Fotos: Schule, Norman Zellmer

Lüdertalschule feiert: Ein halbes Jahrhundert Mittlere Reife

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Großenlüder - Für die Schüler und das Lehrerkollegium der Lüdertalschule in Großenlüder ist am Freitag ein besonderer Tag: Ihre Schule feiert das 50. Jubiläum ihres Realschulzweigs und hat neben einem großen Festakt für Samstag auch einen Tag der offenen Tür geplant.

Von unserem Redaktionsmitglied Ann-Katrin Hahner

Eigentlich ist die Schule aber älter als die 50 Jahre, die Schulleitung, Kollegium, Schüler und zahlreiche geladene Gäste am Freitagabend bei dem Festakt in der Aula feiern werden. „Mit dem Jubiläum feiern wir das 50-jährige Bestehen der Schulform, wie sie auch heute noch existiert. Also Haupt- und Realschulzweig“, erklärt Direktorin Antje Neiße.

Denn bevor der Realschulzweig samt Neubau im Jahr 1969 hinzukam, war die Lüdertalschule zunächst eine reine Volksschule von Klasse eins bis acht und ab 1967 eine Hauptschule bis zur neunten Klasse.

Heutigen Namen erst 1971 erhalten

Ihren heutigen Namen „Lüdertalschule“, kurz LTS, erhielt die Bildungseinrichtung sogar erst im Jahr 1971. Per Abstimmung wurde der Name aus 50 Vorschlägen für die Schule, die zu diesem Zeitpunkt aus Grund-, Sonder-, Real- und Hauptschule bestand, ausgewählt.

Bis Ende der 70er-Jahre stiegen die Schülerzahlen an Haupt- und Realschule stark an und erreichten mit 1035 Schülern in 32 Klassen im Schuljahr 76/77 ihren Höchststand. Der Boom in der Sekundarstufe I war so groß, dass auf ihn ein Erweiterungsbau folgte, der im Schuljahr 81/82 eingeweiht wurde.

Rückblick auf 50 Jahre

„In den letzten 50 Jahren ist so einiges passiert, auf das es sich zurückzublicken lohnt“, so Direktorin Neiße, die jedoch betont: „Beim Festakt wollen wir vor allem zeigen, was unsere Schule heute ausmacht.“ Und das beschränkt sich nicht nur auf die Reise nach Seefeld in Tirol, welche die gesamte Schülerschaft mit sieben Bussen im vergangenen Mai im Rahmen des Jubiläums unternahm.

„Das war ein Mammutprojekt, aber gleichzeitig ein wunderbares Erlebnis, was alle Schüler, ungeachtet der Schulform oder Jahrgangsstufe zusammengeschweißt hat. Unsere Schule hat aber noch viel mehr zu bieten“, erklärt Neiße.

Ansturm hat zugenommen

Das umfasse zahlreiche Projekte wie die Theatergruppe, das Bläserkonzept, den Sanitätsdienst oder die Töpferwerkstatt. „Bei all diesen Projekten ist es uns sehr wichtig, dass wir keine Unterscheidung der Schulformen machen. Die Hauptschüler können beispielsweise genauso ein Instrument erlernen wie die Realschüler“, heißt es von Neiße.

Natürlich beschäftigt die LTS aber auch die Zukunft. Der Ansturm auf die Gymnasien hat in den vergangenen Jahren zugenommen, sodass auch die Lüdertalschule mit einem Rückgang zu kämpfen hat, denn aus den ehemals über 1000 Schülern sind inzwischen rund 90 Haupt- und circa 270 Realschüler geworden. „Es ist unser Ziel, in den nächsten Jahren eng mit den Grundschulen zusammenzuarbeiten, um die Attraktivität der Haupt- und Realschule wieder hervorzuheben“, so Neiße.

Etat ist ein besonderes Anliegen

Vor allem der Erhalt der Hauptschule ist der Schulleiterin ein besonderes Anliegen. „Wir möchten den Leuten klarmachen, dass es ‚den Hauptschüler‘ nicht gibt. Unsere Hauptschüler sind sehr nette, stark auftretende und engagierte junge Menschen.“

Alle Schüler, egal ob Haupt- oder Realschule individuell, in engem Kontakt mit den Eltern zu fördern sei das Hauptanliegen, das die Lüdertalschule auf ihrem Weg in die Zukunft weiterverfolgen wird.

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