Diakon Dietrich Fröba (links) leitete das Projekt. Fotos: Gefängnisseelsorge JVA Hünfeld / JVA Fulda

„Mach die Tür auf!“: Häftlinge präsentieren Kunstwerke im Bischöflichen Generalvikariat

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Anlässlich des Diözesantreffen der Gefängnisseelsorger im Bistum Fulda eine ungewöhnliche Ausstellung im Bischöflichen Generalvikariat statt. In dem Projekt „Mach die Tür auf!“ haben Häftlinge aus den Justizvollzugantalten Kassel 1 und 2 ihre Gedanken, Ängste und Hoffnungen auf Papier gebracht und ausgestellt.

Die Gefangenen in den Kasseler Justizvollzugsanstalten haben ein symbolisches Bild „ihrer“ Tür gezeichnet. Oftmals stand ihnen dabei ihre Haftraumtür Modell, wie die Gefängnisseelsorge der JVA Hünfeld/ JVA Fulda mitteilt.

Projekt soll Haltung zu Häftlingen ändern

In der Gefängnisseelsorge spürt man, dass das traditionelle Angebot der Kirche öfters auf Wände stößt, heißt es in der Mitteilung der Gefängnisseelsorge weiter. Diakon Dietrich Fröba habe allerdings mit seinem kreativen Projekt nun der Seelsorge vor Ort neuen Elan gegeben.

„Die Türen, ihre Zellentüren, sind zu! So gehört es sich für eine Haftanstalt. Diejenigen, die dort sitzen aber, wünschen sich natürlich nichts sehnlicher, als dass für sie die Tür aufgeht.“ , erklärt Fröba. In der Gesellschaft „draußen“ aber, würden leider viele Menschen denken: „Am besten zuschließen und den Schlüssel wegwerfen.“ Das will er mit seinem Projekt ändern.

Innere Türen sollen geöffnet werden

Diakon Coetsier, Seelsorger an der Justizvollzuganstalt Hünfeld und der Justizvollzuganstalt Fulda, betont: „In unserem säkularen Umfeld, in dem Kirchenaustritte offensichtlich zunehmen, ist es wichtig an die Ränder zu gehen, um da die Menschen aufzufangen.“

Die Ausstellung zeige einen Wendepunkt und die Inhaftierten in Kassel seien ein Vorbild für alle Menschen, die inneren Türen aufzumachen!“ / mbl

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