Zu einem versuchten Raub auf die Sparda-Bank am Bahnhof in Fulda ist es am Montag gekommen.
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Große Aufregung am Bahnhof in Fulda am Freitagabend: Ein Vater meldete bei der Polizei, dass sein Junge (1) verschwunden sei.

Nur ein Missverständnis

Junge (1) mit Kinderwagen verschwunden: Vater löst in Panik Polizei-Großeinsatz in Fulda aus

  • Sebastian Reichert
    VonSebastian Reichert
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Weil ein Vater sein elf Monate altes Kind in Fulda nicht mehr fand, hat er in der Innenstadt und am Bahnhof einen Polizei-Großeinsatz ausgelöst. Zum Glück ging der Fall gut aus. Das „Verschwinden“ beruhte auf einem Missverständnis.

Fulda - Großeinsatz der Polizei in Fulda am Freitagabend: Mit mehreren Fahrzeugen eilten die Beamten gegen 18 Uhr in die Innenstadt. Im Bereich von Uniplatz und Bahnhofstraße befragten sie unter anderem Passanten nach Hinweisen zu einem verschwundenen Kind in einem Kinderwagen.

Während die Beamten auf Nachfrage zunächst keine Details zu dem Einsatz nannten, verschickte die Polizei in Fulda dann am Freitag gegen 19.40 Uhr eine Presseinformation. Darin hieß es: „Am heutigen Freitagabend kam es zu einem größeren Polizeieinsatz in der Innenstadt von Fulda. Einsatzanlass war das Verschwinden eines elf Monate alten Jungen im Bereich des Fulda Hauptbahnhofs.“

Fulda: Junge (1) verschwindet mit Kinderwagen - Vater löst Polizei-Großeinsatz aus

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte die betroffene Familie aus Blankenau am heutigen Morgen erneut Nachwuchs bekommen, teilten die Beamten weiter mit. Demnach wollte der 30-jährige Vater mit dem Kleinkind die Mutter und den Nachwuchs besuchen.

Im Bereich des Bahnhofs bat er einen flüchtig Bekannten kurz auf das Kind aufzupassen, da er eine Busverbindung zum Klinikum heraussuchen wollte. Der Bekannte hatte den frisch gebackenen Vater aber so verstanden, dass dieser seinen Nachwuchs besuchen wolle und er, der Bekannte, solange auf das Kleinkind aufpassen solle.

„So ging dieser samt Kinderwagen und dem kleinen Spross in die Innenstadt und suchte ein Café auf“, fasste ein Sprecher der Polizei zusammen. „Nachdem der Vater eine Busverbindung ausfindig gemacht hatte und zum Bahnhofsvorplatz zurückgekehrt war, suchte er zunächst auf eigene Faust das Kind, bevor er sich der Bundespolizei anvertraute.“

Da er weder Namen noch eine Telefonnummer des Bekannten hatte, begann die Polizei großflächig nach den Beiden zu suchen, da zu diesem Zeitpunkt eine Kindesentziehung nicht auszuschließen war. Über einen weiteren Bekannten, der die Telefonnummer des „Gesuchten“ hatte, konnte dieser kontaktiert werden und Vater und Kind wieder zusammengeführt werden. „Hier konnte zweifelsfrei geklärt werden, dass es sich lediglich um ein Missverständnis handelte“, teilte die Polizei abschließend mit.

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