Laut Ver.di beteiligten sich 150 Mitarbeiter an dem Streik am Klinikum Fulda.
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Laut Ver.di beteiligten sich 150 Mitarbeiter an dem Streik am Klinikum Fulda.

Ver.di zufrieden

Streik am Klinikum Fulda: 150 Mitarbeiter lassen die Arbeit ruhen

Warnstreiks sind in ganz Hessen weiterhin in vollem Gange. In Fulda streikten am Mittwoch insgesamt 150 Mitarbeiter des Klinikums Fulda für mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen.

„Wenn man die Dankbarkeit und Wertschätzung dem eigenen Berufsstand gegenüber einfach nicht auf dem Gehaltszettel sieht”, beschreiben Kristin Kremer und Matheo Aßfalg, die Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung des Klinikums Fulda den Anlass des Streiks. Matheo Aßfalg hätte heute eigentlich Dienst in der Röntgenabteilung gehabt. Hier muss heute auf ihn verzichtet werden, denn er setzt sich mit Kollegen für bessere Arbeitsbedingungen für das Klinikpersonal des Klinikums Fulda ein. 

Der Streik dauerte bis 13 Uhr an.

Insgesamt streikten 150 Mitarbeiter des Klinikums, größtenteils Pflegepersonal, am Mittwochvormittag für 4,8 Prozent mehr Lohn - und das seit 7:30 Uhr. Außerdem sollen Auszubildende 100 Euro mehr Entgelt erhalten. Sie beteiligen sich dabei an der hessenweiten Streikaktion zu der die Gewerkschaft Ver.di aufgerufen hatte. An der Aktion beteiligte sich ebenfalls die komba Gewerkschaft, innerhalb des DBB Beamtenbunds. Der Streik war bis 13 Uhr Mittags angesetzt.

Streikaufruf am Klinikum Fulda: Ver.di zufrieden mit Resonanz

Anna Kaufmann, Beschäftigte bei Ver.di, zeigte sich sichtlich zufrieden mit der Resonanz in Fulda auf den Streikaufruf. Bisher habe es allerdings noch kein Entgegenkommen der Tarifverbände gegeben. „Das ist unfassbar!”, äußert sich Kaufmann. Auf Nachfrage, ob der Zeitpunkt des Streiks wegen der Coronakrise ungünstig gewählt worden sei, antwortet sie: „Der Zeitpunkt für einen Streik ist immer ungünstig gewählt, sonst merkt man ihn ja nicht. Alles andere wäre kollektives Betteln.“

Die Mitarbeiter des Klinikum Fulda streikten für mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen.

Bessere Arbeitsbedingungen würde für die Auszubildenden beispielsweise mehr Praxisanleiterstunden, also Stunden, in denen Fachexperten den Auszubildenden zur Verfügung stehen, bedeuten. An jenen wird, laut Kremer und Aßfalg, aktuell zu sehr gespart. Die Streikteilnehmer hoffen also weiter auf ein Entgegenkommen der Tarifverbände, bevor es am 22. Oktober in die dritte Runde der Verhandlungen sgeht. (Sonja Ruf)

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