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Kita Rauschenberg bleibt wegen Norovirus bis Freitag geschlossen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Petersberg - Bereits im November ist in der Kindertagesstätte Rauschenberg der Norovirus ausgebrochen. Bisherige Reinigungs- und Hygieneaktivitäten haben aber nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Deshalb wird die Kindertagesstätte vom heutigen Mittwoch bis einschließlich Freitag geschlossen.

Aktuell seien es drei Erzieherinnen und 15 Kinder, die am Norovirus erkrankt sind, erklärt Carsten Froß (CDU), Bürgermeister von Petersberg. Er weist auf das Problem hin, dass der Virus nicht direkt nach der Infektion identifizierbar ist. Daher wisse man nicht, ob jedes Kind, das krank gemeldet wird, auch wirklich mit dem Norovirus infiziert sei. Sicher jedoch ist: „Wir stellen erhöhte Ausfallzahlen in den letzten drei Wochen fest.“

Schließung bis Freitag

Aus diesem Grund hat die Gemeinde Petersberg nun eine besondere Vorsichtsmaßnahme ergriffen und den Kindergarten bis einschließlich Freitag geschlossen. In dieser Zeit ist laut Froß eine Reinigungsfirma vor Ort. „Diese Zeit wird einfach benötigt“, erklärt er.

Kontakt zu Gesundheitsamt

Vorsichtsmaßnahmen habe man bereits in den letzten Wochen ergriffen. Diese hätten jedoch nicht zur Bereinigung aller Erreger geführt. Der Kontakt zum Gesundheitsamt bestehe bereits seit dem ersten Nachweis des Virus. Der Landkreis Fulda teilt auf Nachfrage unserer Zeitung mit, dass das Gesundheitsamt keine Anordnung gegeben hat, dass die Einrichtung geschlossen werden muss. „Die Gemeinde und die Einrichtung haben nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt entschieden, die Kita für drei Tage zu schließen“, heißt es.

Aufruf an die Eltern

Die Kita werde nun an allen drei Tagen durch eine professionelle Firma gereinigt, um die Viren vollständig zu beseitigen, so der Landkreis. „Es kann aber so viel gereinigt werden wie man will. Wenn Kinder von ihren Eltern krank in den Kindergarten gebracht werden, nutzt eine Grundreinigung nur eine sehr begrenzte Zeit“, erläutert Professor Dr. Dirk Breitmeier vom Gesundheitsamt. Er ruft die Eltern auf, bei Krankheit ihrer Kinder diese nicht in eine Gemeinschaftseinrichtung zu bringen, da damit andere Kinder einer hohen Ansteckungsgefahr ausgesetzt werden.

Keine Alternative

In einer anderen Tagesstätte können die Kinder in der Zeit nicht untergebracht werden. Das ist laut Froß eine bewusste Entscheidung gewesen. „Wir haben uns bewusst für keine Alternative für die Kinder entschieden, da der Virus erst später diagnostizierbar ist.“ Kinder in einer anderen Tagesstätte unterzubringen, würde die Gefahr weiterer Ansteckungen bedingen.

Der Entschluss zu Schließung der Kindertagesstätte sei mit dem Gesundheitsamt und der Kindergartenaufsicht getroffen worden.

Herkunft unbekannt

„Wo der Virus herkommt, wissen wir nicht“, sagt Froß. Das Gefährliche sei, dass der Virus nicht nur durch Körperkontakt übertragen wird, sondern auch auf Gegenständen lauert.

Normaler Betrieb ab Montag geplant

Die Kindertagesstätte Rauschenberg betreut mehr als 100 Kinder und ist eine der größten in Petersberg. Ab Montag – so sei es geplant – soll die Tagesstätte wieder normal geöffnet werden. „Wir appellieren natürlich auch an die Vernunft der Eltern: Kinder mit Symptomen sollen nicht in den Kindergarten geschickt werden“, sagt der Bürgermeister. / mal, lea

Der Virus

Im Winter stecken sich Menschen mit dem Norovirus an. Häufiges und gründliches Händewaschen schützt am besten vor dem Brechdurchfall verursachenden Erreger. Wer sich angesteckt hat, der sollte sich zu Hause auskurieren, erläutert die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Auch nachdem Durchfall und Erbrechen abgeklungen sind, scheiden Betroffene das Virus noch mit dem Stuhl aus. Da die Krankheit dem Körper Flüssigkeit entzieht, sollten Betroffene viel trinken.

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