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Tief „Roxana“ tobt in Osthessen: Schneesturm auf der Wasserkuppe und steigende Pegelstände

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Von: Leon Schmitt, Anja Hildmann, Alexander Gies

Die Schneefälle auf der Wasserkuppe haben am Sonntag einigen Autofahrern Probleme bereitet.
Die Schneefälle auf der Wasserkuppe haben am Sonntag einigen Autofahrern Probleme bereitet. © Fuldamedia

Massiver Schneefall und Sturmböen haben am Sonntag für Schneeverwehungen rund um die Wasserkuppe in der Rhön gesorgt. Aber auch in den niedrigeren Lagen hinterließ Sturmtief „Roxana“ Spuren.

Update vom 7. Februar, 9.22 Uhr: Nach den ergiebigen Regenfällen der zurückliegenden Tage rechnete das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) für Sonntagnachmittag mit Überschreitungen von Hochwassermeldestufen an den Oberläufen von Flüssen sowie kleineren Gewässern in Hessen.

Wie das HLNUG mitteilt, erreichten am Sonntag Ausläufer eines Sturmtiefs Hessen. Damit einher ging teils kräftiger Regen, insbesondere im Weststau des Vogelsbergs und in der Rhön. Die Niederschlagsmenge könne 30 bis 40 Millimeter betragen, so das HLNUG.

Regen sorgt für steigende Pegelstände an der Fulda und Kinzig

Im Verlaufe des Sonntags wurde mit einem Anstieg der Pegelstände gerechnet, die an den Oberläufen und kleineren Gewässern ab Mittag zu Überschreitungen von Meldestufen führen. Mäßige Hochwassergefahr in kleinen Einzugsgebieten bestehe unter anderem für den Vogelsbergkreis und den Landkreis Fulda.

An größeren Gewässern und in den Unter- und Mittelläufen wurden Meldestufenüberschreitungen gegen Abend und in der Nacht zum Montag erwartet. Insbesondere an der Kinzig und am Oberlauf der Fulda sei mit Meldestufenüberschreitungen zu rechnen. Am Montagmorgen hat die Fulda die Meldestufe 1 von 3 an den Messstationen Kämmerzell, Bronzell und Kerzell überschritten. In Gelnhausen liegt die Kinzig ebenfalls über dem Grenzwert der Meldestufe 1.

Wetterlage in Hessen entspannt sich zum Wochenbeginn

Nach Dauerregen und stürmischen Böen am Wochenende entspannt sich am Montag die Wetterlage in Hessen. Bis zum Mittag könne es noch Regen- und Schneeregenschauer geben, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Morgen in Offenbach mit. Im Bergland sei Schnee mit Glätte möglich. Ab dem Nachmittag soll es dann von Westen her auflockern.

Bei Höchstwerten zwischen sechs und neun Grad bleibe es aber windig. In der Nordosthälfte und im Bergland seien auch starke bis stürmische Böen möglich, die zum Abend hin nachlassen.

Erstmeldung vom 6. Februar, 17.29 Uhr:

Poppenhausen/Fulda - In Hessen vermischten sich die Sturm- und Orkanböen von Tief „Roxana“ mit massivem Neuschnee und entwickelten sich zu einer Art Schneesturm.

Der heftige Wind entwurzelte einen Baum in der Hainzeller Straße in Fulda.
Der heftige Wind entwurzelte einen Baum in der Hainzeller Straße in Fulda. © Fuldamedia

Die Folge: Massive Schneeverwehungen rund um die Wasserkuppe in der Rhön. Die Verwehungen waren teils so extrem, dass die Autos von den Straßen und den Parkplätzen geschleppt werden mussten, wie Reporter vor Ort berichten.

Rhön: Sturmtief „Roxana“ wütet - Autos müssen geborgen werden

Die Zufahrtsstraßen rund um die Wasserkuppe wurden laut Polizei deshalb gesperrt. Der Deutsche Wetterdienst hatte für das Wochenende Sturmböen mit bis zu 90 Stundenkilometern vorhergesagt. Der heftige Wind ließ in der Region Bäume umstürzen.

In Fulda stürzte unter anderem in der Hainzeller Straße ein aus einer Hecke herausragender Baum auf die Straße. Auch in Horas wurde die Feuerwehr zu einem umgestürzten Baum alarmiert. Die Leitstelle des Kreises Hersfeld-Rotenburg meldete unter anderem in Niederellenbach und Baumbach Bäume auf der Fahrbahn. 

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