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Ein Novum in Fulda: Landesgartenschau erlaubt erstmals Vierbeiner auf dem Gelände

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Von: Jasmin Herzberg

LGS Fulda Hundespaziergänge
Für die geführten Hundespaziergänge haben sich einige Hundebesitzerinnen mit LGS-Bauleiter Martin Hauck und Bürohündin Akira im SonnenGarten getroffen und einen Testlauf durchgeführt. © LGS/Arnulf Müller

Die Verantwortlichen der Landesgartenschau (LGS) Fulda 2.023 machen Hundebesitzern ein besonderes Angebot: Erstmals in der Geschichte der hessischen Gartenschauen dürfen Herrchen und Frauchen mit ihren Vierbeinern auf das Gelände. 

Fulda - Alle 14 Tage bietet die Landesgartenschau montags ab 16 Uhr geführte Hundespaziergänge, die Teammitglieder der LGS in Fulda begleiten, an. Die Tiere müssen beim Spaziergang jedoch an der Leine geführt werden. Diese Neuerung soll ein Entgegenkommen für Hundebesitzer sein, die sich bisher benachteiligt gefühlt haben, heißt es in einer Pressemitteilung der LGS.

Landesgartenschau 2023: Veranstalter erlaubt Hundespaziergänge auf Gelände

Hundebesuche hat es bislang noch auf keiner Gartenschau in Hessen gegeben, aus Sicherheits- und Versicherungsgründen hatte man davon Abstand genommen. „Es ist ein Pilotprojekt und wir gehen auch bei diesem Thema andere Wege und lassen Hunde – in begrenztem Umfang – zu“, so der LGS-Geschäftsführer Ulrich Schmitt. Es gelte jedoch, die Interessen aller Besucher zu berücksichtigen.

So sei ein privater Rundgang mit Hund nicht möglich, da die empfindlichen Flächen wie Stauden- und Blumenbeete geschützt werden müssen, damit Verunreinigungen verhindert und Beschädigungen ausgeschlossen werden können. Auch müssten Ängste und Vorbehalte von Menschen, die sich im Umgang mit Hunden nicht wohlfühlen, bei der Begegnung mit diesen unbedingt berücksichtigt werden.

Das Programm startet am Montag, 8. Mai 2023, mit dem ersten geführten Spaziergang im WasserGarten. 14 Tage später stehe der Besuch im KulturGarten an, weitere zwei Wochen danach folge dann der SonnenGarten. Dann gehe es wieder von vorne los, so Schmitt. Die Anzahl der Hunde sei auf maximal 15 Tiere begrenzt, eine vorherige Anmeldung somit erforderlich. (Lesen Sie hier: Landesgartenschau in Fulda soll auch junge Leute locken - Veranstalter präsentieren Programm)

Voraussetzung sei aber, dass die Tiere alle gut erzogen sind und die Besitzer sich an die Regeln halten. Marcus Schlag von der LGS-Geschäftsführung stellt unmissverständlich klar, dass die Durchführung der Hundespaziergänge bei Verstößen wie nicht beseitigte Verunreinigungen oder bei Verlassen der vorgegebenen Wege eingestellt und unmittelbar aus dem Veranstaltungsprogramm genommen werden muss.

Neben den Spaziergängen mit Hunden nimmt ein weiteres Projekt der LGS-Verantwortlichen Formen an: „Vorbehaltlich vertraglicher Regelungen können wir voraussichtlich an Samstagen und Sonntagen ein Hunde-Sitting anbieten“, erklärt Ulrich Schmitt. Man befinde sich mit einem externen Partner im Gespräch für das Angebot, das von Fachleuten professionell betrieben werden soll.

„Und wenn wir es schaffen, möchten wir gerne auch freitags eine solche Möglichkeit vorhalten. Dazu suchen wir noch Ehrenamtliche, die vielleicht Mitglied in Hundeclubs sind oder als Hundehalter selbst Erfahrung im Umgang mit den Vierbeinern haben“, ruft der Geschäftsführer freiwillige Helfer auf, sich bei der LGS für die Betreuung zu melden.

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