Foto: dpa

Kreis Fulda bei Breitbandausbau bundesweit auf Platz 5

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Kreis Fulda - Bei der Versorgung der Haushalte mit schnellem Internet liegt der Landkreis Fulda bundesweit ganz vorn. 97,5 Prozent der Haushalte können mit mindestens 50 Megabit pro Sekunden surfen. Nur vier andere Landkreise in Deutschland sind besser.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies

 Der Breitbandatlas des Bundes erhebt regelmäßig, wie gut die Versorgung Deutschlands mit schnellem Internet ist. Die jüngte Ausgabe zeigt: Unter den deutschen Kreisen liegt der Landkreis Fulda auf Platz 5. In Hessen ist nur der Hochtaunuskreis vor den Toren Frankfurts noch besser versorgt. Er liegt sogar bundesweit auf Platz 1.

Beweis, dass sich Anstrengungen gelohnt haben

Zu den guten Zahlen kommt es, weil im Landkreis die Deutsche Telekom ihren Breitbandausbau gerade abgeschlossen hat. Auch die guten Zahlen der Gemeinde Eichenzell, das die Glasfaser bis in die Häuser verlegt, haben zum Erfolg des Landkreises beigetragen.

„Das gute Ranking im bundesweiten Vergleich ist ein Beweis dafür, dass sich die Anstrengungen des Landkreises zur Verbesserung der Breitbandversorgung in der Region im Ergebnis gelohnt haben“, kommentiert Fuldas Landrat Bernd Woide (CDU). Beim Thema schnelles Internet für den gesamten Landkreis engagiert sich Woide seit Jahren persönlich. Start war vor zehn Jahren mit dem damaligen Stromversorger ÜWAG.

Wichtige Grundlage

„Wir dem Ausbau haben wir eine wichtige Grundlage gelegt zur qualitativen Fortentwicklung der Lebens- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum. Das gibt den Menschen vor Ort wichtige Perspektiven und persönliche Sicherheit und damit der gesamten Region gute Zukunftschancen“, erklärt Woide. Die guten Zahlen seien auch den Kooperationspartnern RhönEnergie und Deutsche Telekom sowie Bund und Land als Fördermittelgebern und den Städten und Gemeinden zu verdanken.

Mehr als 17 Millionen

Bei dem Ausbau waren 572 Kilometer Glasfaserkabel und 245 Kilometer Leerrohr verlegt worden. Landkreis, Bund und Land haben mehr als 17 Millionen Euro als Zuschuss gewährt. Die Telekom als Eigentümer der Glasfasernetze hat ebenfalls Millionenbeträge investiert. Im übertragenen Sinne viele Strippen gezogen hatte Christof Erb, der Koordinator im Landratsamt.

„Wer das digitale Klassenzimmer will, muss jetzt die Weichen stellen“

Der Landkreis ruht sich auf den guten Zahlen nicht aus: Seit November 2019 werden in einer neuen Ausbaustufe Schulen und weitere Einrichtungen mit Bandbreiten bis in den Gigabit-Bereich versorgt. Die Glasfaseranbindung der Schulen ist ein wichtiger Bestandteil der zweiten Breitband-Ausbauphase im Landkreis. „Wer das digitale Klassenzimmer will, muss jetzt die Weichen stellen. Denn in der Schaffung der digitalen Infrastruktur liegt eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Umsetzung des DigitalPakts Schule“, erklärt der Landrat. Nach Ende der Bauzeit – voraussichtlich Ende dieses Jahres – verfügen dann alle Schulen des Landkreises über eine direkte Glasfaseranbindung.

Basis für das nächste Förderverfahren

Parallel wird mit der Umsetzung des zweistufigen Ausschreibungsverfahrens „Gigabit-Masterplan“ noch im ersten Halbjahr 2020 die Basis für das nächste Förderverfahren gelegt: Sobald die Bundesregierung die Richtlinie für die sogenannte Grauen-Flecken-Förderung verabschiedet hat, sollen die Möglichkeiten für die unmittelbare Glasfaser-Anbindung von Haushalten und Unternehmen, die nicht marktgetrieben erschlossen werden, mit Hilfe von Fördermitteln genutzt werden. „Wir setzen damit unsere Aktivitäten zum weiteren Breitbandausbau zielgerichtet fort“, verspricht der Landrat.

Das könnte Sie auch interessieren