Um eines der Fenster des Fuldaer Stadtschlosses ist ein Zelt aufgestellt worden. Bei dem Ausgabefenster können Bürger Dokumente einreichen und abholen.
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Für das Fuldaer Bürgerbüro ist ein Ausgabefenster eingerichtet worden – eine von vielen Ideen, wie die Verwaltungen trotz Corona Kontakt zu den Bürgern halten können.

Auf dem Weg zur Normalität

Rathäuser im Kreis Fulda öffnen vielerorts wieder - doch es gibt Sicherheitsregeln zu beachten

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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  • Sebastian Kircher
    Sebastian Kircher
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Nachdem die Rathäuser der Region aufgrund der Coronakrise für den Publikumsverkehr geschlossen worden waren, öffnen sie nach und nach wieder. Beim Besuch sind aber wichtige Regeln zu beachten.

  • Erste Gemeinden haben ihre Rathäuser geöffnet
  • Für Besucher gelten Regeln - unter anderem muss die Maskenpflicht eingehalten werden
  • Besuch im Fuldaer Stadtschloss nur mit Terminvereinbarung

Kreis Fulda - Petersberg ist eine der ersten Kommunen des Landkreises, die das Rathaus in dieser Woche geöffnet haben. „Das ist in Schritt in Richtung Normalität“, begründet Bürgermeister Carsten Froß (CDU) diese Entscheidung. „Eine Verwaltung hat eine besondere Verantwortung. Es gibt bei uns Dienstleistungen, die kein anderer anbieten kann – etwa die Ausstellung des Personalausweises. Deswegen müssen wir dafür sorgen, dass die Bürger Zugang zum Rathaus haben.“

Zugleich betont er: „Es war nicht so, dass wir in den vergangenen Wochen komplett abgeschottet waren.“ Alle Angebote, wie eben das Ausstellen von Ausweisen und Urkunden, seien unter Auflagen weiter möglich gewesen. Jetzt ist das Rathaus wieder offen – aber Froß bekräftigt: „Wir können nicht so tun, als gäbe es Corona nicht. Wir wollen keinen riesigen Andrang im Rathaus.“ Deshalb ist ein Besuch nur mit Terminvereinbarung möglich, und im Gebäude gilt eine Maskenpflicht.

Jede Kommune muss für sich entscheiden

Eine kreisweit einheitliche Regelung, wie die Rathäuser öffnen, gibt es nicht. „Die Bürgermeister haben versucht, sich abzustimmen, aber es wurde schnell klar: Es hängt immer von den lokalen Gegebenheiten ab“, sagt Froß. Das eine Rathaus befinde sich im historischen Altbau mit verwinkelten Räumen, im nächsten fänden derzeit Bauarbeiten statt, die den Platz weiter einschränken. „Deshalb muss jede Kommune selbst entscheiden, wie sie das macht.“

Am Montag, 4. Mai, öffnen zum Beispiel die drei Rathäuser im Ulstertal, also in Tann, Hilders und Wüstensachsen. Dies haben die drei Kommunen beschlossen. „Selbstverständlich wird es Verhaltensregeln geben“, sagt Tanns Bürgermeister Mario Dänner (parteilos). Dazu gehören Maskenpflicht, eine Trennscheibe zwischen Mitarbeitern und Besuchern, Abstandsregel, Desinfektionsmittel und maximale Personenzahlen. „Wir wollen aber mit der Rathausöffnung ein Stück Normalität transportieren, insofern das momentan möglich ist“, sagt Dänner.

Sein Hilderser Amtskollege Hubert Blum (SPD) erklärt, dass es in den vergangenen Tagen häufiger Anfragen von Bürgern gegeben habe, ob die Rathäuser wieder öffnen. „Darauf haben wir jetzt reagiert, natürlich mit Beachtung der Vorsichtsmaßregeln.“

Stadtschloss weiter für den Publikumsverkehr geschlossen

Auch in Hünfeld werden die Einschränkungen nächste Woche gelockert. Das Bürgerbüro in der Innenstadt und die Stadtverwaltung im Museum Modern Art werden ab Montag den Bürgern wieder zur Verfügung stehen. „Um allerdings sowohl Besucher als auch Mitarbeiter zu schützen, wurden umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um ein Ansteckungsrisiko zu minimieren“, teilt Bürgermeister Benjamin Tschesnok (CDU) mit.

So werden im Bürgerbüro nur noch gleichzeitig maximal drei Personen Zutritt erhalten. Das Standesamt, die Friedhofsverwaltung, die Ordnungsbehörde sowie der Bereich Wirtschaftsförderung/Stadtmarketing sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung zu erreichen. Die übrige Stadtverwaltung wird auch wieder zur Verfügung stehen – allerdings müssen Besucher zunächst im Pfortenbereich warten. Überall gelten Maskenpflicht und Abstandsregeln.

Das Fuldaer Stadtschloss hingegen bleibt für den Publikumsverkehr geschlossen. Pressesprecherin Monika Kowoll-Ferger betont aber: „Alle Dienstleistungen der Stadt stehen weiterhin zur Verfügung.“ In Ausnahmefällen sei auch eine persönliche Vorsprache möglich – aber nur mit Terminvereinbarung. Maskenpflicht gilt im Schloss nicht, aber die Stadt rät dringend dazu, eine zu tragen. Das Bürgerbüro hat zudem ein Ausgabefenster im Schlosshof eingerichtet, an dem man Dokumente, Urkunden und Unterlagen abholen kann.

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