Gewalt?“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Dabei haben sie im gesamten Stadtgebiet – etwa in Apotheken und in Bürgerhäusern – Plakate verteilt, um auf das Thema aufmerksam zu machen.

In Kooperation mit dem Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit bot das Fuldaer Frauenbüro auch einen Online-Vortrag „Emotionale Gewalt – Die oft unsichtbare Ohrfeige“ an. Der Vortrag von Britta Ellger-Lehr zeigte auf, wie emotionale Gewalt im Privaten, in der Berufswelt und in der Gesellschaft nach wie vor sowohl bagatellisiert als auch unterschätzt wird. (mal)

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