Vom Radom aus hinab nach Poppenhausen: Felix Weigl (von links), Ann-Katrin Jehn, Sabine Kohl, Thomas Schafranek und Jan Staubach starten die Monsterroller-Tour.
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Vom Radom aus hinab nach Poppenhausen: Felix Weigl (von links), Ann-Katrin Jehn, Sabine Kohl, Thomas Schafranek und Jan Staubach starten die Monsterroller-Tour.

Test der Redaktion

Freizeitspaß garantiert: Mit dem Monsterroller auf einer rasanten Tour durch die Rhön

  • vonAnn-Katrin Jehn
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Touren in der Rhön – ob zu Fuß oder auf zwei Rädern – sind in diesem Sommer für viele Daheimgebliebene erste Wahl. Wer es rasant und außergewöhnlich mag, kommt mit Monsterrollern auf seine Kosten.

  • Die Redaktion hat die Monsterroller getestet und ist von der Wasserkuppe bis nach Poppenhausen gefahren.
  • Bis zu 35 Stundenkilometer erreichen die orange-leuchtenden Riesenroller.
  • Bereits in der fünften Saison führen die Inhaber von Pro Impuls auf Monsterrollern durch die Rhön.

Poppenhausen - Mit hohem Tempo geht es die Wasserkuppe hinab, die Haare wehen im Wind, hinter uns staubt es und die Spaziergänger schauen uns verwundert hinterher. „Was sind denn das für Dinger?“ fragt einer. Zum Antworten bleibt keine Zeit, die Monsterroller rauschen nur so vorbei – bis zu 35 Stundenkilometer erreichen die orange-leuchtenden Riesenroller. Vor uns liegt eine elf Kilometer lange Tour von der Wasserkuppe bis nach Poppenhausen. Und diese führt uns nicht etwa über geteerte Straßen, sondern hauptsächlich über Schotterpisten und Serpentinen.

UnternehmenPro Impuls
AdresseDorfstraße 4, 36145 Hofbieber
ÖffnungszeitenMontag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr
Telefonnummer(06657) 2399991

Mit Monsterrollern durch die Rhön: Ein Helm und feste Schuhe sind Pflicht

„Das ist mit den Rollern kein Problem . Dank der breiten Stollenreifen nehmen wir jeden Stein ganz locker“, erklärt Jan Staubach am Startpunkt unterhalb des Radoms. Bereits in der fünften Saison führen er und seine Frau Carolin Gruppen auf den Monsterrollern durch die Rhön. „Ich habe solche Roller damals im Internet entdeckt und dachte, das ist eine super Ergänzung zu unserem Angebot“, sagt der Inhaber von Pro Impuls. Damit hatte der 42-Jährige den richtigen Riecher, die Touren kommen gut an.

Wer mit den Rollern fahren möchte, muss mindestens 13 Jahre alt sein. „Die Roller wiegen mehr als 15 Kilo, die sollte man schon im Griff haben“, sagt Staubach. Ein Helm ist natürlich Pflicht, feste Schuhe ebenso. Nach kurzer Einweisung und einem Bremstest kann es endlich losgehen. Auf den ersten Metern sind meine testenden Kollegen und ich noch etwas zaghaft, doch das ändert sich schnell. Kurz hinter dem Radom lassen wir es bergab einfach rollen – ganz klischeehaft sind die Männer uns beiden Frauen weit voraus. War ja klar!

Auch bei Regen wird mit den Monsterrollern durch die Rhön gefahren

Nach einem Drittel der Strecke ist jedoch auch für die Herren Vorsicht geboten, denn es geht vom Schotterweg auf Teer über. „Da verhält sich der Roller etwas anders und wird natürlich schneller“, hatte Staubach uns beim Zwischenstopp gewarnt. Tatsächlich wirkt der veränderte Untergrund wie eine kleine Erholung. Die Fahrt auf dem holprigen Weg erfordert nämlich etwas mehr Konzentration, um den Lenker unter Kontrolle zu behalten.

Besonders schnell wird der Roller übrigens, wenn wir in die Hocke gehen. Auf einem geraden Stück müssen wir die Monsterteile allerdings schieben, so bleibt aber zumindest die Gelegenheit die fantastische Aussicht zu genießen, die die Rhön bietet. Wir haben Glück, denn ein paar Stunden zuvor hatte es noch geregnet. „Wir fahren aber auch, wenn es nass ist. Da macht jede Pfütze richtig Spaß“, wirft unser Guide ein.

Es geht Richtung Guckaisee und anschließend liegen die letzten Kilometer nach Poppenhausen vor uns. Eineinhalb Stunden Fahrt und elf Kilometer liegen hinter uns, als wir am Ziel, dem Team-Tower, ankommen. Schade, denn wir würden gerne noch ein paar Kilometer dranhängen – das nächste Mal vielleicht sogar bei Regen und Matsch.

„Zwei Finger immer locker auf den Bremsen haben.“ Jan Staubach erklärt die Roller.

Während den Sommerferien kann man nicht nur mit Monsterrollern durch die Rhön fahren, sondern auch Stand-up-Paddling in Fulda lernen oder klettern gehen in Steinau. In der Rhön werden außerdem Sternenwanderungen angeboten. Und auf dem Nieder-Mooser See kann man Windsurfen gehen.

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