Kommunalwahl Hessen 2021
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Bei der Kommunalwahl wurde fleißig kumuliert und panaschiert.

Analyse der Ergebnisse

Kommunalwahl in Fulda: Brand, Hering, Hamberger - Das sind die Stimmenfänger in der Region

Der Fuldaer Kreistag und die Vertretungen in den Städten und Gemeinden bekommen ein neues Gesicht. Das Wahlvolk im Landkreis hat die Listen der Parteien beim Kumulieren und Panaschieren mitunter kräftig durchgeschüttelt. Wer sind die Stimmenkönige? Wer die Aufsteiger und wer die Ab- und Aussteiger? Eine Auswahl.

Kreis Fulda - Ein Blick auf die Ergebnisse der Kreistagswahl in Fulda zeigt: Mehr als 40 Prozent der Wähler haben im Landkreis Fulda kein einfaches Listenkreuz gesetzt, sondern ihre Stimmen einzeln an Bewerber und Bewerberinnen vergeben oder auf verschiedenen Listen verteilt. Dadurch sind bei der Kommunalwahl am 14. März zahlreiche Kandidaten zahlreiche Plätze nach oben und manche auch nach unten gerutscht. Abgesahnt hat zum Beispiel Michael Brand: Der Bundestagsabgeordnete erhielt bei der Wahl zum Fuldaer Kreistag die meisten Stimmen, nämlich 57 095, obwohl er nur auf Platz 6 der CDU-Liste kandidiert hatte.

Auf den Plätzen folgen aus der gleichen Partei die Landtagsabgeordneten Thomas Hering und Markus Meysner. Wer bei den Menschen bekannt ist, hat oft die Nase vorne. Das gilt etwa auch für den CDU-Mandatsträger und bekannten Fliedener Reiseunternehmer Winfried Happ. Er schoss von Platz 45, der angesichts der 36 errungenen Unions-Mandate eigentlich gar nicht für einen Sitz gereicht hätte, bis nach oben auf den 9. Rang.

Kommunalwahl im Kreis Fulda: Das sind die Stimmenkönige

Auch die Bürgermeister der Region machten mehrere Plätze gut: So rutschte sogar der Petersberger Rathauschef Carsten Froß noch in den Kreistag. Auch für Heiko Stolz (Neuhof) und Johannes Rothmund (Eichenzell) ging es nach vorne. Und der Gersfelder Bürgermeister Dr. Steffen Korell kletterte gar vom 34. auf den 8. Rang.

Bei der AfD marschierte der Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann an Spitzenkandidat Jens Mierdel vorbei. Und bei der SPD war Birgit Kömpel Stimmenfängerin, die mit 28.025 Stimmen sogar den erstplatzierten Michael Busold überholte. Bei den anderen Gruppierungen lagen die jeweiligen Spitzenkandidaten vorne. Besonders viele Stimmen ergatterte erneut der CWE-Chef Thomas Grünkorn. Er erhielt 12.735 Kreuze und damit mehr als 3700 mehr als Rita Baier auf Platz 2. Aber auch Ab- und Aussteiger gab es: Für Sibylle Herbert, die Fuldaer FDP-Stadtverbandschefin, reichte es nicht mehr für den Kreistag. Sie hatte auf Platz 4 kandidiert und rutschte auf den siebten Rang – für die Liberalen gibt es aber nur fünf Mandate. Auch Stefan Lauer von der CDU, der auf Platz 19 gestanden hatte, flog aus dem Gremium. Federn lassen musste auch die Unions-Bewerberin Andrea Abel, die von Platz 2 auf Platz 7 zurückfiel.

Im Video: So funktioniert Kommunalpolitik

Bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung in der Stadt Fulda machten zahlreiche Bürger ihr Kreuz bei Jutta Hamberger. Die Tochter des früheren CDU-Oberbürgermeisters Wolfgang Hamberger hatte sich für die Grünen um ein Mandat beworben und sprang auf der Liste von Platz 9 auf 2. Bei der CDU übersprangen die Brüder Alexander und Markus Günther, unter anderem bekannt als Unternehmer und Ex-Prinzen, mehrere Plätze und landeten auf Rang 4 beziehungsweise 7. Die meisten Stimmen in Fulda sammelte aber Thomas Hering, Landtagsabgeordneter der CDU, der noch an Spitzenkandidatin Margarete Hartmann sowie Patricia Fehrmann und Hans-Dieter Alt vorbeizog.

In Hünfeld heimste Martina Sauerbier die meisten Stimmen ein. Die CDU-Stadträtin verwies sogar Fraktionschef Steffen Diegmüller und Stadtverordnetenvorsteher Berthold Quell auf die Plätze. Viele Extra-Stimmen gab es in der Haunestadt für Annette Trapp; für die Mackenzeller Ortsvorsteherin ging es von Platz 25 auf den 5. Rang. (sam, vn, zi)

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