Wagners „Gläserne Fabrik“ in der Frankfurter Straße ist vielen Fuldaern bekannt. / Foto: cre art

70 Jahre Wagner Fahrzeugteile in Fulda

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Fulda - Das Familienunternehmen Wagner Fahrzeugteile feiert am Samstag sein großes Jubiläum. Seit 70 Jahren werden Teile aus der Frankfurter Straße in Fulda verbaut. Dr. Stephan Wagner führt die Firma Wagner bereits in vierter Generation.

Dr. Stephan Wagner führt das Unternehmen in vierter Generation. / Foto: privat

Dank immer neuer Anbauten und Neubauten, hoher Investitionen in den Maschinenpark und einer intensiven Ausbildung von Nachwuchs-Fachkräften verzeichnete Wagner in den Folgejahren ein kontinuierliches Wachstum. 1998 ließ sich die Fabrik als erster mittelständischer Betrieb in der Wirtschaftsregion Fulda nach der internationalen Qualitätsnorm zertifizieren. Die in den USA entwickelte QS-9000 ist Weltstandard für die Zuliefererindustrie und Voraussetzung für die Übernahme von Produktions- und Entwicklungsaufträgen. Denn längst gingen Produkte „Made in Fulda“ nicht nur in viele Länder Europas, sondern auch nach China und Korea.

2004 konnte Wagner das Gebäude des Autohauses Enders direkt an der Straße zukaufen. Seither produziert das Unternehmen auch in einer „gläsernen Fabrik“. Ein weiterer Beleg für die anhaltend dynamische Expansion war die Einweihung einer zusätzlichen Produktionshalle mit 3.500 m2 Nutzfläche im Dezember 2014, der neuen „Halle Nord“. Hier werden Komponenten für die Kolbenkühlung produziert.

Osthessischer Job-Motor

Heute macht das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 70 Millionen Euro. Wagner hat bereits über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, teils schon in zweiter und sogar dritter Generation. Nahezu jeden Monat werden neue Stellen geschaffen. Dieser positive Beitrag zum osthessischen Arbeitsmarkt wurde kürzlich vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung mit der Nominierung des Fuldaer Unternehmens für die Auszeichnung „Hessen-Champion“ (Kategorie „Job-Motor“) gewürdigt.

Die Nachfrage nach den Fahrzeugteilen aus Fulda hält an. Schließlich gehören alle großen PKW- und LKW-Hersteller zum Kundenstamm. So haben Unternehmer Dr. Stephan Wagner und seine Familie allen Grund, mit Optimismus in die Zukunft zu blicken: „Mit unserem modernen Maschinenpark sind wir relativ breit aufgestellt. Für unsere Drehautomaten und unsere Pressen werden wir auch in Zukunft immer ausreichend Arbeit finden. Im Übrigen sind wir auch schon im Bereich Elektro-Auto tätig. Wir verhandeln gerade über ein Elektro-Getriebeteil für BMW und sind über Bosch am Thema der elektrischen Lenkung. Die aktuelle Entwicklung geht also keineswegs an uns vorbei.“

Dass sich das nun seit 70 Jahren in Fulda ansässige Unternehmer gute Zukunftschancen ausrechnet, zeigt auch ein aktuell anstehendes Bauvorhaben: 2019 soll auf einem ehemaligen Gelände der Filzfabrik eine weitere Produktionshalle („NORD 2“) mit 4000 Quadratmetern errichtet werden.

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