K-Frage

Laschet oder Söder? - CDU-Politiker aus Osthessen haben einen klaren Favoriten

  • Daniel Krenzer
    vonDaniel Krenzer
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Wer soll nach 16 Jahren Angela Merkel das Kanzleramt für die Konservativen verteidigen: Armin Laschet oder Markus Söder? Wir haben unter der Woche CDU-Politiker aus Fulda und Osthessen befragt, wen sie lieber als Kanzlerkandidaten sehen würden.

Berlin/Fulda - Die Vorsitzenden von CDU und CSU - Armin Laschet und Markus Söder - sind beide zur Übernahme der Kanzlerkandidatur der Union bereit. Das erklärten die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Bayern am Sonntag erstmals öffentlich.

Laschet sagte in einer Pressekonferenz zur Klausurtagung der Spitze der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, er und Söder hätten vor diesem Tag ein langes Gespräch geführt. „Wir haben unsere Bereitschaft erklärt, für die Kanzlerkandidatur anzutreten.“ Söder berichtete: „Wir haben festgestellt, dass beide geeignet und beide bereit sind.“ Sein Eindruck aus dem Gespräch mit Laschet sei: „An seiner Entschlossenheit und an meiner Entschlossenheit zu der Kandidatur, da gibt es keinen Zweifel. Wir glauben beide, gute Gründe zu haben.“ (Lesen Sie auch: Peter Tauber (CDU) verlässt Politik - „Melde mich ab“)

Laschet oder Söder? - Osthessens CDU-Politiker haben klaren Favoriten

Thomas Hering, Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Fulda I: „Die möglichst schnell und geordnet zu entscheidende Kandidatenfrage sehe ich gerade heute losgelöst vom Parteivorsitz, um den es schon genug Unruhe gegeben hat. Infolgedessen steht für mich ein Kandidat aus dem Süden der Republik keineswegs zurück, sondern könnte in Person des Markus Söder als Performer mit hohen Zustimmungswerten ein Signal für Aufbruch und Profilschärfung setzen. Übrigens mit ähnlicher Machermentalität eines Friedrich Merz, dessen wirtschafts- und finanzpolitischer Sachverstand in der kommenden Zeit ebenfalls gefragt sein könnte im Sinne solider CDU-Politik.“

Markus Meysner, Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Fulda II und Kreisverbandsvorsitzender Fulda: „Der CDU-Kreisverband Fulda hat noch keine Entscheidung oder Empfehlung in der Personalie der Kanzlerkandidatur getroffen. Bei den aktuell diskutierten Namen halte ich persönlich durchaus Markus Söder für einen geeigneten Kandidaten. Ebenso wie Friedrich Merz steht er eher für eine Veränderung innerhalb der Partei, die nach meinem Empfinden von der Parteibasis zur Zeit ersehnt wird.“

Heiko Wingenfeld, Oberbürgermeister der Stadt Fulda: „Im Bezirksvorstand haben wir die Frage der Kanzlerkandidatur noch nicht erörtert. Von den derzeit diskutierten Kandidaten halte ich persönlich Markus Söder für am besten geeignet, um eine breite Unterstützung in der Bevölkerung zu erreichen.“

Kanzlerkandidatur: Große Sympathien für Markus Söder in Osthessen

Katja Leikert, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Hanau und Kreisvorsitzende der CDU im Main-Kinzig-Kreis: „Als CDU haben wir den Anspruch, auch nach der Bundestagswahl im September den Bundeskanzler zu stellen. Der CDU-Parteivorsitzende ist dabei innerhalb der Union immer auch der erste Anwärter auf die Kanzlerkandidatur. Armin Laschet hat in Nordrhein-Westfalen bereits bewiesen, dass er das größte Bundesland erfolgreich führen kann. Er besitzt eine große integrative Kraft und hat klar gemacht, dass er nach der Pandemie für Deutschland ein Modernisierungsjahrzehnt anstrebt. Er ist ein überzeugter Proeuropäer und Transatlantiker, der mit der richtigen Weitsicht agiert. Ich halte ihn deshalb für den richtigen Kanzlerkandidaten.“

Jens Mischak, CDU-Kreisvorsitzender und Erster Beigeordneter im Vogelsbergkreis: „Bei den letzten beiden CDU-internen Wahlen lag ich mit meinen Präferenzen jedes Mal daneben. Ich habe bei der Vorsitzendenfrage zwei Mal für Friedrich Merz gestimmt, einmal wurde es AKK, einmal wurde es Armin Laschet. Ich spreche mich daher dieses Mal für Armin Laschet aus, vielleicht wird es dann ja Markus Söder, den ich persönlich bevorzuge. Derjenige muss Kanzlerkandidat werden, der in der Bevölkerung den meisten Rückhalt hat.“

Info

Die CDU-Politiker aus Osthessen haben ihre Statements für die Printausgabe der Fuldaer Zeitung abgegeben. Weitere Stimmen lesen Sie in der Samstagausgabe der Fuldaer Zeitung sowie im E-Paper.

Lukas Kaufmann, Bezirksvorsitzender der Jungen Union Osthessen: „Markus Söder und Armin Laschet sind beide erfolgreiche Ministerpräsidenten und haben das Zeug zum CDU/CSU-Kanzlerkandidaten. Persönlich tendiere ich zu Markus Söder. Ich bin Fan seiner pragmatischen Art, Probleme nach dem Motto ‚Södern statt Zögern‘ schnell und effizient zu lösen. Er genießt zudem – meinem Eindruck nach – großen Rückhalt innerhalb der Jungen Union.“

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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