30 Jahre Mülltrennung - Müllcontainer
Bei der Müll-Trennung muss man einige Dinge beachten.
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Bei der Müll-Trennung muss man einige Dinge beachten.

Große Übersicht

Müll trennen: Diese Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden

  • Daniel Krenzer
    VonDaniel Krenzer
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Der beste Müll ist bekanntlich der, der gar nicht erst entsteht. Aber wenn doch? Wohin kommt welcher Abfall – und wohin auf keinen Fall? Eine Übersicht.

Gelbe Tonne: „Seit 2009 ist es nicht mehr ausschlaggebend, ob der Grüne Punkt auf den Verpackungen ist oder nicht. Denn alle Hersteller müssen sich einem dualen System angeschlossen haben, das die gebrauchten Verpackungen dem Recycling zuführt. Inzwischen konkurrieren diverse duale Systeme, die mit unterschiedlichen Kennzeichen arbeiten“, teilt die Verbraucherzentrale mit. 

Die Verpackungen müssen nicht gereinigt werden, aber leer sein. Gegenstände aus Kunststoffen wie zum Beispiel Zahnbürsten gehören nicht in die gelbe Tonne – außer es wird vom Entsorger ausdrücklich darauf hingewiesen. Dies ist aber eine seltene Ausnahme. Die Zahnpastatube hingegen gehört hinein. Drehverschlüsse aus Kunststoff sind im Restmüll besser aufgehoben.

So trennen Sie Müll richtig: Hier gehört der Kassenbon hin

Was gehört in die Gelbe Tonne?

Verpackungen aus Kunststoff, Weißblech und Aluminium – wie Folien, Tuben, Konservendosen, Styroporverpackungen oder Plastiktüten und Verbundverpackungen (die aus mindestens zwei verwobenen Materialien bestehen, zum Beispiel Tetrapacks oder Kaffeetüten)

Schwierige Fälle

Rein dürfen: Kronkorken, Coffee-to-go-Becher, Einwickelpapier wie vom Metzger oder Käsestand, Flaschenkorken (besser ist aber die Abgabe an gesonderten Kork-Sammelstellen), Schokokuss-Karton, Steingutflaschen, kleine Holzschachteln

Nicht rein dürfen: Benutzte Windeln, CDs und Kassetten, Feuerzeuge, Geschirr, Pflaster und Verbandsmaterial, Kugelschreiber, Klarsichthüllen, Zigarettenkippen, Dämmmaterial aus Styropor, Tapeten, Holzwolle, Keramik

Altpapier: In die Altpapier-Tonne gehört nur reines Papier. Wenn Papier mit Kunststoff verbunden ist und sich die Bestandteile nicht oder nur schwer voneinander trennen lassen, dann gehört der Abfall als Verbundstoff in die Gelbe Tonne. Da für die Herstellung von Papier neben Holz viel Wasser benötigt wird, empfiehlt sich aus Umweltschutzgründen ein sparsamer Umgang mit dem Rohstoff. Das Bundesumweltamt empfiehlt daher unter anderem, beidseitig zu drucken, keine unnötigen Kopien zu erstellen und möglichst digitale Angebote zu nutzen. So gibt es auch unsere Zeitung als E-Paper, bei dem kein Papiermüll anfällt.

Was gehört ins Altpapier?

Laut Bundesumweltamt gehören ins Altpapier folgende Dinge: Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren, Bücher Schulmaterial aus Papier, Papiere, Kartons und Pappen aus Büros und Verwaltungen, Geschenkpapier und -karton, Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton sowie Eierkartons

Schwierige Fälle

Rein dürfen: Recyclebare Kassenbons, die nicht aus Thermopapier bestehen (bieten immer mehr Händler an), Papierprodukte mit dem Blauer-Engel-Logo

Nicht rein dürfen: Standard-Kassenbons, Taschentücher, Küchenpapier, Tapeten, Wachs-, Paraffin-, Bitumen- und Ölpapiere, Selbstdurchschreibepapier, imprägnierte oder geleimte Pappen wie Plakate, Coffee-to-go-Becher, Hamburger-Verpackungen, Backpapier, Muffinförmchen, Trinkhalme, Pizzakartons mit Wärmeisolierung und/oder Fettresten, Pappschalen für Fertiggerichte, Papiere mit Klebstoffresten (außer mit Blauer-Engel-Logo)

