Fotos: Franz-Josef Enders

Not macht erfinderisch: Eine Christmette im Autohaus

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hilders - Statt in der Kirche finden viele Gottesdienste in Hilders zurzeit im Autohaus, in der Scheune, im Kindergarten oder im Feuerwehrhaus statt. Der Grund: Die Kirche in Hilders wird seit dem Spätsommer saniert.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

„Wir haben in der Gemeinde gefragt, wer uns einlädt“, erzählt Pfarrer Michael Möller. „Man muss im Ort präsent bleiben und sehen, wie wir die Gläubigen erreichen“, begründet der Pfarrer die ungewöhnlichen Orte für die Messen. Die Resonanz sei auf jeden Fall gut gewesen bisher, berichtet er.

Im Bauernhof, Kindergarten und Feuerwehrhaus Gottesdienste gefeiert

Möller nennt die umgebaute Scheune in der Hilderser Marktstraße. Dort ist drei Mal Gottesdienst gefeiert worden. Bernd Klein und Alexander Herget hätten sie wunderschön umgestaltet. Als es noch nicht so kalt war, wurden Freilichtgottesdienste auf dem Hausberg von Hilders, dem Battenstein, einmal in einer Straße in der Marktgemeinde oder auf den Treppenstufen der Kirche gefeiert. Aber auch ein Bauernhof, der Kindergarten und das Feuerwehrhaus waren schon Orte, in die die Gläubigen eingeladen wurden. In der evangelischen Kirche hätten ökumenische Gottesdienste für Frauen stattgefunden, berichtet der Seelsorger.

Christmette im Autohaus Weber

Für Heiligabend hat der Pfarrer auch schon eine Einladung. Dann wird im Autohaus Weber die Christmette gefeiert. „Wir sind dankbar für die Möglichkeit, dort sein zu dürfen“, sagt er. Die Räume böten eine gewisse Größe, die für diesen besonderen Gottesdienst, der immer gut besucht werde, notwendig sei. Sicherlich müssten sich die Gläubigen etwas umstellen. Der feierliche Rahmen einer Kirche fehle, räumt er ein. Der Pfarrer ist sich sicher, dass der Raum wunderbar gestaltet und festlich geschmückt sein wird. Die Küsterin wird die fahrbare Sakristei mitbringen, und der transportable Altar der Kolpingfamilie wird aufgestellt. Schon am vergangenen Sonntag wurde im Autohaus die Heilige Messe gefeiert und auch am morgigen vierten Advent ist dort wieder der Gottesdienst.

Wer lieber ganz klassisch einen Kirchenbesuch vorzieht, der kann natürlich nach Batten oder Wickers kommen, erzählt der Pfarrer. Dort fänden wie üblich Messen statt.

Sanierung seit Ende August

Der Grund für die neuen Gottesdienstorte ist die Sanierung der katholischen Kirche St. Bartholomäus in Hilders. Seit Ende August wird dort gearbeitet. Nicht nur die Orgel müsse überholt werden, sondern die Innenräume des Gotteshauses müssten gereinigt und gestrichen werden, berichtet Pfarrer Möller. Im Zuge dieser Arbeiten werden die Altäre saniert und die Heizungsanlage überprüft. Schließlich sollen die Elektroleitungen, die nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand sind, erneuert werden.

Ziel ist es, dass Ostern wieder in der dann generalüberholten Kirche Gottesdienste abgehalten werden können. Dann werde zwar noch gearbeitet, aber die Gerüste seien weg.

Bis es so weit ist, werden die Messen auch in Zukunft an ungewöhnlichen Orten in Hilders stattfinden. Bis Januar hat der Pfarrer schon Zusagen, und er hofft auf weitere Einladungen.

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