Kindergärten – wie hier in Thalau – und Feuerwehren sind in diesem Jahr Schwerpunkte bei den Fördermiteln des Landkreises Fulda.
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Kindergärten – wie hier in Thalau – und Feuerwehren sind in diesem Jahr Schwerpunkte bei den Fördermiteln des Landkreises.

Ausgleichsstock des Kreises

Kommunen im Landkreis Fulda erhalten Millionen-Hilfe: Geldregen für Kindergärten und Feuerwehren

  • Volker Nies
    vonVolker Nies
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Warmer Regen für 14 ärmere Kommunen im Landkreis Fulda: Sie erhalten aus dem Ausgleichsstock des Kreises insgesamt vier Millionen Euro für unterschiedliche Investitionen. Schwerpunkt sind die Kindergärten und die Feuerwehren.

Kreis Fulda - Den Kreisausgleichsstock in Fulda gibt es schon lange. Vor zehn Jahren war er aber lediglich ein Notfonds für Kommunen, die mit ihrem Geld gar nicht mehr auskamen. Die jetzige Kreistagsmehrheit aus CDU und CWE hat ihn kräftig aufgestockt. In den vergangenen Jahren schüttete der Kreis 2,5 und zwei Millionen Euro an die ärmeren Kommunen aus. In diesem Jahr erreicht die Ausschüttung eine Summe von vier Millionen Euro. Genau genommen werden sogar 4,08 Millionen Euro gezahlt – die 80.000 Euro über dem glatten Betrag sind Reste aus 2019. Das hat der Kreisausschuss in Fulda beschlossen.

Landkreis Fulda: 14 Kommunen erhalten vier Millionen Euro für Investitionen

14 Kommunen erhalten in diesem Jahr Geld aus dem Ausgleichsstock. Das sind im Prinzip alle Kommunen, die in keiner komfortablen Einnahmensituation sind – wie im Gegensatz dazu die etwas wohlhabenderen Kommunen Künzell, Petersberg und Eichenzell in Fuldas Speckgürtel, oder Hünfeld, Burghaun und Eiterfeld. Ausnahmsweise erhält die Stadt Fulda trotz ihrer relativ guten Finanzlage einen Zuschuss, weil sie ein Feuerwehrfahrzeug anschafft, das kreisweit eingesetzt wird.

Kreisausgleichsstock: Diese Gemeinden erhalten Geld

Bad Salzschlirf: 45.500 Euro (Außenanlage Kita, Lärmschutz Kulturkessel)

Dipperz: 56.700 Euro (Feuerwehrfahrzeug Friesenhausen, Löschwasserzisterne, Sirenenstandorte)

Ebersburg: 474.100 Euro (Anbau Krippe Thalau)

Ehrenberg: 73.500 Euro (Feuerwehrfahrzeug Wüstensachsen)

Flieden: 181.400 Euro (Feuerwehrhaus Stork, Umbau Kita St. Martin)

Gersfeld: 941.000 Euro (Kinderkrippe Kernort, Feuerwehrfahrzeug Kernort, Sanierung Mehrzweckhalle Hettenhausen)

Großenlüder: 564.800 Euro (Kita Bimbach, Feuerwehrfahrzeug Kleinlüder, Außenanlage Kita Müs)

Hilders: 29.600 Euro (Feuerwehrstützpunkt Hilders, Kita Kernort)

Hofbieber: 628.000 Euro (Krippe Langenbieber, Außenanlage Kita Kernort , Feuerwehrfahrzeug Elters, Löschwasserzisterne Schwarzbach, Sanierung Zeltplatz Kleinsassen)

Hosenfeld: 429.800 Euro (Freibad, Außengelände Kita Löwenzahn)

Nüsttal: 296.700 Euro (Kita Hofaschenbach, Feuerwehrhaus Haselstein, Tragkraftspritze Silges)

Kalbach: 60.600 Euro (Feuerwehrfahrzeug Oberkalbach)

Poppenhausen: 215.400 Euro (Landarzt-MVZ Rhön, Kita RhönKinder-Haus)

Tann: 42.600 Euro (Museumsdorf, DGH Theobaldshof, Kitas Tann und Schlitzenhausen)

Zusätzlich: Stadt Fulda 36.000 Euro (Wechsellader Feuerwehr)

Quelle: Kreis Fulda

„Die Ausschüttung der vier Millionen ist eine hervorragende Nachricht, weil der Landkreis Fulda so 14 finanzschwächere Städte und Gemeinden unterstützt, die dadurch 35 wichtige Projekte umsetzen können“, kommentiert Landrat Bernd Woide (CDU). Der Bau von Kinderbetreuungseinrichtungen, die Ausstattung der Feuerwehren, aber auch andere wichtige Projekte würden so finanziert: „Besser könnte das Geld kaum angelegt sein.“

Landkreis Fulda will Kommunen starker Partner sein - Kreisausgleichsstock ein „wichtiges Instrument“

Der Kreis Fulda wolle seinen Kommunen ein starker Partner sein. „Der Kreisausgleichsstock ist ein wichtiges Instrument, um einen gerechten Ausgleich zwischen finanzstärkeren und -schwächeren Kommunen zu schaffen. Damit kommt der Landkreis seiner gesetzlichen Verpflichtung nach, für einen Ausgleich der unterschiedlichen Finanzkraft der Kommunen zu sorgen., denn der Hebesatz der Kreisumlage ist für alle Kommunen gleich.“

Im Ortsteil Stork baut die Gemeinde Flieden an das vorhandene DGH ein Feuerwehrhaus an. Der Kreis gibt dafür 99.300 Euro.

Ohnehin habe der Landkreis Fulda eine der niedrigsten Kreisumlagen hessenweit. Von den Zahlungen der Kommunen an den Kreis müsse man die 4,5 Millionen Euro abziehen, die der Kreis über den Ausgleichsstock (vier Millionen Euro) und andere Förderprogramme (500.000 Euro) zur innerörtlichen Entwicklung und zur Förderung der Schwimmbäder auszahlt. „Die Mittel des Kreisausgleichsstocks kommen zu 100 Prozent finanzschwächeren Kommunen zugute. Etwa 1,5 Prozentpunkte der Umlage dienen dazu, den Ausgleichsstock und die sonstigen Förderprogramme zu finanzieren. Das muss man in der Diskussion über die Höhe der Umlage berücksichtigen“, sagt Woide.

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