Ein Polizist hält einen Motorradfahrer an.
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Die Polizei in Osthessen hat Motorradfahrer kontrolliert. (Symbolfoto)

Positive Resonanz

Landesweite Präventionsaktion: Polizei kontrolliert Motorradfahrer im Vogelsberg und in der Rhön

Zahlreiche osthessische Motorradfahrer freuen sich auf Touren mit ihren Bikes. Dabei kommt es jedoch immer wieder zu Unfällen mit zum Teil schwerwiegenden Folgen. „Du hast es in der Hand – Überlasse nichts dem Unfall!“ lautet das Motto der landesweiten Präventionsaktion, bei der die Polizei Hessen ein Hauptaugenmerk auf unerfahrene Motorradfahrer legt. Daran beteiligt sich auch das Polizeipräsidium Osthessen.

Region - An den vergangenen Wochenenden haben laut Polizei Verkehrskontrollen im Vogelsberg und in der Rhön stattgefunden, bei denen sich die Motorradpolizisten schwerpunktmäßig diesen Themen widmeten.

Die Beamten der Polizeistation Hilders – unterstützt von Fuldaer Kollegen – sorgten in der Rhön für mehr Verkehrssicherheit. Sie kontrollierten an der L 3176 Nähe Frankenheim und an der B 278 in Lahrbach insgesamt 130 Fahrzeuge. In 18 Fällen musste ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden. Bei den Motorrädern fiel auf, dass an keinem Zweirad gravierende Mängel vorhanden waren oder durch Tuning- oder Umbaumaßnahmen gegen die gesetzlichen Vorgaben verstoßen wurde.

Bei Motorrad-Kontrollen im Vogelsberg und in der Rhön: Polizei hat wenig zu bemängeln

Zumeist bemängelten die Polizisten fehlende Rückspiegel oder Rückstrahler. Lediglich an zwei Motorrädern waren die Reifen sehr weit abgefahren. Die Profiltiefe unterschritt deutlich das erlaubte Maß. Insgesamt stellten die Beamten fest, dass die Kontrollen durchweg auf eine positive Resonanz stießen. Sie freuten sich insbesondere über die Rückmeldung eines 56-jährigen Motorradfahrers aus Nüsttal. Bei der Kontrolle fiel auf, dass das Kennzeichen fehlte. Der Mann fuhr daraufhin nochmal die Wegstrecke ab. Einige Stunden später informierte der Finder die Hilderser Beamten, dass er sein Kennzeichen wiedergefunden habe.

Aktion

Während den Kontrollen suchen die Motorradpolizisten das Gespräch mit den Bikern und zeigen auf, dass diese mit dem Dreh am Gasgriff zum Großteil selbst über ihr Risiko bestimmen. Deshalb lautet der Appell: „Seid nicht leichtsinnig, fordert das Schicksal nicht heraus!“ Neben der Unfallgefahr sensibilisieren die Beamten auch in Bezug auf vermeidbaren Lärm. Genauso wichtig ist es den Beamten, Autofahrer darauf hinzuweisen, dass Motorradfahrer manchmal schlecht oder erst sehr spät wahrzunehmen sind.

Der Regionale Verkehrsdienst Vogelsberg kontrollierte an verschiedenen Örtlichkeiten im Raum Schotten. Im Vordergrund standen unter anderem Geschwindigkeitsmessungen, die Überprüfung auf technische Veränderungen und Aufklärungsgespräche mit den Verkehrsteilnehmern. Die Beamten hielten knapp 40 Motorräder und fünf Autos an.

Polizisten hielten bei Motorrad-Kontrollen auch drei Autofahrer an

Bei einem Großteil der Zweiräder gab es keinen Grund zur Beanstandung. In acht Fällen wurden Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen nicht zulässigen technischen Veränderungen eingeleitet. Bei zwei Motorrädern führte der Anbau nicht zugelassener Bremshebel zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Erfreulich war, dass sich die Auspuffanlagen aller kontrollierten Bikes in einem ordnungsgemäßen Zustand befanden.

Neben den Motorrädern hielten die Polizisten drei Autofahrer an, die wegen überhöhter Geschwindigkeit ein Verwarnungsgeld zahlen mussten. Als Ergebnis bleibt festzustellen, dass der Großteil der angetroffenen Motorradfahrer den Kontrollen gegenüber positiv eingestellt war. Die Beamten führten viele nette Gespräche. Sie tauschten sich zum Beispiel über Wartungsarbeiten und zugelassene Umbauten aus. (jkl)

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