Fotos: Sebastian Kircher

Nach Hackerangriff: Bibliothek in Fulda schließt für zwei Tage – 15.000 Medien müssen zurück ins Regal

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Nach dem Hackerangriff auf die Universität Gießen laufen die Bibliothekssysteme in Fulda allmählich wieder an. Aber es gibt noch Einschränkungen für die Nutzer, denn am Freitag und Samstag, 10. und 11. Januar, bleibt der Standort Heinrich-von-Bibra-Platz geschlossen. Am Standort Campus ist am 10. Januar nur eine Präsenznutzung möglich.

Aufatmen in der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek (HLSB): „Ich habe am späten Dienstagabend die Nachricht erhalten, dass unser Dienstleister, die Universität Gießen, die Bibliothekssysteme wieder hochgefahren und für interne Tests freigegeben hat“, sagt Bibliotheksdirektorin Dr. Marianne Riethmüller. „Wir testen derzeit intensiv mit dem Ziel, möglichst bald wieder einen regulären Bibliotheksbetrieb anbieten zu können.“ Aber es werde noch eine Weile dauern, bis alle Dienstleistungen wieder für die Nutzer bereitgestellt werden könnten, heißt es in einer Pressemeldung.

15.000 Medien zurückbuchen

Da die Notausleihe und-rückgabe rege genutzt wurden, müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek nun 15.000 Medien zurückbuchen. Das ist mehr als die fünfzehnfache Menge der ansonsten an einem Tag zurückgegeben Bücher. Deshalb wird die Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek am Heinrich-von-Bibra-Platz am Freitag, den 10. Januar, und am Samstag, den 11. Januar, geschlossen bleiben. Am Standort Campus ist am Freitag, den 10. Januar, nur eine Präsenznutzung und keine Medienausleihe möglich.

Für die Rückgabe gilt: Alle bisher ausgeliehenen Medien müssen bis spätestens 31. Januar 2020 zurückgegeben werden. Mahnungen werden erst ab dem 1. Februar wieder verschickt. Für alle ab dem 13. Januar 2020 ausgeliehenen Medien gelten wieder die üblichen Leihfristen. Der Zugriff auf die Nutzerkonten ist derzeit noch nicht möglich, da alle Nutzerinnen und Nutzer ein neues Passwort benötigen.

Zeit und Geduld bei Bibliotheksbesuch vonnöten

„Wir müssen unsere Nutzerinnen und Nutzer noch um viel Geduld bitten“, sagt Benutzungsleiter Berthold Weiß und rät: „Bringen Sie Zeit für Ihren nächsten Bibliotheksbesuch mit.“ Auch das Suchportal FILIP sei noch nicht wieder voll funktionsfähig, die Selbstverbucher könnten nicht wieder in Betrieb genommen werden und es werde auch noch nicht wieder jedes Buch an seinem richtigen Platz stehen. Dennoch könne man in Fulda einen großen Schritt in Richtung Normalbetrieb machen. In Gießen würden die Folgen des Hackerangriffs noch wesentlich länger zu spüren sein.

Weitere aktuelle und ausführliche Informationen finden Sie im Internet. / fz

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