Fotos: privat, dpa

Das meinen die hiesigen CDU-Abgeordneten zum Kampf um die Spitze

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda/Berlin - Unsere Zeitung hat Michael Brand, den CDU-Bundestagsabgeordneten aus Fulda, und Peter Tauber, den CDU-Bundestagsabgeordneten aus Gelnhausen und Parlamentarischen Staatssekretär im Verteidigungsministerium, um ein Statement zum aktuellen Richtungskampf um die Spitze in ihrer Partei gebeten.

Nur geschlossen kommt die Union wieder nach oben, meint Michael Brand:

Friedrich Merz, mit dem ich in den letzten Monaten, wie auch mit Jens Spahn, in Kontakt bin, habe ich am Bildschirm mitverfolgt. Er hat viele für die Union und unser Land wichtige Punkte sehr gut und richtig angesprochen, sowohl für die Zeit bis zur Bundestagswahl als auch für die Zeit nach Angela Merkel.

Auch Armin Laschet und Jens Spahn waren richtig gut. Wer vor Wochen noch orakelt hat, ob es Kandidaten für CDU-Vorsitz und Kanzler gibt, der weiß jetzt: mit Merz, Laschet und auch Röttgen hat die Union Persönlichkeiten, die ohne Zweifel in der Lage wären, die CDU und Deutschland gut zu führen.

Natürlich habe auch ich noch offene Fragen. Gut war, dass die Kandidaten in Freundschaft und Offenheit übereinander reden. Das ist ein wichtiges Signal: den Wettbewerb in Fairness führen, und sich dann hinter dem neuen Vorsitzenden versammeln. Das ist wichtig, weil die Union nur geschlossen wieder nach oben kommt. Wenn das gelingt, gibt es Zuversicht nach den letzten Erschütterungen, und auch für die Zeit nach der Ära Merkel.

Der Wettbewerb um den Vorsitz muss fair und transparent ablaufen, meint Peter Tauber:

Dass wir Ende April einen Parteitag begehen, um einen neuen Vorsitzenden oder eine neue Vorsitzende zu wählen, ist in Anbetracht der aktuellen Stimmung sinnvoll. Es geht nicht um Umfragewerte oder Streitigkeiten in unserer Partei, sondern darum, nach innen wie nach außen die Stabilität und Sicherheit zu bieten, die von uns als einzig überlebender Volkspartei auszugehen hat und dabei gerade jetzt klare Linien gegenüber den politischen Extremen zu ziehen, die unser Land und unsere Gesellschaft ganz akut bedrohen.

Diese Abgrenzung wird eine der Hauptaufgaben des neuen Vorsitzenden oder der neuen Vorsitzenden sein. Nur so werden wir dem Charakter der Union als Sammlungsbewegung der Mitte gerecht und nur so werden wir künftig Wahlen gewinnen. Der innerparteiliche Wettbewerb um den Vorsitz muss nun fair und transparent ablaufen, dann werde ich als CDU-Mitglied jede gefundene Lösung auf jeden Fall mittragen.

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