2020 geht zu Ende. Diese Corona-Regeln gelten zum Jahreswechsel.
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2020 geht zu Ende. Diese Corona-Regeln gelten zum Jahreswechsel.

Wechsel der Jahre

Silvester in der Corona-Krise: Kontrollen im Main-Kinzig-Kreis und in Fulda angekündigt

  • vonAlina Hoßfeld
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Ausgangssperre, Kontaktbeschränkungen und Böllerverbot: Die Silvesternacht wird durch die Corona-Pandemie wohl ruhiger verlaufen als sonst. Die Polizei im Main-Kinzig-Kreis und in Fulda kündigt Kontrollen an. Ein Überblick über die geltenden Regeln.

Kreis Fulda/Main-Kinzig-Kreis - Während es an Weihnachten Ausnahmen bei den Corona-Beschränkungen gab, gelten an Silvester die strengen Regeln weiter und wieder. Mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen heißt das: In der Öffentlichkeit dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Hausständen treffen. Dabei werden Kinder im Alter bis zu 14 Jahren nicht mitgezählt. Im privaten Raum wird die Einhaltung dieser Regelung dringend empfohlen.

Auch die geltenden Ausgangsbeschränkungen werden nicht gelockert. Da der Landkreis Fulda und der Main-Kinzig-Kreis weiterhin eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 haben, ist ab 21 Uhr der Aufenthalt im öffentlichen Raum bis 5 Uhr morgens verboten. Das Haus darf in dieser Zeit nur noch aus einem triftigen Grund verlassen werden. Dazu zählt unter anderem die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, die Begleitung Sterbender und die Versorgung von Tieren.

Corona-Krise und Jahreswechsel: Diese Regeln gelten - und werden durch die Polizei kontrolliert

Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist bereits seit Mitte Dezember verboten. Hierbei wird es ebenfalls keine Ausnahme für den Jahreswechsel geben.

Was für viele an Silvester dazugehört, ist in diesem Jahr ebenfalls nicht erlaubt: Das Zünden von Feuerwerkskörpern ist im gesamten Landkreis Fulda im öffentlichen Raum verboten. „Zum öffentlichen Raum zählen unter anderem Bürgersteig, Straße und Friedhof. Der private Raum setzt sich aus dem Garten, Balkon und dem eigenen Grundstück zusammen“, erklärt die Pressestelle des Landkreis Fulda auf Nachfrage unserer Zeitung.

Auf dem eigenen Grundstück könne kein Verbot ausgesprochen werden, der Landkreis Fulda appelliert jedoch: „Das Gesundheitssystem ist enorm belastet. Daher wird die dringende Empfehlung ausgesprochen, das Zünden von Feuerwerkskörpern auch im privaten Raum zu unterlassen.“ So sollen die Notaufnahmen zum Jahreswechsel entlastet werden. Im Main-Kinzig-Kreis sind die Regeln strenger. Hier ist Feuerwerk per Allgemeinverfügung generell untersagt. Darauf weist die Polizei hin.

Landkreis Fulda: Gesundheitssystem enorm belastet

Bereits der Verkauf von Feuerwerk und Knallkörpern hat in diesem Jahr nicht stattgefunden. In einigen Prospekten der Einzelhändler gab es jedoch zahlreiche Angebote für Böller und Raketen; auch beim Fuldaer Händler Tegut. Die Pressestelle des Unternehmens erklärt auf Nachfrage: „Bei der Produktion unserer Prospekte haben wir einen sehr großen Vorlauf. Meist sind das vier bis sechs Wochen. Die Beschlüsse der Bundesregierung, den Verkauf von Feuerwerk zu verbieten, wurden jedoch erst Mitte Dezember bekannt. Aus diesem Grund haben wir es nicht geschafft, die Angebote aus dem Prospekt zu nehmen.“ Mithilfe von Aufstellern in den Märkten und Hinweisen auf der Facebook-Seite und der Website des Unternehmens, würden die Kunden auf das Verkaufsverbot hingewiesen.

Damit die Maßnahmen auch eingehalten werden, wird die Polizei Kontrollen durchführen. Im Main-Kinzig-Kreis werden im Vorfeld Schutzkonzepte erstellt. In der Silvesternacht werde hohe Präsenz an potenziellen Versammlungsorten gezeigt. „Hierbei werden wir durch die Bereitschaftspolizei unterstützt. Zudem stehen wir frühzeitig mit anderen eingesetzten Behörden, Kommunen, Ordnungsämtern und Sicherheitsdiensten in Kontakt“, heißt es von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Südosthessen. Solche Kontrollen führte die Polizei im Main-Kinzig-Kreis bereits vor den Feiertagen durch.

Polizei appelliert an Verantwortungsbewusstsein

Auch das Polizeipräsidium Osthessen wird an Silvester „auf den osthessischen Straßen und Plätzen mit einem personell starken Nachtdienst präsent sein“, heißt es in einer Pressemitteilung. Dabei liege der Schwerpunkt in der Überwachung und Durchsetzung der geltenden Maßnahmen. Hierbei appelliert die Polizei an die Einhaltung der „gültigen Verordnung der Hessischen Landesregierung und den Allgemeinverfügungen der osthessischen Landkreise zur Eindämmung der Corona-Pandemie.“

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