Ein Wegweiser hängt vor dem Haupteingang des Klinikums Fulda.
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Besucher dürfen ab Mittwoch wieder ins Klinikum Fulda.

Regeln gelockert

Angehörige dürfen Klinikum-Patienten wieder besuchen: 300 Besucher am ersten Tag

Im Klinikum Fulda gilt seit Mittwoch, 15. Juli, ein neues Besucher-Konzept. Patienten dürfen unter strengen Auflagen wieder Besuch empfangen. Laut Klinikum wird das neue Konzept gut angenommen.

Update vom 15. Juli, 13.55 Uhr: „Mehr als 300 Besucherinnen und Besucher nutzten am Mittwoch die Gelegenheit, ihre Angehörigen im Klinikum Fulda zu besuchen“, teilt das Klinikum am Donnerstag mit. Die aufwändige Erfassung habe zwar zeitweilig zu längeren Wartezeiten geführt. Für diese hätten die allermeisten Besucher aber viel Verständnis gehabt.

Klinikum Fulda: Neues Besucher-Konzept wird gut angenommen

„Die gute Vorbereitung hat sich ausgezahlt“, so Barbara Froese, Pressesprecherin des Klinikums. „Am Besucher-Eingang sind 10 Mitarbeiter für die Besucher da, helfen beim Ausfüllen des Gesundheitsbogens und bei der Registrierung. Wir hoffen, dass wir auch für das bevorstehende Wochenende gut gerüstet sind“, so Froese weiter „dann werden sich längere Wartezeiten wohl trotzdem nicht vermeiden lassen.“

Klinikum Fulda mit neuem Besucher-Konzept: Ein Gast pro Patient am Tag

Ursprungsmeldung vom 14. Juli: Fulda - Wie aus einer Mitteilung des Klinikums hervorgeht, wurde das Besucher-Konzept nach einer Entscheidung der Hessischen Landesregierung entwickelt. Denn in ganz Hessen gelten ab Mittwoch, 15. Juli, gelockerte Besuchsregelungen für die Krankenhäuser. Das gilt auch für das Kreiskrankenhaus in Alsfeld.

Monatelang herrschte ein generelles Besuchsverbot im Klinikum Fulda. Sowohl für Patienten im Klinikum Fulda als auch für ihre Angehörigen gibt es also jetzt Grund zur Freude. Doch die Besuche sind an strenge Regeln geknüpft, wie das Klinikum mitteilt.

Klinikum Fulda lockert Besuchsregeln: Jeder Gast muss Fragebogen ausfüllen

Zu den allgemeinen Regeln schreibt das Krankenhaus: „Personen mit Erkältungssymptomen, Kontaktpersonen von COVID-19-Infizierten und Rückkehrer aus Risikogebieten dürfen das Klinikum nicht betreten. Jede Besuchsperson füllt einen Fragebogen aus, wird registriert, erhält ein farbiges Armband und hat sich an die Hygiene-Schutzmaßnahmen zu halten. Die Identität der Besucher wird anhand eines Lichtbildausweises (Personalausweis oder Führerschein) überprüft.“

Stationäre Patienten im Klinikum Fulda dürfen eine Stunde pro Tag besucht werden

Ab Mittwoch darf jeder stationäre Patient von einer festgelegten Person pro Tag für eine Stunde besucht werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Pro Zimmer ist jeweils nur ein Besucher zulässig. Bei Mehrbett-Zimmern darf immer nur ein Besucher pro Zimmer anwesend sein.

Außerdem wurden feste Besuchszeiten festgelegt: Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr (jeweils letzter Einlass).

Besucherausweis und Armband für die Sicherheit im Klinikum Fulda

Die Besucher stationärer Patienten füllen am Eingang einen Gesundheitsbogen aus, erhalten ein blaues Armband, das sie während ihres Aufenthalts im Klinikum sichtbar tragen, und einen Besucherausweis. Die maximale Besuchszeit beträgt eine Stunde. Bei Verlassen des Klinikums sind Besucherausweis und Armband abzugeben.

Bisherige Ausnahmeregelungen für werdende Väter, Besuche in der Kinderklinik sowie auf den Intensivstationen und der Palliativstation bleiben unverändert.

Klinikum Fulda: Neue Regeln auch für ambulante Patienten und Begleitpersonen

Patienten, die einen ambulanten Termin im Klinikum Fulda oder im MVZ Osthessen haben, erhalten bei Eintritt ins Gebäude ein grünes Armband, deren Begleitpersonen ein blaues Armband, das sie während ihres gesamten Aufenthalts sichtbar tragen müssen. Der Gesundheitsbogen wird im Wartezimmer ausgefüllt.

„Uns ist bewusst, dass das derzeit geltende grundsätzliche Besuchsverbot für unsere Patienten, aber auch deren Angehörige belastend sein kann. Insbesondere für Patienten, die länger bei uns sind, ist Zuspruch wichtig“, so Klinikum-Chef Dr. Thomas Menzel.

Menzel weiter: „Deshalb begrüßen wir die Lockerungen des Besuchsverbots. Bei der Umsetzung der neuen Regelungen ist Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oberstes Gebot,“ so Menzel weiter „auch wenn das für alle Beteiligten mit einem erhöhten Aufwand einhergeht und zu längeren Wartezeiten führen kann.“ (lio)

Lesen Sie hier: Die Klinikum-Vorstände Dr. Thomas Menzel und Burkhard Bingel ziehen in einem Interview ein Zwischenfazit zur Coronavirus-Krise. Und: Coronatests gehören in Krankenhäusern nun zum Standard.

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