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Rhöner Wolfspaar hat Nachwuchs - zudem neue Wölfin in Hessen nachgewiesen

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Wölfin mit erkennbarem Gesäuge auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken
Wölfin mit erkennbarem Gesäuge auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken. © BImA – Bundesforstbetrieb Reußenberg

Bei den Wölfen am Truppenübungsplatz Wildflecken gibt es Nachwuchs. Außerdem konnte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie in Hessen eine neue Wölfin aus Mecklenburg-Vorpommern identifizieren.

Wiesbaden/Wildflecken - Im Wolfsterritorium am Truppenübungsplatz Wildflecken gibt es Nachwuchs: Dort habe eine Fotofalle im bayerischen Teil des Gebiets eine Wölfin mit einem erkennbaren Gesäuge aufgenommen, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Donnerstag (7. Juli) in Wiesbaden mit. Die Aufnahme gelte als Nachweis dafür, dass das dort sesshafte Wolfspaar in diesem Frühjahr Nachwuchs bekommen habe.

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In Hessen sei zudem eine neue Wölfin nachgewiesen worden. Mithilfe der genetischen Analyse einer Kotprobe aus dem Werra-Meißner-Kreis sei das Tier identifiziert worden, hieß es.

Möglich sei dies gewesen, weil eine aufmerksame Spaziergängerin ihren Fund an den zuständigen Wolfsberater gemeldet habe. Das weibliche Tier mit dem Laborkürzel GW2407f sei im vergangenen Jahr im Wolfsterritorium Billenhagen in Mecklenburg-Vorpommern geboren worden.

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Es sei der erste Nachweis dieses Tieres in Hessen gewesen, so das HLNUG. Meist im zweiten Lebensjahr machten sich Wölfe auf Partnersuche und wandern dafür aus dem elterlichen Rudel ab, um sich ein eigenes Territorium zu suchen.

Im Rahmen des Wolfmonitorings sammeln die Fachleute in Hessen regelmäßig Informationen darüber, ob nach Hessen einwandernde Wölfe weiterziehen oder hier sesshaft werden. Dies lasse sich für die neu nachgewiesene Wölfin noch nicht sagen, werde aber im Rahmen des Wolfsmonitorings untersucht. (Lesen Sie auch: Wolfspopulation in Hessen wächst - aktuell zehn erwachsene sesshafte Tiere nachgewiesen)

Rhön: Monitoring identifiziert neue Wölfin aus Mecklenburg-Vorpommern

Der erste Fall eines Nutztier-Risses im seit 1. Mai laufenden Monitoringjahr sei im Vogelsbergkreis festgestellt worden. Dort wurde am 31. Mai eine Ziege von einem Wolf gerissen, wie es hieß. Im Umfeld seien nun alle Schaf- und Ziegenhalterinnen und -halter aufgerufen, „ihre Tiere sachgerecht mit elektrifizierten Zäunen zu schützen“.

Über Fördermöglichkeiten berät demnach die jeweilige Landwirtschaftsverwaltung des entsprechenden Landkreises. Darüber hinaus berate der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen zu Fragen rund um den Herdenschutz. „Zusätzlich zur Förderung können Tierhalterinnen und Tierhalter für die von Wölfen verursachten Schäden einen finanziellen Ausgleich erhalten“, so das HLNUG. (sob, dpa)

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