Symbolfoto: Peter Steffen/dpa

Mittwoch Urteil: Versuchter Mord oder gefährliche Körperverletzung?

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Versuchter Mord oder gefährliche Körperverletzung? Im Prozess gegen einen Künzeller, der seine Frau und ihren Begleiter niedergestochen haben soll, liegen Verteidigung und Staatsanwaltschaft in ihrer Bewertung weit auseinander.

Der 54-jährige Künzeller soll im Januar zu der Wohnung seiner Frau, von der er seit einiger Zeit getrennt lebte, gefahren sein. Dort habe er ihr und ihrem neuen Lebensgefährten aufgelauert und sie mit einem Klappmesser attackiert. Beide soll er mit je fünf Stichen schwer verletzt haben. Für Staatsanwalt Christoph Wirth ist das ein klarer Mordversuch. Es habe keine Provokation gegeben, keinen Streit zuvor – für Wirth ein Indiz, dass die Attacke keine Affekthandlung war, sondern „ruhig und geplant“. Zudem habe der Angeklagte keinerlei Reue oder Einsicht gezeigt.

Verteidiger Rudolf Karras warf der Staatsanwaltschaft vor, hauptsächlich mit „Vermutungen, Spekulationen und Unterstellungen“ zu argumentieren. „Die Tatwaffe ist ein einfaches Taschenmesser.” Die Stiche seien zudem nicht lebensgefährlich gewesen. „Dabei hätte er als Schlachter genau gewusst, was tödlich ist.“ Das Urteil soll am Mittwoch, 10. September, um 12 Uhr verkündet werden.

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