Bauamtsleiter Remigius Ochmann (von links), Bürgermeister Christian Henkel, Krippenleiterin Yvonne Ackermann, Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt, Trägervereinsvorsitzender Jürgen Harengel und Firmenchef Simon Wingenfeld mit Spaten und Corona-Sicherheitsabstand vor der Krippe und der Fläche, auf der der Anbau entstehen soll.
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Wer will fleißige Handwerker sehen...: Bauamtsleiter Remigius Ochmann (von links), Bürgermeister Christian Henkel, Krippenleiterin Yvonne Ackermann, Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt, Trägervereinsvorsitzender Jürgen Harengel und Firmenchef Simon Wingenfeld mit Spaten und Corona-Sicherheitsabstand vor der Krippe und der Fläche, auf der der Anbau entstehen soll.

Mehr Raum für die Kleinsten

Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“: Baubeginn für 1,2 Millionen Euro teuren Krippenanbau 

  • Norman Zellmer
    vonNorman Zellmer
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Der Spatenstich für die Erweiterung der Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“ ist vollbracht. Ein 1,2 Millionen Euro teurer Anbau für zwei Gruppen soll bis Anfang 2021 gebaut werden.

Flieden - Keine Zaungäste, ohne Feier, und Ansprachen mit Abstand: Ganz unspektakulär hat am Freitagvormittag in der Fliedener Ortsmitte der Spatenstich für die Erweiterung der Krippe „Die kleinen Strolche“ stattgefunden. Aus Gründen des Virenschutzes waren auf der Baustelle am Bornweg die Vertreter von Gemeinde, Kita und Baufirmen unter sich. An der Stelle, wo in den kommenden Monaten der rund 380 Quadratmeter große Anbau errichtet wird, stießen sie die Spaten in aufgeschüttetes Erdreich.

Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“: Räume für zwei zusätzliche Gruppen

Mit dem Baustart wird in den kommenden Monaten das barrierefreie Krippengebäude am Bornweg nach vorn verlängert, sodass Räume für zwei zusätzliche Gruppen entstehen. Auch der Großteil des Mehrzweckraumes soll dort beherbergt werden, wie Bürgermeister Christian Henkel (CDU) erklärte. Insgesamt gebe es dann 60 Betreuungsplätze in fünf Gruppen. Durch ein sogenanntes Platz-Sharing – weil in der Krippe nicht alle Kinder fünf Tage pro Woche betreut werden, teilen sich Kinder mitunter einen Platz – können zukünftig bis zu 90 Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren betreut und beaufsichtigt werden.

Damit soll auch die Belegschaft der nach dem Montessori-Konzept arbeitenden Kindereinrichtung um zwei bis drei Pädagogen auf dann 19 erweitert werden, wie Krippenleiterin Yvonne Ackermann unserer Zeitung ankündigte. Mit der Eröffnung, die im Februar 2021 geplant ist, soll außerdem die seit Anfang 2019 bestehende Außengruppe in der Hauptstraße aufgelöst werden.

1,2 Millionen Euro für Bauarbeiten veranschlagt

1,2 Millionen Euro hat die Gemeindeverwaltung für die Bauarbeiten veranschlagt. 500.000 Euro davon kommen aus einem Bundesprogramm; weitere 360000 vom Landkreis, sodass die Gemeinde 340 000 Euro für das Projekt stemmen muss. Das jährliche Defizit im Betreuungsbereich – die Gemeinde schießt jährlich Geld für den Betrieb der vier Kitas und einen Krippe zu – in Höhe von 1,3 Millionen Euro wird mit der „Kleinen Strolche“-Erweiterung steigen.

„Klug“ und „gut“

Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt (CDU) lobte trotz „immenser Kosten für die Gemeinschaft“ das Vorhaben in Flieden vor dem Hintergrund steigender Geburtenzahlen im Landkreis als „klug“ und „gut“ sowie „gut angelegtes Geld“. Statt diese Investitionen aufzuschieben, sei die Gemeinde diese „konsequent angegangen“. Zudem würdigte Schmitt das Engagement des Trägervereins. Die Krippe geht zurück auf eine 1993 gegründete Elterninitiative. 2012 wurde die Krippe „Die kleinen Strolche“ gebaut – zunächst zweigruppig geplant, wurde sie auf Bestreben des Landkreises für drei Gruppen gebaut. Dennoch wurde die Einrichtung zu klein; es gab teils bis zu zwei Jahre Wartezeiten für einen Betreuungsplatz, wie Trägervereinsvorsitzender Dr. Jürgen Harengel erklärte.

Planung seit 2017

Seit 2017 wurde der Ausbau geplant. Die Planungen waren umfangreich: Unter anderem wurde geprüft, an anderen Standorten zu bauen oder das Bestandsgebäude aufzustocken, und es waren Gutachten wegen eines nahegelegenen Trinkwasserschutzgebietes und eines Tiefbrunnens notwendig. Um Platz für den Anbau zu schaffen, wurde außerdem im vergangenen Jahr für rund 300 000 Euro die Straßenführung des Bornwegs geändert sowie Leitungen im Erdreich neu verlegt.

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