Wie Müll richtig getrennt wird - eine große Übersicht

Biomüll: Die Angaben beruhen auf einer allgemeinen Verordnung, allerdings können laut Bundesumweltamt die konkret erlaubten und verbotenen Abfälle je nach Entsorger auch abweichen. Hintergrund ist, dass Biomüll unterschiedlich weiterverwertet werden kann. Je nachdem, was darauf werden soll, sind mitunter unterschiedliche Abfälle erwünscht – oder eben nicht. Zum Beispiel möchten viele Entsorger nur Abfalltüten aus Papier und nicht aus abbaubaren Kunststoffen, weil das Verrotten zu lange dauert. Eierschalen und Geflügelreste sind manchmal aus Sorge vor Salmonellen nicht erwünscht. Biomüll kann in Papier eingewickelt werden, allerdings darf es sich dabei nur um Küchenrolle oder Zeitungspapier handeln – und nicht um Hochglanzpapier wie von Magazinen. (Lesen Sie hier: Umweltranger kontrollieren Biotonnen in Fulda)

Was gehört in den Biomüll?

Laut Bundesumweltamt gehören in die Biotonne folgende Dinge: Gartenabfälle, Heu, Stroh, Topfpflanzen, Blumenerde, Schnittblumen, Brot- und Backwarenreste, Eierschalen, Fischreste und -gräten, Fleisch- und Wurstreste, Gemüsereste und -abfälle, Salatreste und -abfälle, Käsereste samt Naturrinde, Kaffee-Filtertüten, Kaffeesatz, Knochen, Milchproduktreste, Nussschalen, Obstreste und -schalen, Speisereste, Teebeutel, Teereste, Federn, Haare, Kleintierstreu aus biologisch abbaubarem Material samt enthaltenen Exkrementen von Kleintieren, Holzwolle, Holzspäne, Sägespäne (nur von unbehandeltem Holz)

Schwierige Fälle

Nicht rein dürfen: Asche, Blumen- und Pflanztöpfe (auch nicht abbaubare), Ton, Keramik, Exkremente von Tieren (außer im biologisch abbaubaren Streu), behandelte Holzreste, Hygieneartikel, Kaffeekapseln aus Kunststoff (auch nicht abbaubare), Kehricht, Kerzenreste, nicht abbaubares Kleintierstreu, Lederreste, Medikamente, Pappe, Papiertaschentücher, Ruß, Staubsaugerbeutel, Watte, Wattestäbchen, Windeln

Video: So trennen Sie Müll richtig

Restmüll: Neben der korrekten Mülltrennung ist es laut muelltrennen24.com wichtig, den Restmüll nicht in die Tonne oder den Container zu pressen, da er dann unter Umständen nicht mehr ordnungsgemäß geleert werden kann. Außerdem dürften die Abfallbehälter nur so weit gefüllt werden, dass der Deckel sich noch gut verschließen lässt, ansonsten verweigern viele Entsorgungsbetriebe die Abholung.

In der Regel bieten die Kommunen zusätzliche Restmüllsäcke gegen Gebühr an, wenn mal ausnahmsweise mehr Müll anfällt als sonst. Ansonsten berechnet sich der Preis anhand der Größe der Tonnen sowie der Häufigkeit der Leerung.

Was gehört in den Restmüll?

„Wird alles richtig getrennt, bleibt für die Restmülltonne nicht mehr viel übrig“, schreibt die Verbraucherzentrale. Letztendlich gehört alles hinein, was nicht wo anders entsorgt werden muss oder sollte. Das sind Asche, Tierkot und Streu, verschmutzte Papiere, Hygieneartikel und Windeln, Staubsaugerbeutel, defekte Glühbirnen, ausgetrocknete Filzstifte, Zigarettenkippen, alte Fotos, zerbrochenes Porzellan oder Glas und kaputte Kunststoff- oder Haushaltsgegenstände.

Schwierige Fälle

Rein dürfen: Glühlampen und Halogenlampen, gefüllte Staubsaugerbeutel, Porzellan, Keramik, Scherben, Katzenstreu, verschmutzte Textilien, abgekühltes Speiseöl und -fett (nicht in den Abfluss geben!), herkömmliches Katzenstreu, in der Regel alte Medikamente (besser in der Apotheke abgeben, auf keinen Fall in den Abfluss!), behandelte Papiere, Aktenordner, Kaugummis, Gummi, Wachs, Feuerzeuge

Nicht rein dürfen: Gartenabfälle, Schadstoffe (Batterien, Energiesparlampen, Reinigungsmittel,) flüssige Farben, Lacke, Altöle, Pflanzenschutzmittel, Elektrokleinteile, Scherben von Sanitäranlagen

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