Fotos: Alina Hoßfeld

Jugend debattiert: Mit starken Argumenten überzeugt

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - 16 Schüler der Schulverbände Fulda und Fulda-Petersberg haben im Marmorsaal des Stadtschlosses über Streitfragen debattiert. Acht von ihnen haben sich mit präzisen Argumenten und Überzeugungskraft durchgesetzt. Sie werden ihren Schulverband im Nordhessenfinale vertreten.

Von unserem Redaktionsmitglied Alina Hoßfeld

Sollen Windräder näher an Wohnsiedlungen errichtet werden dürfen? Soll die Schule Schülerinnen und Schüler besonders belohnen, die sich in ihrer Freizeit gesellschaftlich engagieren?

Die Schüler der Sekundarstufe I hatten 25 Minuten Zeit, die Jury und das Publikum von ihrem Standpunkt zu diesen Themen zu überzeugen. Danach wurden sie von einer Jury nach Überzeugungskraft, Sachkenntnis und Gesprächsfähigkeit beurteilt. „Das sind politisch und technisch sehr anspruchsvolle Themen gewesen. Es waren lebendige Debatten“, urteilte die Jury nach der Runde der Sekundarstufe I.

Besonders erfolgreich waren die beiden Erstplatzierten Alexandra Rübberdt von der Winfriedschule und Johannes Odenthal von der Freiherr-vom-Stein-Schule. Beide überzeugten mit ihrer Ausdrucksfähigkeit und gingen gut auf die Vorredner ein. Auch die Zweitplatzierten Lena Herget von der Marienschule und Marcel Massini von der Konrad-Adenauer-Schule lieferten eine beachtliche Leistung. Ihre Argumente waren besonders überzeugend.

Handynutzung und Nationalität von Tatverdächtigen

Die Schüler der Sekundarstufe II diskutierten darüber, ob Jugendliche sich selbst verpflichten sollen, ihre Handynutzung zu begrenzen und ob die Polizei die Nationalität von Tatverdächtigen nennen soll. „Es waren schöne Debatten. Vor allem war spannend, wie die Schüler ihre Generation im Bereich der Handynutzung einschätzen“, urteilte die Jury.

Kevin Keller von der Winfriedschule und Mea-Sophie Klauschke von der Freiherr-vom-Stein-Schule wurden mit dem ersten Platz belohnt. Beide zeigten Sachkenntnis und präzise Formulierungen. Aqib Rana von der Winfriedschule und Carl Kraus von der Richard-Müller-Schule landeten auf dem zweiten Platz. Sie überzeugten mit recherchierten Fakten und Beispielen aus dem Alltag.

Die Themen hatten die Schüler bereits eine Woche vor der Debatte erhalten, um sich sowohl Pro- als auch Contra-Argumente zu überlegen, denn die Positionen wurden kurz vor der Diskussion ausgelost. Eine Herausforderung – denn so konnte es vorkommen, dass die Teilnehmer gegen ihre persönliche Meinung argumentieren mussten.

Nordhessenfinale im April

Debattiert wurde in insgesamt vier Gruppen, wobei aus jeder Gruppe die Erst- und Zweitplatzierten gekürt wurden. Sie haben sich für das Nordhessenfinale des Wettberwerbs Jugend debattiert am Donnerstag, 2. April, in der Richard-Müller-Schule qualifiziert. Als Preis nehmen die Erst- und Zweitplatzierten an einem Seminarwochenende Mitte März teil. Nach dem Nordhessenfinale folgen der Landesentscheid in Frankfurt und der Bundesentscheid in Berlin.

Organisiert wurde das Regionalfinale von Carmen Batzdorf und Andreas Grenzer (Regionalkoordinatoren).

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