Fotos: Michel Ickler, Volker Nies

Die letzten Rohre in der Frankfurter Straße in Fulda sind jetzt fort

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Fulda - Es war eine der anspruchsvollsten Baumaßnahmen des Abwasserverbandes Fulda in den vergangenen Jahren: Die Kanalsanierung in der Frankfurter Straße ist erfolgreich abgeschlossen worden. Diese Woche sind auch die letzten Rohre verschwunden, die noch am Straßenrand gelegen hatten.

Von unserem Redaktionsmitglied Sebastian Kircher

Die Kanalsanierung in dem Abschnitt zwischen Mainstraße und Bronnzeller Kreisel war eine der größten und wohl die öffentlichkeitswirksamste Baumaßnahme des Abwasserverbandes.

Denn auf diesem Teil der Frankfurter Straße sind täglich rund 20.000 Fahrzeuge unterwegs. Über Monate konnten die Fahrer beobachten, wie die Baustelle voranging – und welche innovative Technik dort angewendet wurde.

In die vorhandenen Kanäle wurden sogenannte Liner eingezogen. Das sind kunstharzgetränkte Schläuche, die im Kanal aushärten und dann eine dauerhafte und dichte Innenauskleidung bilden. Dadurch war es nicht nötig, die Frankfurter Straße aufzureißen.

Kosten von 1,3 Millionen Euro

Die Abwasserentsorgung funktionierte trotz der Baumaßnahme zu jeder Zeit – weil der Verband Umleitungsrohre gelegt hatte, die entlang der Frankfurter Straße verliefen oder gar über sie ragten. Das sorgte zwar für Einschränkungen bei den Autofahrern – so war unter anderem Tempo 30 angeordnet, und an manchen Kreuzungen gab es lange Rückstaus. Aber im Falle einer konventionellen Sanierung hätte es wohl zu einer Sperrung kommen müssen.

Im Juni 2019 begann die Erneuerung und zog sich über Monate hin. Gegenüber unserer Zeitung bilanziert der Geschäftsführer des Verbandes, Joachim Adams jetzt: „Die Maßnahme ist erfolgreich abgeschlossen.“ Der Kanal selbst sei bereits Ende November fertiggestellt worden. Auch der Kostenrahmen von 1,3 Millionen Euro sei eingehalten worden.

Die nächsten 50 Jahren Ruhe

Allerdings habe der Rückbau der Rohre länger gedauert als erwartet: „Die Firma, die dafür zuständig war, hatte Ende des Jahres keine Kapazitäten mehr übrig.“ Deswegen seien in den vergangenen Wochen Rohre neben der Straße, zum Beispiel zwischen Kohlhäuser Brücke und Bronnzeller Kreisel, gelagert worden. „Auf den Verkehr hat das aber keine Auswirkungen mehr gehabt“, betont Adams. Seit dieser Woche sind auch diese Rohre verschwunden.

Dem Abwasserverband wird dieses Jahr nicht langweilig werden: Investitionen von mehr als 15 Millionen Euro sind geplant. Zu den größten Projekten gehören der Harbacher Weg in Künzell, die Wasserkuppenstraße in Fulda und ein Regenüberlaufbecken in Horas.

„Aber in der Frankfurter Straße ist die nächsten 50 Jahren Ruhe“, sagt Adams mit einem Schmunzeln. Zumindest was das Unterirdische angeht: Denn die Fahrbahn selbst wird ab diesem Sommer von Hessen Mobil erneuert – dann werden auch Sperrungen nicht zu vermeiden sein.

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