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Leidenschaft und Musizierfreude – Erfolgreiches Konzert der Musikschule-Klasse

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Ein buntes Musikprogramm bot das Projektkonzert der Streicherklasse Lidia Koch, präsentiert von Solisten und Ensembles der Musikschule der Stadt Fulda in der Aula der Alten Universität. Dabei wurde unter anderem deutlich: Die großen Möglichkeiten des gemeinsamen Musizierens.

Sarah Meyer, die bereits seit 13 Jahren Violine spielt, gestaltete die erste Hälfte des Programms. Gemeinsam mit ihrer Klavierpartnerin Emely Koch eröffnete sie das Konzert mit der Mazurka „Dudziarz“ von Henryk Wieniawski. Mit brillanten Akkorde und kontrastreichen Themen eroberten die beiden die Ohren und Herzen des Publikums. Und beim Largo von Francesco Veracini zeigten die Musikerinnen besondere Dynamikvielfalt. Die „Suite im Alten Stil“ von Alfred Schnittke wurde mit großer, stilistischer Sicherheit dargeboten, und der Tango „Marron y Azul“ von Astor Piazzolla beeindruckte mit Sinnlichkeit und klagender Melancholie.

Das „Cantabile“ von Niccolo Paganini interpretierte Sarah gemeinsam mit Marina Melikian auf der Gitarre; die berühmte Melodie wurde in perfekter, klanglicher und musikalischer Balance gespielt. Beim „Csárdás“ von Vittorio Monti, präsentiert von Sarah Meyer, Emely Koch und Marina Melikian in einem temperamentvollen Trio, konnte sich das Publikum nicht nur von der perfekten technischen Beherrschung der Instrumente, sondern vor allem auch von einer echten Leidenschaft und Musizierfreude der Künstlerinnen überzeugen.

Publikum sparte nicht mit Applaus

Zwei große Klassiker der Geigenliteratur präsentierte Sarah Meyer gemeinsam mit Marina Gajda am Klavier: Das Adagio E-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart und die Symphonie Espagnole von Édouard Lalo wurden zu einem besonderen Highlight des Abends und am Ende mit großem Applaus des Publikums belohnt.

Nach der Pause eroberten jüngere Musiker die Bühne: Gemeinsam mit der Solistin des Abends, Sarah Meyer, sorgte das „Quartetto Allegro“ mit dem „Boogie for Strings“ von Manfred Schmitz und „My Way „von Jacques Revaux für beste Laune. Das Orchester Harmonie, geleitet von Lidia Koch, überraschte mit Werken von Antonio Vivaldi, Enio Morricone, Astor Piazzolla und Quincy Jones. Ein Feuerwerk bekannter Melodien und ansteckender lateinamerikanischer Rhythmen wurde gezündet, das alle Zuhörer, die an diesem Abend bis in die letzte Reihe den Saal füllten, in seinen Bann zog.

Als ein besonderes Zeichen des Zusammenhaltes, der in einer Instrumentalklasse entstehen kann, wurde das berühmte „Palladio“ von Karl Jenkins von zahlreichen ehemaligen Schülerinnen und Schülern von Lidia Koch empfunden. Auch hier sparte das Publikum nicht mit Applaus - und wurde mit einer peppigen Zugabe belohnt. / akh

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