Symbolischer Spatenstich für ein Projekt der Caritas in Maberzell.
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Symbolischer Spatenstich mit (von links) Markus Juch, Christof Schneider, Elmar Gurk, Dominique Vilmin, Ansgar Erb, Markus Swoboda sowie Markus Schneider.

Spatenstich im kleinen Kreis

Caritas baut in Maberzell Wohnhaus für verhaltensauffällige Jugendliche - Hilfe von Lotterie „Glücksspirale“

In der Nikolaus-Seng-Straße in Maberzell plant die Caritas ein Wohnhaus für eine heilpädagogisch-integrative Wohngruppe. Im kleinen Kreis fand nun der Spatenstich statt.

Maberzell - Wegen der Corona-Einschränkungen hat die Caritas mit ihrer Jugendhilfe jetzt in Maberzell im kleinsten Rahmen ohne große Feier ein neues Bauvorhaben gestartet: Entstehen soll auf einem Grundstück im Zentrum des Fuldaer Ortsteils ein Wohnhaus für eine heilpädagogisch-integrative Wohngruppe von maximal neun Kindern und Jugendlichen. Das Areal gehörte laut einer Mitteilung vor dem Erwerb durch den Diözesan-Caritasverband der örtlichen Kirchengemeinde, die sich von dem Stück Land hinter der Kirche aus wirtschaftlichem Erwägen heraus trennen musste.

Die Caritas baut in Maberzell ein Wohnhaus für verhaltensauffällige Jugendliche

Zum offiziellen Spatenstich, mit dem die Baumaßnahmen symbolisch aufgenommen wurden, waren Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch, Vorstandsmitglied Ansgar Erb, der Caritas-Aufsichtsratsvorsitzende Msgr. Elmar Gurk, Jugendhilfe-Ressortleiter Dominique Vilmin und der Einrichtungsleiter des Jugendhilfeverbunds St. Elisabeth, Christof Schneider, auf die Baustelle gekommen. Als Vertreter aller beteiligten Planer war Architekt Markus Swoboda zugegen, und auch Ortspfarrer Markus Schneider beteiligte sich als Vertreter der Kirchengemeinde an dem Spatenstich.

„Mit dem Neubau schaffen wir nach der Wohngruppe ‚Franziskus‘ am Wachtküppelweg im Stadtgebiet dem Bedarf entsprechend einen zweiten Standort in der Region Fulda, an dem Kinder und Jugendliche mit erheblichen Verhaltensauffälligkeiten die notwendige pädagogische Begleitung finden“, resümierte Caritasdirektor Juch den Start des Baus. „Darüber hinaus können auch Kinder mit regulärem Unterstützungsbedarf in der neuen Wohngruppe Platz finden. Der integrative Ansatz sieht vor, dass alle betreuten Kinder und Jugendlichen im gemeinsamen Alltag der Wohngemeinschaft von- und miteinander lernen und sich gegenseitig unterstützen und fördern“, betonte Juch.

Kosten für Wohnhaus belaufen sich auf etwa eine Million Euro

In dem Wohngebäude entstehen im Erdgeschoss ein Büro, die gemeinschaftlichen Aufenthaltszimmer für die Wohngruppe sowie zwei Wohnräume. Im Obergeschoss befinden sich weitere Einzelwohnräume und die Bäder. Die Kosten belaufen sich auf rund eine Million Euro, erläuterte Vorstandmitglied Ansgar Erb. „Einen Großteil bringen wir durch Eigenmittel auf“, erklärte Erb und fügte hinzu: „Die Lotterie ‚Glücksspirale‘ fördert das Projekt jedoch dankenswerterweise mittels eines Zuschusses in Höhe von 111.659 Euro.“

Die Fertigstellung des Gebäudes für die Wohngruppe ist für das erste Quartal 2022 avisiert. Da die Liegenschaft in Maberzell weiteren Platz bietet, plant die Caritas in einem zweiten Schritt im nächsten Jahr auch den Bau einer Wohnanlage mit elf Wohneinheiten. Für diese Wohnungen soll laut Mitteilung ein Antrag auf Förderung im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus an die Stadt Fulda gestellt werden. Die Wohnungen werden dann als Sozialwohnungen auch für Menschen aus der Klientel der Caritas – zum Beispiel junge Erwachsene in der Verselbstständigung – sowie für Personenkreise zur Verfügung stehen, für die viele Mietangebote auf dem freien Markt außerhalb ihrer finanziellen Möglichkeiten liegen. (han)

Lesen Sie hier: Caritas-Pflegeschule wird ausgebaut.

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