Die Bushaltestellen – wie diese am Fuldaer Schloss – bleiben wohl auch am Freitag menschenleer. / Foto: Alina Hoßfeld

Kein Ende in Sicht: Busfahrer-Streik geht Freitag weiter

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Region - Pendler in und rund um Fulda müssen auch am Freitag wieder auf den Bus verzichten: Die Fahrer privater Busunternehmen streiken weiter, wie die Gewerkschaft Verdi am Donnerstagabend mitteilt.

„Der Streik wird in gleichem Umfang fortgeführt“, teilt Verdi mit. Das heißt: Auch am Freitag müssen sich Pendler anders organisieren und Schüler von ihren Eltern gebracht werden.

Vermehrte Staus

Dies sorgt seit Streikbeginn am Dienstag täglich für Verkehrschaos an vielen Schulen im Landkreis Fulda. Außerdem hat der Verkehr zugelegt, so dass es zu den Stoßzeiten morgens und nachmittags vermehrt zu Staus kommt.

Unterdessen zeigt sich der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) unnachgiebig. Der Tarifkonflikt hat sich seit einer Woche festgefahren.

Die Busfahrer streiken bereits seit Dienstag in mehreren hessischen Städten für kräftige Lohnsteigerungen sowie mehr bezahlte Pausen und Urlaub.

Lohnerhöhung von 13,50 auf 16,60 Euro gefordert

Verdi fordert für rund 4400 private Busfahrer unter anderem die Erhöhung des Grundgehalts von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro die Stunde. Der LHO hatte sein Angebot nachgebessert, was Verdi aber nicht genügte.

Wie Verdi mitteilt, hatte der LHO eine Erhöhung in vier Schritten auf 15,60 Euro in vier Jahren als nachgebessertes Angebot vorgelegt. „Über Arbeitsbedingungen wollte der Arbeitgeberverband gar nicht sprechen“, heißt es.

Am vergangenen Donnerstag hatte die Tarifkommission die Verhandlungen für gescheitert erklärt.

Mehr Urlaub und vergütete Pausen

Verdi fordert zudem, dass der Urlaub auf 30 Tage innerhalb der geforderten 5-Tage-Woche erhöht werden (derzeit sind es 25 Tage). Verdi-Mitglieder sollen zwei zusätzliche Urlaubstage erhalten. Außerdem fordert die Gewerkschaft, fahrplanbedingte Pausen/Wendezeiten komplett zu vergüten.

Betroffen sind mehrere Städte in Hessen. Neben Fulda sind dies unter anderem Frankfurt, Darmstadt und Kassel. Am Donnerstag weitete die Gewerkschaft Verdi den Ausstand aus und rief auch Busfahrer in Wiesbaden, Hofheim, Wallau und Kriftel auf, die Arbeit niederzulegen. / dpa, jev

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