Symbolfoto: Förderverein Florenberg

Mitnahme von Speisen und Getränke erlaubt – konfliktreich für Gastronomen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Künzell/Eichenzell - Sich bei schönem Wetter an einem Stand einen Kaffee oder eine Brezel mitnehmen – das ist auch in Corona-Zeiten erlaubt. Gastronomen, die diesen Service bieten, bekommen aber Probleme.

Frohnapfel sagt, sie verstehe das, aber als ihr der Mitarbeiter des Ordnungsamtes sagte, der Verkauf von Flammkuchen und Brezeln außer Haus sei „ein Graubereich“, da stellte sie die gesamte Außenbewirtung ein: „Ich will mich ja nicht strafbar machen“, sagt sie.

Andernorts weniger Kontrollen?

Die Florenberg-Chefin ärgert sich aber, dass die Außengastronomie andernorts nach ihrem Eindruck laxer kontrolliert werde – wie zum Beispiel an Schloss Fasanerie. Dort kann man am Postenhaus am Eingang Getränke und kleine Speisen mitnehmen. Setzen kann man sich dort nicht. Aber den Eindruck, dass dort nicht kontrolliert werde, den hat Gastronom an Schloss Fasanerie, Karl Gustav Müller, ganz und gar nicht.

Er berichtet, dass er in den vergangenen Tagen so oft das Ordnungsamt in dem Park gesehen habe wie zuvor in vielen Jahren nicht. Ebenso sei die Polizei mehrfach im Park und an seinem Kiosk erschienen. Und so wie seine Kollegin am Florenberg konnte auch Müller seine Kleinigkeiten für Wanderer und Spaziergänge nicht problemlos anbieten.

Ärger über Drive-In

Er hatte vor seinem Kioskverkauf zwei nackte Stehtische stehen und wurde aufgefordert, diese zu entfernen, damit die Speisen und Getränke auch wirklich unterwegs konsumiert werden und nicht an dem Kiosk. Vor-Ort-Verzehr ist verboten.

Künzells Bürgermeister Zentgraf versichert, er habe kein Problem mit Außengastronomie, aber über die Zustände an der Filiale einer amerikanischen Schnellimbisskette in Künzell ärgert er sich doch. Der Rathauschef berichtet: „Wir haben rund um den Drive-In derzeit vermehrt mit überfüllten Mülleimern zu kämpfen. Im Auto wird gegessen und der Müll wir dann neben dem überfüllten Mülleimer entsorgt, statt ihn mit nach Hause in die Mülltonnen zu nehmen.“

*Nachtrag

Leonora Frohnapfel hatte den Verkauf von Bier geplant und hatte dies auf Facebook angekündigt, aber bevor es dazu kam, hatte sie Kontakt mit dem Ordnungsamt, welches sie bat, auf den Ausschank von Fassbier zu verzichten. Aus diesem Grund kam es nicht zum Bierverkauf.

  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren