Im Herbst steht bei vielen der Hokkaidokürbis auf dem Speiseplan.
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Im Herbst steht bei vielen der Hokkaidokürbis auf dem Speiseplan.

Große Umfrage

Kürbis, Meerrettich, Dominostein: Das essen Promis aus der Region im Herbst am liebsten

  • Anne Baun
    vonAnne Baun
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Kulinarisch ist der Herbst eine ganz besondere Jahreszeit: Promis aus der Region verraten in unserer großen Umfrage, was sie im Herbst besonders gerne essen. Die Bandbreite ist groß.

Lea Stier, „The Taste“-Teilnehmerin und Stewardess aus Fulda: „Ganz klassisch mag ich am liebsten Hokkaidokürbissuppe mit Kokosnuss, Ingwer, Karotte und gerösteten Kürbiskernen. Wenn ich es ein bisschen aufwendiger möchte oder Freunde zu Besuch sind, mache ich auch sehr gerne überbackenen Butternut-Kürbis. Der wird dafür halbiert, mit angeschwitzten Zwiebeln, Knoblauch und Schinkenstückchen gefüllt und mit Ziegenkäse oder Parmesan 45 Minuten im Ofen überbacken. Zum Schluss kommt noch ein bisschen Honig für die Süße obendrauf – fertig.“

Lea Stier aus Fulda kocht in diesem Jahr bei der beliebten TV-Sendung „The Taste“ auf SAT.1. Sie mag besonders gerne Hokkaidokürbissuppe.

Ulrich Barnickel, Bildhauer und Designer, wohnt in Schlitz: „Ich genieße immer eine Küche, die ihre Produkte auf die Jahreszeit abstellt. Jetzt freue ich mich auf selbst angebaute Kartoffeln, zum Beispiel Pellkartoffel mit gesalzener Butter. Zudem esse ich im Herbst gerne Wild, das ich als Jäger selbst geschossen habe. Rieche schon den wunderbaren Rehbraten mit Preiselbeeren. Dazu einen schönen Rotwein. Aber auch Äpfel und Birnen gehören zu meinen herbstlichen Genüssen. Dabei beschränke ich mich im Wesentlichen auf Dinge aus der Region.“

Der Künstler Ulrich Barnickel isst im Herbst gerne Wild.

Tobias Sammet, Metal-Musiker aus Fulda: „Ich habe keine herbstlichen Essvorlieben außer vielleicht Dominosteine, und da hat die Erntesaison ja gerade begonnen. Bei Dominosteinen denke ich immer an Weihnachten und meine Kindheit, das hat also weniger einen kulinarischen Hintergrund, als einen sentimentalen. Eigentlich muss ich sie nur riechen. Ansonsten hält keine Jahreszeit Lebensmittel bereit, die nicht immer irgendwo wachsen oder gezüchtet werden. Ich weiß, es ist fragwürdig, Dinge zu essen, die mit großen Schiffen transportiert werden, und manchmal bedenke ich das auch. Aber wenn ich mit klarer Mission in den Supermarkt gehe, dann kann ich nicht spontan auf Kürbis ausweichen, nur weil der gerade irgendwo in der Rhön gewachsen ist.“

Der Fuldaer Sänger Tobias Sammet freut sich auf Dominosteine.

Alois Rhiel, Alt-Oberbürgermeister der Stadt Fulda: „Mein Lieblingsessen für die kommende Jahreszeit ist seit meiner Kindheit nach wie vor zartes Rindfleisch mit Soße von frischem Meerrettich. Denn das war das Festmahl für alle Helfer nach dem erfolgreichen Einsatz der Dreschmaschine auf unserem Bauernhof. Dafür musste meine Mutter beim Reiben und Kochen des im eigenen Garten geernteten Meerrettichs im Vorfeld viele Tränen vergießen.“

Der frühere Fuldaer Oberbürgermeister Alois Rhiel setzt im Herbst auf Rindfleisch mit Meerrettich-Soße.

Lisa Hahner, Langstreckenläuferin aus Fulda: „Für mich ist der Herbst die Zeit der Suppen. Kürbissuppe erinnert mich an meine Kindheit und erzeugt sofort ein wohliges Gefühl im Bauch. Ich koche sie mit Ingwer und Kokosmilch und esse dazu frisch gebackenes Brot und Olivenöl. Außerdem freue ich mich auf Maronen, die mag ich am liebsten geröstet, direkt aus dem Ofen. Herbst heißt für mich auch Apfelzeit. Wenn ich für den Rest meines Lebens nur eine Obstsorte essen dürfte, dann wäre das der Boskop-Apfel. Ich mag ihn pur, als Apfelkompott, im Apfelkuchen und als Apfel-Streuselauflauf. Mit Zimt und Rosinen und frisch geknackten Walnüssen. Als Leistungssportler ernähren wir uns gesund und gesund bedeutet, dass das Essen gut für unseren Körper und die Seele ist.“

„Der Herbst ist die Zeit der Suppen“, sagt Läuferin Lisa Hahner.

Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete im Main-Kinzig-Kreis: „Ich schätze den Herbst vor allem auch als ,kulinarische Jahreszeit‘: wenn nach einem heißen Sommer der Appetit wiederkommt und die Natur viele Früchte bereithält. Das darf ein knackiger Apfel sein, direkt vom Baum oder von einem Anbieter aus der Region, Zwetschgen gern als Zierde eines Kuchens oder Zwiebelkuchen und Federweißer. Es ist wunderbar, wenn nach einem langen Herbstspaziergang der Hunger kommt und wir mit den Kindern ein Stockbrot am Lagerfeuer genießen. Dabei weiß ich gern, woher die Produkte kommen und schätze die lokalen Wochenmärkte oder die Direktvermarktung.“

Von Stockbrot bis zu Zwetschgen: Susanne Simmler schätzt den Herbst als „kulinarische Jahreszeit“.

Große Serie unserer Zeitung

„Schlemmen in der Heimat" heißt eine neue Serie der Fuldaer Zeitung, die an diesem Wochenende startet. Viele interessante Beiträge rund um das Thema Genuss finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, in den kommenden Wochen in der Tageszeitung und im E-Paper.

Hunger bekommen? Ein Rezept für eine leckere herbstliche Kürbissuppe finden Sie hier. Falls Sie eine Apfeltarte backen wollen - das passende Tarte-Rezept haben wir Ihnen im Zuge unserer Serie „Natürlich koch‘ ich“ ebenfalls verraten.

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