Moritz Blum, Kolja Hartung, Fynn Jordan, Leo Hartung, Sören Dimmerling und Yannik Blum (von links nach rechts) sind der Kern der Lüdertaler „Mini-Ultras“ und werden auch beim großen Heimspieltag zum Rückrundenstart in der Halle für Stimmung sorgen Foto: Verein

„Liegt die HSG hinten, drehen wir auf“ - Mini-Ultras fiebern Handball-Heimspieltag entgegen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Großenlüder - Topspiel bei den Damen, hohe Hürde für die Herren: Wenn am Sonntag die zwei Seniorenteams der HSG Großenlüder/Hainzell am großen Heimspieltag den Auftakt der Rückrunde in der Handball Landesliga Nord bestreiten, wird die Lüdertalhalle voll sein. Dann liegt es an den Lüdertaler Mini-Ultras, für Stimmung zu sorgen.

Von unserem Redaktionsmitglied Ann-Katrin Hahner

„Lüdertaler Mini-Ultras“, das stellt Sören Dimmerling (13 Jahre) gleich klar, ist noch nicht lange der Name der Gruppe, die im Kern aus sechs Jungs besteht, um bei den Spielen der HSG-Handballer mit Trommeln und Anfeuerungsrufen ordentlich Rabatz zu machen. „Vorher hatten wir keinen offiziellen Namen. Aber seitdem das Banner in der Halle hängt, bezeichnen uns die meisten als Mini-Ultras“, erklärt der Schüler, der das Marianum Fulda besucht.

Wie die meisten in der Gruppe der Jugendtrommler ist Sören Nachwuchshandballer bei der HSG und verfolgt als Spieler der D-Jugend fast jedes Spiel der Herren und die Heimspiele der Damen. Dabei kommt es nicht selten vor, dass der junge Kreisläufer und Mittelmann gerade an den großen Heimspieltagen zum eigenen Jugendspiel um zehn Uhr in der Halle aufschlägt und dort bis abends verweilt, um die Spiele der Herrenmannschaft um seinen Patenonkel und Kapitän des Männerteams, Benedikt Dimmerling, zu verfolgen.

Als „achter Mann“ die HSG-Teams zu pushen ist Ehrensache

Die teilweise weit weg stattfindenden Auswärtsspiele versuchen die Youngster so häufig wie möglich zu besuchen. „Ich fahre dann meistens im Bus mit und reserviere für die Jungs, die ebenfalls mitkommen wollen, die Plätze“, so Sören. Für ihn und die übrigen Mitglieder der Gruppe, die zum Teil schon in der C-Jugend Handball spielen, ist es eine Selbstverständlichkeit, einen großen Teil des Wochenendes zu opfern, um die Seniorenmannschaften zu unterstützen.

„Wir Jugendspieler wünschen uns auch, dass man bei unseren Spielen zuschaut und anfeuert.“ Gerade, wenn es für die HSG-Teams einmal nicht so läuft, wollen die Mini-Ultras zur Stelle sein und als „achter Mann“ die Spieler pushen. „Wenn die HSG hinten liegt, dann drehen wir richtig auf“, so Sören, der jedoch zugibt: „Manchmal sind wir etwas übermotiviert und schießen über das Ziel hinaus.“ Generell habe seine Truppe bisher aber positives Feedback von den Mannschaften bekommen.

Handballfreie Zeit am Sonntag endlich zu Ende

Dass die Mini-Ultras auch am Sonntag wieder mit vollem Einsatz dabei sind, wenn um 15 Uhr das Frauenspiel ansteht und um 17 Uhr die Herren folgen, ist für die handballverrückten Jungs Ehrensache. Besonders für Sören kann die Runde gar nicht schnell genug wieder losgehen. „Sechs Wochen Sommerferien ohne Handball sind für mich beispielsweise eine lange Zeit.“ Klar also, dass das erste Heimspiel des Jahres gar nicht schnell genug kommen kann.

Die Chancen seiner HSG schätzt der Nachwuchshandballer sowohl bei den Damen, die es mit Oberliga-Absteiger Fritzlar zu tun bekommen, als auch bei den Herren, die gegen den Vierten Baunatal gefordert sind, übrigens als gut ein. „Wenn beide Teams die Gastmannschaften ernst nehmen, kriegen sie das hin“, ist Sören zuversichtlich gestimmt, dass die Damen Revanche für die 27:33-Niederlage des Hinspiels nehmen und die Herren ihren Siegeszug Richtung Meisterschaft auch zum Rückrundenauftakt fortsetzen werden.

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