Leckere Herbstdeko: Kürbis-Gesichter schnitzen ist nicht schwer.
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Leckere Herbstdeko: Kürbis-Gesichter schnitzen ist nicht schwer.

Experten-Anleitung

Kürbisgesicht als Deko – mit diesen vier Schritten klappt das Fratzen-Schnitzen ganz einfach

  • Daniela Petersen
    vonDaniela Petersen
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Herbstzeit ist Kürbiszeit. Ob Kürbiskuchen, Suppe, in der Lasagne oder auf dem Flammkuchen: Kürbisse eignen sich für viele Gerichte. Doch man kann das Gewächs auch zur Dekoration nutzen. Vor allem in den USA ist das Kürbisgesicht-Schnitzen üblich.

Fulda/Hünfeld - „Ich erinnere mich, dass ich mit ungefähr sechs Jahren mein erstes Kürbisgesicht schnitzen durfte“, sagt Libby Strickland. Die 31-Jährige ist in Port Townsend im US-Bundesstaat Washington aufgewachsen. Seit sechseinhalb Jahren lebt sie in Michelsrombach.

Kürbisgesicht-Deko einfach gemacht – vier Schritte zum Fratzen-Schnitzen

Aber manche amerikanischen Traditionen pflegt sie auch hier – das Kürbisschnitzen ist eine davon. Wenn es draußen stürmt, der Himmel grau ist und die bunten Blätter durch die Gegend fegen, dann ist es genau die richtige Zeit dafür, sagt sie. Der Herbst sei ohnehin ihre Lieblingsjahreszeit

Video: Profitipps für den Halloweenkürbis

Schwer ist es nicht, einen Kürbis zu schnitzen, erklärt sie. „Man muss schauen, dass man einen nimmt, der groß genug ist, damit man mit der Hand gut reinkommt. Und er sollte natürlich auch gerade sitzen“, sagt sie und sammelt die Utensilien zusammen, die sie zum Schnitzen braucht: ein zackiges Messer, das vorne spitz ist, ein zweites, etwas kleineres Messer, einen Stift und einen Löffel.

Schritt 1 zum schönen Kürbisgesicht: Aushöhlen

Zuerst schneidet man um den Strunk einen Kreis, sodass man gut in den Kürbis hineinfassen kann. Dabei sollte man schräg anschneiden, damit der Deckel nicht in den Kürbis fällt. Danach sämtliche Kerne und Fäden herausholen und den Kürbis innen säubern. „Das muss gründlich gemacht werden, weil die Fäden schnell anfangen können zu schimmeln“, sagt Libby Strickland.

Hintergrund: Die Legende von Jack O’Lantern

Jack O’Lantern heißen die ausgehöhlten Kürbisse, in die eine Fratze geschnitten wird.  Der Name geht zurück auf eine irische Legende, bei der Jack den Teufel überlistet. Dieser muss Jack versprechen, seine Seele nie zu holen. Als Jack stirbt, wird ihm daher der Einlass zur Hölle verwehrt.

Aber immerhin schenkt ihm der Teufel eine glühende Kohle, die er in eine Rübe steckt. Weil Jack wegen seiner Sünden auch nicht in den Himmel kommt, irrt seine Seele mit dieser Laterne am Vorabend von Allerheiligen durch die Dunkelheit. Und dieser Vorabend ist der 31. Oktober, also Halloween. Ursprünglich kommt Halloween daher aus Irland.

„Zum Aushöhlen kann ein Löffel aber auch zu stumpf sein. Ich nehme da lieber einen etwas scharfkantigeren Deckel einer Dose oder den Deckel eines Einmachglases“, sagt Libby Stricklan. Hierfür hat sie sich ein spezielles Einmachglas aus den USA mitgebracht. Wer den Kürbis nach dem Schnitzen noch essen möchte, der kann ihn ein paar Tage als Deko nutzen und dann verarbeiten.

Schritt 2 zum schönen Kürbisgesicht: Gesicht malen

Nach dem Aushöhlen geht es an die Feinarbeit. Hierzu malt Libby Strickland mit dem Filzstift ein Gesicht auf den Kürbis und schnitzt dann vorsichtig die Felder aus. „Runde Formen sind schwieriger, eckige sind einfach“, erklärt sie. Das aufwendigste Gesicht, das sie je geschnitzt hat, war ein Kürbis, bei dem sie die Haut verdünnte.

Schritt 3 zum schönen Kürbisgesicht: Schnitzen

Alle eingezeichneten Formen werden vorsichtig mit einem gezackten Messer ausgeschnitten, das vorne spitz sein sollte. Je mehr Stücke man herausschneidet, desto mehr Stücke kann man zum Beispiel für eine Suppe verwenden.

Schritt 4 zum schönen Kürbisgesicht: Dekorieren und Kerne backen

Wenn der Kürbis fertig ist, dann kann man Teelichter hineinstellen. Die Kerne, die man aus dem Kürbis geholt hat, sind übrigens essbar. Zunächst werden sie für zehn Minuten gekocht, dann kommen sie mit Öl, Zucker oder Salz auf ein Backblech und in den Ofen. Nach 10 bis 15 Minuten sind sie essfertig. 

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