Die Sparkasse Fulda will die Filiale in Bronnzell nicht wieder eröffnen. / Foto: CDU

CDU kritisiert Schließung der Sparkassen-Filiale in Bronnzell

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Bronnzell - Die Bronnzeller CDU kritisiert die Schließung der Sparkassen-Filiale im Ort. Das Geldinstitut solle seine Entscheidung überdenken und zumindest „eine Grundversorgung“ in Bronnzell sicherstellen.

Die CDU Bronnzell reagiert mit Bedauern auf die Ankündigung der Sparkasse Fulda, die Zweigstelle im Ort nicht mehr öffnen zu wollen. „Mit der Schließung der Sparkasse vor Ort geht wieder ein Stück Infrastruktur für Bronnzell verloren“, zeigt sich der Vorsitzende Steffen Werner enttäuscht.

In den vergangenen Jahren seien bereits ein Lebensmittelmarkt, ein Bäcker, eine Poststelle und eine Arztpraxis aus dem Ort verschwunden.

„Überrascht“ von Entscheidung

„Wir sind von der jetzigen Entscheidung des Vorstandes und Verwaltungsrates der Sparkasse überrascht, obwohl auch noch nach der Sprengung des Geldautomaten in der Bronnzeller Filiale Anfang August seitens der Sparkasse öffentlich eine Schließung nicht in Betracht gezogen wurde“, schreibt Werner in einer Pressenotiz.

CDU verweist auf Versicherung

Das Argument, dass die Kosten für die Wiedereröffnung der Filiale nicht zu rechtfertigen, lässt die CDU Bronnzell nicht gelten. Die Sparkasse sei für die Schäden durch die Automatensprengung versichert, meint Werner.

Zu dem Informationsschreiben, das die Bank an die bisherigen Kunden der Filiale gesendet hat, erklärt die CDU, dass die genannten Alternativstandorte für Dienstleistungen der Sparkasse wie Edelzell, Kaiserwiesen oder Eichenzell nur mit dem Pkw zu erreichen seien. Eine direkte Busverbindung zu Filialen oder Geldautomaten in der Nähe Bronnzells gebe es nicht, was insbesondere für ältere Bronnzeller ein Problem sei.

Zumindest Grundversorgung?

Die CDU mahnt, die Entscheidung zur Schließung der Filiale in Bronnzell „zu überdenken“, und fordert die Sparkasse auf, „zumindest eine Grundversorgung für Finanzdienstleistungen durch einen Geldautomat und ein SB-Terminal für die gut 1400 Einwohner des Ortes sicherzustellen“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend. / zen

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