Markierungen am Sportplatz
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Die Zeit der leeren Bahnen ist auf den Sportplätzen der Region ab heute beendet.

Es geht los – wenn die Details geklärt sind

Landessportbund beantwortet Fragen zum Wiedereinstieg ins Training

Ab heute ist der Trainingsbetrieb in allen Sportarten wieder erlaubt – unter Berücksichtigung spezifischer Hygiene- und Abstandsregeln. Der Landessportbund Hessen (lsb h) beantwortet auf seiner Internetseite einige wichtige Fragen zum Wiedereinstieg in den Vereinssport.

Fulda - Geöffnet sind ab heute wieder Sportstätten im Freien sowie alle Hallen mit Ausnahme von Schwimmbädern, Freibädern und Saunen. Auch Paartanz im Verein ist nicht erlaubt.

Für die Öffnung der geschlossenen Sportstätten ist laut Landessportbund derjenige zuständig, der die Sportstätte betreibt oder unterhält. Dies seien in der Regel die Kommunen oder die Vereine. Einer weiteren Regelung durch die Kommunen bedürfe es nicht, so der Landessportbund, die Verordnung des Landes Hessen reiche aus. Eine Konkretisierung durch Städte oder Gemeinden stehe diesen aber frei. Ob Stadt oder Landkreis Fulda über die landesweite Verordnung hinaus eigene Regeln erlassen, wird sich im Lauf der kommenden Woche entscheiden.

Weiterhin sind die Sportstättenbetreiber laut lsb h dafür verantwortlich, die Einhaltung der Hygienevorschriften zu kontrollieren und die Belegung der Sportanlagen zu organisieren, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Zugangskontrollen sind nicht vorgeschrieben, allerdings sollen sich keine Warteschlangen am Eingang bilden. Umkleiden und Duschen bleiben geschlossen, Toiletten sind allerdings zugänglich.

„Wir können nicht einfach sagen, ihr könnt morgen auf den Platz“

Dass es heute mit dem Trainingsbetrieb gleich wieder losgeht, ist allerdings nicht in allen Vereinen der Fall. In der SG Johannesberg etwa soll es zunächst Absprachen unter den Abteilungen geben, ehe voll in den Übungsbetrieb eingestiegen wird. „Wir müssen erst mal in allen Abteilungen eine Bestandsaufnahme machen. Wir können nicht einfach sagen, ihr könnt morgen auf den Platz“, erklärt Lothar Plappert, Vorsitzender der SG Johannesberg sowie des Sportverbandes Fulda. Damit wolle der Verein vor allem verhindern, dass nicht alle gleichzeitig auf den Sportplatz kommen. „Wir müssen jetzt Zeiten festlegen und intern besprechen wie wir den Trainingsbetrieb organisieren“, so Plappert. „Grundsätzlich freut es mich aber, dass jetzt wieder etwas gemacht werden kann.“

In Geduld üben

Dass die Lockerung des Versammlungsverbots für Vereine allerdings eine große Rolle spiele, glaubt er nicht: „In den meisten Vereinsheimen kann ich keine Mitgliederversammlungen unter den geltenden Abstandsregeln abhalten.“ Wenn die Vereine etwas wirklich Dringendes zu entscheiden hätten, ließe sich sicher eine Lösung finden. „Aber grundsätzlich drängt uns niemand, da kann die Mitgliederversammlung auch im Herbst stattfinden“, so Plappert. 

Während auf den Tennisplätzen am Wochenende eifrig das Racket geschwungen wird, die Golfer auf das Grün dürfen und die Freiluftsportarten starten, bei denen die Vereine die Anlage in Eigenregie betreiben, müssen sich die restlichen Sportlerinnen und Sportler in Geduld üben. Sportkreisvorsitzender Harald Piaskowski erhält täglich Anfragen von Vereinen, wann der Trainingsbetrieb starten kann, konkrete Angaben kann er allerdings nicht machen. „Die Verantwortlichen des Landkreises treffen sich nächste Woche, um zu erörtern, wie die landesweite Verordnung umgesetzt werden kann.“ Dass das Stadion der Stadt Fulda spätestens am Dienstag um 18 Uhr öffnet, kann er zumindest garantieren. Dann startet die Sportabzeichensaison. 

sko, an

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