Unfall in Gläserzell. Ein Audi ist in einem Garten gelandet.
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Rund 300 Meter rollte der Wagen die steile Hubertusstraße hinab.

Kurioser Unfall in Gläserzell

300 Meter ohne Fahrer gerollt: Audi mäht Hecke nieder und landet in Garten

  • Leon Schmitt
    vonLeon Schmitt
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Ein Audi hat sich am Dienstagabend in Gläserzell selbstständig gemacht. Ohne Fahrer rollte das Auto eine Straße hinab. Erst nach 300 Metern endete die Fahrt - an der Terrassenmauer von Horst Kleinmichel.

Gläserzell - „Ich war im Garten, als ich plötzlich ein Krachen hörte. Das war gegen 17 Uhr“, berichtet Horst Kleinmichel. Im ersten Moment dachte er, jemand wäre gegen sein Wohnmobil gefahren.

Das Wohnmobil blieb unversehrt; anders als die Gartenhecke. Ein hellblauer Audi TT hatte sie umgemäht - etwa sechs Meter fehlten - und klebte nun an der Mauer zur Terrasse. Vom Fahrer keine Spur. Das Auto abgeschlossen.

Auto nicht gegen Wegrollen gesichert

Da Horst Kleinmichel den Wagen nicht zuordnen konnte, verständigte er die Polizei. Die Beamten eruierten dann, dass der Halter - laut Kleinmichel ein junger Mann - in der Nachbarschaft wohnt.

Etwa sechs Meter Hecke machte der Audi nieder.

Es stellte sich heraus, dass der junge Mann den Wagen beim Parken nicht ausreichend gegen das Wegrollen abgesichert hatte. Wie Kleinmichel berichtet, war kein Gang eingelegt und die Handbremse nur leicht angezogen.

Also setzte sich das Auto in Bewegung. „Es muss etwa 40 Stundenkilometer erreicht haben“, schätzt Horst Kleinmichel, „denn die Kante der Mauer war etwa zwanzig Zentimeter in die Fahrzeugfront eingedrückt.“ Zudem riss durch den Aufprall die Frontscheibe.

Glücklicherweise keine Verletzten

Die Hubertusstraße in Gläserzell ist steil, wie Kleinmichel deutlich macht: „Die Kinder, die hier Inliner fahren, müssen ziemlich aufpassen, damit sie nicht zu schnell werden und die Kontrolle verlieren.“ Am Dienstag gegen 17 Uhr waren glücklicherweise keine Kinder auf der Straße.

An dieser Mauer war Endstation für den unbemannten Audi.

Auch sonst stellte sich dem Audi nichts in den Weg. Erst im Garten von Horst Kleinmichel war Endstation: „Gut, dass die Mauer stabil ist. Sonst wäre der Wagen wahrscheinlich im Wohnzimmer gelandet“, scherzt der Gläserzeller, der seit 25 Jahren in dem Haus wohnt und etwas Vergleichbares noch nicht erlebt hat.

Wenig zu lachen hat der Fahrzeughalter: Er musste seinen zerstörten Audi abschleppen lassen. Außerdem wird er die Hecke von Horst Kleinmichel ersetzen müssen.

Dass sich Halter und Grundstücksbesitzer in Sachen Schadensabwicklung geeinigt hätten, bestätigte am Mittwoch auf Nachfrage unserer Zeitung auch die Polizei. Einen Bericht hätten die Beamten deshalb nicht geschrieben.

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