Foto: dpa

Jan-Philip Glania will fit bleiben für Olympia – aber wo und wie?

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Fulda - Am Montag war Feierabend: „Ich komme gerade von meinem letzten Training in Frankfurt. Die Schwimmhalle ist jetzt dichtgemacht worden“, sagt Jan-Philip Glania am Telefon. Die Olympia-Vorbereitung des Rückenschwimmers aus Petersberg ist zu einer Gleichung mit mehreren Unbekannten geworden.

Wann er wo versuchen kann, die Norm für Olympia zu schwimmen, ob der DSV die Kriterien für die Athleten modifiziert, ob die Spiele in Tokio überhaupt wie geplant stattfinden werden – alles offen. Der Deutsche Schwimmverband hat nach der Absage der DM, End- und Höhepunkt der Quali-Frist, eine Task-Force gegründet, um mit dem Weltverband und dem DOSB diese Fragen zu erörtern.

Schwacher Trost

„Man trainiert ins Blaue hinein. Eigentlich wollten wir mit der Intensität runtergehen, jetzt gehen wir wieder hoch.“ Sofern Training überhaupt möglich ist. Derzeit wisse er nicht, wie er sich in Form halten solle; selbst die Möglichkeit, ins Fitnessstudio zu gehen, falle ja weg.

Dass es den internationalen Konkurrenten kaum anders geht, ist ein schwacher Trost. „Die Schwimmer aus Italien kommen im Moment nicht mal aus dem Haus“, erinnert Glania an die Situation auf dem Apennin. Wettkämpfe sind nahezu komplett ausgesetzt.

Optimismus war groß

„Die russischen Meisterschaften sollen stattfinden, habe ich gehört“, sagt er mit einem Schmunzeln in der Stimme, obwohl ihm zum Scherzen eigentlich nicht zumute ist: „Natürlich bin ich froh, dass Maßnahmen gegen Corona ergriffen werden, die Gesundheit muss obenan stehen. Aber als Athlet muss man die Situation erst mal verarbeiten.“

Glania bekräftigt, dass sein Formaufbau bis dato gestimmt habe. Der Optimismus im Hinblick auf Tokio war groß. Doch nun droht ein dornenreicher Weg zum angestrebten Olympia-Triple.

  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren