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„Konstruktive Gespräche“: Landrat zu Verhandlungen über Groenhoff-Haus-Sanierung

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Wasserkuppe - Es scheint Bewegung in die Sanierung des Groenhoff-Hauses auf der Wasserkuppe zu kommen. Umwelt- und Finanzministerium führen Gespräche mit dem Landkreis Fulda hinsichtlich einer Sanierung.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Landrat Bernd Woide (CDU) war vergangene Woche in Wiesbaden und hat bei seinen Gesprächen mit Vertretern des Finanz- und Umweltministerium positive Signale bezüglich einer Sanierung erhalten. Dem Finanzministerium gehört die Immobilie. Das Umweltministerium ist für das einzige hessische Biosphärenreservat zuständig.

Der Landrat hat „konstruktive Gespräche geführt“, erklärt Landkreis-Pressesprecherin Leoni Rehnert unserer Zeitung. Sie würden in den nächsten Wochen weitergeführt. Details wollte der Landrat nicht nennen.

Bessere Arbeitsbedingungen sind das Ziel

Seit mehreren Jahren schon strebt der Landkreis an, dass das Groenhoff-Haus saniert wird, um bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter des Biosphärenreservates zu schaffen. Aber nicht nur dies; auch Ausstellungsräume und ein Info-Zentrum sollten dabei berücksichtigt werden, weil das Biosphärenreservat einen Bildungs- und Informationsauftrag hat. Die Verwaltungsstelle ist im vorderen Riegel untergebracht. Dieser sei Gesprächsthema gewesen.

Das gesamte Groenhoff-Areal gehört dem Land Hessen, das einen Teil an die Deutsche Jugend des Ostens (DJO) verpachtet hat, zu der die Jugendbildungsstätte gehört. Diese musste im Jahr 2018 Insolvenz anmelden. Seitdem steht dieser Teil des Hauses leer.

Zentrale Rolle bei Information der Bevölkerung

Das Umweltministerium erklärt, „mit dem Groenhoff-Haus verfügt das Land über eine grundsätzlich für die Unterbringung eines repräsentativen Informationszentrums geeignete Liegenschaft, die nach der dringend erforderlichen Sanierung auch künftig die Biosphärenreservats-Verwaltungsstelle in Bürogemeinschaft mit dem Naturpark Rhön und dem Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VNLR) aufnehmen kann“. Das Groenhoff-Haus könnte damit eine zentrale Rolle bei der Information der Bevölkerung zu Themen des Biosphärenreservats, wie nachhaltige umweltgerechte Entwicklung, biologische Vielfalt, erneuerbare Energien, Kulturlandschaften, demografische Entwicklung, Verbraucherschutz, ökologischer Landbau, sanfter Tourismus, Förderung und Vermarktung regionale Produkte einnehmen.

In der Frage der Erhaltung und Ertüchtigung des Standorts Groenhoff-Haus wollen Umwelt- und Finanzministerium „eine tragfähige Lösung“ finden, die die Unterbringung aller für das Biosphärenreservat maßgebenden Einrichtungen einschließt, erklärt Pressesprecherin Annette Zitzer.

Hessische Verwaltungsstelle zieht im Frühjahr um

Das kann Torsten Raab, Leiter der Verwaltungsstelle, nur unterschreiben: „Wir hoffen, dass sich möglichst bald etwas tut und wir wieder in zeitgemäße und sanierte Räumlichkeiten auf der Wasserkuppe zurückkehren können.“

Nachdem der Gebäudekomplex in einem derart schlechten Zustand ist, wurde beschlossen, dass die hessische Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates im Frühjahr auszieht und neue Räume in der Hilderser Konrad-Zuse-Schule bezieht.

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