Auf dieser Fläche nahe des evangelischen Kindergartens in der Danziger Straße in Gersfeld soll das neue Kindergartengebäude errichtet werden. Die Stadt plant mit einem Baustart im Oktober.
+
Auf dieser Fläche nahe des evangelischen Kindergartens in der Danziger Straße in Gersfeld soll das neue Kindergartengebäude errichtet werden. Die Stadt plant mit einem Baustart im Oktober.

700.000 Euro teurer

Kindergarten in Gersfeld: 3,75-Millionenprojekt soll im Oktober starten

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
    schließen

Der Neubau des Kindergartens in Gersfeld wird um rund 700 000 Euro teurer als geplant. Er soll jetzt 3,75 Millionen Euro kosten. Die Stadtverordneten stimmten der Kostensteigerung in der jüngsten Sitzung zu, damit der Bau im Oktober starten kann. 

Gersfeld - „Das ist der Markt“, begründete Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU) die gegenüber den Planungen höheren Kosten. Ein Generalunternehmer soll jetzt den Neubau neben der bestehenden evangelischen Kita errichten. Es sei das günstigste Angebot gewesen, alle anderen seien noch teurer gewesen, sagte der Bürgermeister. Würde man nochmal ausschreiben, um eventuell bessere Preise zu erzielen, würde die Realisierung nochmals verzögert.

Die Zustimmung der Gersfelder Stadtverordneten zu den höherenKosten war notwendig geworden, damit der Bau endlich beginnen könne. Im Oktober soll das der Fall sein.

Diskussion seit vier Jahren

Seit etwa vier Jahren wird schon über den Bau diskutiert. Zunächst war ein Grundstück unterhalb der Gersfelder Klinik in Erwägung gezogen worden. Um aber dem Krankenhaus Entwicklungsmöglichkeiten zu erhalten, wurde dieser Standort verworfen. Die Stadtverordneten entschieden sich für ein Grundstück neben der bestehenden Kita in der Danziger Straße.

Schon seit einigen Jahren ist es der Stadt nur mit Sondergenehmigungen möglich, alle Kinder zu betreuen. Unter anderem ist eine Gruppe im evangelischen Gemeindehaus untergebracht. Deshalb ist ein Neubau notwendig.

Kreditaufnahme nötig

Zur Finanzierung ist für die Stadt eine Kreditaufnahme nötig. Unklar ist noch, in welcher Form die Investition gefördert wird. Eingeplant sind Zuschüsse in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro von Landkreis, Bund und Land. Bürgermeister Korell will jetzt Mittel aus dem Kreisausgleichsstock beim Landkreis beantragen. Das ist eine Möglichkeit der finanziellen Unterstützung.

Die andere eingeplante Hilfe sind Gelder des Bundes und des Landes. Hier sei die Situation noch undurchsichtig, sagte er. Der Fördertopf sei leer, es soll aber einen neuen geben. Er hoffe, dass Gelder fließen, damit der Anteil den die Stadt bezahlen muss, nicht zu hoch ausfällt.

Aber nicht nur der Kita-Neubau kostet die Stadt Gersfeld viel Geld. Geplant ist auch eine Erweiterung und Sanierung des bestehenden evangelischen Kindergartens. Dort müsse ein Gruppenraum angebaut und der Turnraum ins Erdgeschoss verlegt werden. Dazu müssten Räume, die in die Jahre gekommen seien, erneuert werden, erklärt Korell gegenüber unserer Zeitung. Die Planungen seien in Auftrag gegeben. Im kommenden Jahr soll diese Maßnahme umgesetzt werden.

Kitas

Gersfeld hat drei Kindertagesstätten. Neben dem evangelischen Kindergarten in der Danziger Straße und der Krippe im Gemeindehaus gibt es noch den katholischen Kindergarten mit zwei Gruppen und die Einrichtung inHettenhausen ebenfalls mit zwei Gruppen. 

Das könnte Sie auch interessieren