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Nach Anschlag in Hanau: Mahnwache und Gebete für die Opfer

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Region - Während die einen bereits die großen Feiern und Umzüge am Fastnachtswochenende und Rosenmontag herbeisehnen, lässt viele Bürger das Attentat von Hanau nicht los. Neben einer Demonstration in Hanau wird auch in der Region am Samstag und Sonntag in Gottesdiensten und Mahnwachen der Opfer gedacht.

So findet am Samstag um 14.30 Uhr auf dem Fuldaer Universitätsplatz erneut eine Mahnwache zum Gedenken an die Opfer des Anschlags, der sich am Mittwochabend ereignete, statt.

Bereits am Donnerstagabend hatten sich rund 200 Menschen aus Fulda versammelt, um der neun getöteten Menschen zu gedenken, die wegen des 43-jährigen Schützen Tobias R. ihr Leben verloren haben.

Auch Flieden und Steinau gedenken der Opfer

In Flieden will man ebenfalls nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergehen. Vor dem großen Fastnachtsumzug am Sonntag, lädt deshalb die Evangelische Kirche zu einem Friedensgebet ein. Dieses soll um 11.15 Uhr in der evangelischen Kirche stattfinden.

In Steinau fällt am Samstag der traditionelle Rathaussturm aus. Steinaus Bürgermeister Malte-Jörg Uffeln (parteilos) ließ in einer Mitteilung verlauten, dass er sich nach den Ereignissen in Hanau nicht dazu in der Lage sehe, den Rathaussturm durchzuführen. Stattdessen wurde die Markthalle des Rathauses ab 12.30 Uhr zum stillen Gedenken an die Opfer von Hanau geöffnet.

Demo in Hanau

In Hanau selbst findet am Samstag um 14 Uhr eine Demonstration gegen Hetze und Menschenverachtung statt. Für die Demonstration vom Freiheitsplatz in der Innenstadt zu den beiden Tatorten erwarten die Veranstalter nach Angaben der Stadt bis zu 2000 Teilnehmer.

In der Nacht zum Donnerstag hatte der 43 Jahre alte Tobias R. in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Zudem soll der Sportschütze aus Deutschland seine 72 Jahre alte Mutter und sich selbst getötet haben. /dpa, akh

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