Für Schüler und Schülerinnen der Abschlussklassen ist es Zeit, sich um einen Ausbildungsplatz zu bewerben. (Symbolfoto)
+
Für Schüler und Schülerinnen der Abschlussklassen ist es Zeit, sich um einen Ausbildungsplatz zu bewerben. (Symbolfoto)

Bewerbung um Ausbildungsplatz

Telefonaktion der Arbeitsagentur Fulda für Schüler: Experten helfen bei Berufswahl

  • Sabrina Mehler
    vonSabrina Mehler
    schließen

Für Schüler und Schülerinnen der Abschlussklassen ist es Zeit, sich um einen Ausbildungsplatz zu bewerben. Derzeit gibt es noch mehr als 1600 offene Ausbildungsstellen im Landkreis. Wer Fragen hat, findet am Mittwoch Rat bei einer Telefonaktion der Agentur für Arbeit.

Fulda - Seit einem Jahr begleitet uns die Corona-Pandemie, die für Schülerinnen und Schüler eine große Herausforderung darstellt. Das gilt insbesondere für Jugendliche in den Abschlussklassen, die einen Weg in ihre berufliche Zukunft finden müssen. Unterstützungsangebote wie Berufsmessen, Schulsprechstunden zur Berufsberatung oder Schülerpraktika fallen jedoch entweder aus oder können nur eingeschränkt stattfinden. Deshalb engagiert sich die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda und bietet eine Telefonaktion für junge Leute und deren Eltern an, die sich zurzeit mit den Themen Ausbildungssuche und Berufsorientierung auseinandersetzen. Dabei stehen sieben Experten aus verschiedenen Bereichen für Fragen bereit.

Fulda: Telefonaktion der Arbeitsagentur soll Schülern bei Berufswahl helfen

„Eine ganze Reihe an Messen, Präsenztagen oder Praktika ist ausgefallen. Daher müssen wir nun besonders die jungen Menschen unterstützen, die sich gerade beruflich orientieren“, sagt Waldemar Dombrowski, Chef der Arbeitsagentur. Das große Angebot der Ausbildungsstellen im Kreis Fulda sei erfreulich. Allerdings: In früheren Jahren hätten sich um diese Zeit bereits mehr junge Menschen bei den Unternehmen beworben. „Wir müssen höllisch aufpassen, dass in der Corona-Zeit die jungen Menschen nicht hängen bleiben.“ (Lesen Sie hier: Informationen von Experten zum Thema Corona-Impfung: Telefonaktion von Stadt und Landkreis Fulda).

Daher soll mithilfe der Telefonaktion für das Thema Ausbildung sensibilisiert, Chancen und Angebote aufgezeigt und zu einer Bewerbung motiviert werden“, erklärt Dombrowski. Dabei gehe es aber auch darum, in den Betrieben, die es in der Pandemie sehr schwer haben, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und den Azubis zu helfen, die zurzeit unsicher sind.

Teilnehmer

Die Telefonaktion der Agentur für Arbeit Fulda-Bad Hersfeld findet am Mittwoch, 24. März, von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr statt.

Die Telefonnummern der Teilnehmer:

Tobias Binder (0661) 9022433

Anna-Marie Dietrich (0661) 1 7244

Stephan Finke (0151) 17809054

Steffen Klingel (0661) 1 7288

Ines Kromp (0661) 28456

Beate Möller (0661) 28426

Anja Roßmann (0661) 1 024407

An der Telefonaktion beteiligen sich mehrere Institutionen: Neben dem Landkreis Fulda sind das die Industrie- und Handelskammer, die Kreishandwerkerschaft, das Staatliche Schulamt und das Netzwerk Schulen. Ulrich Nesemann, Fachdienstleiter beim Landkreis, erläutert: „Wir beteiligen uns an der Aktion, weil wir jetzt Orientierungsmöglichkeiten für junge Leute in den Abschlussjahrgängen bieten wollen - damit wir nicht irgendwann von einem verlorenen Jahrgang sprechen müssen.“ Es sei in der Corona-Pandemie deutlich schwieriger für Unternehmen, mit Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu treten, weiß auch Berufsberater Steffen Klingel zu berichten. Und den jungen Leuten fehlten die praktischen Erfahrungen, weil Praktika kaum möglich gewesen seien. Das bestätigt Stephan Finke vom Staatlichen Schulamt Fulda: „Vor allem mithilfe von Praktika können sich Schüler normalerweise orientieren, für welches Berufsfeld sie sich entscheiden wollen.“

Waldemar Dombrowski: Es ist wichtig, dass wir keinen Corona-Jahrgang bekommen

Auch Beate Möller, Ausbildungsberaterin bei der IHK, freut sich, an der Telefonaktion teilnehmen zu können und hofft, dass nicht nur der eine oder andere Schüler oder Azubi Detailinformationen einholen möchte. Auch für Eltern sei es eine gute Gelegenheit, sich zu informieren.

Noch sind viele junge Leute zurückhaltend in der Pandemie und warten mit ihren Bewerbungen ab. „Es ist wichtig, dass wir keinen Corona-Jahrgang bekommen“, warnt Dombrowski. Die Risiken, auch für die heimische Wirtschaft, wären enorm. Denn die Unternehmen seien auf Auszubildende, und damit die späteren Fachkräfte, angewiesen, betont der Arbeitsagentur-Chef.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema